Was ohne Beweise behauptet wurde, kann auch ohne Beweise abgelehnt werden.
Für kurze Bremswege und stabiles Bremsverhalten sind vor allem gute Reifen und strake und große Bremsen von gute Qualität ausschlaggebend, sowie auch gute Stabilisation durch Software. Die Bremsen von Tesla sind in allen Punkten okay, die Bremswege der Teslas sind im Durchschnitt, aber nicht besser als zB. BMW. Das Rekupieren kann man vllt. als minimalen Vorteil sehen, weil der Wagen sofort leicht bremst, wenn man vom Gas geht, das ist allerdings nicht sehr ausschlaggebend und eher Marketing. Ich selbst finde das maximal unangenehm, da man so den Wagen nicht rollen lassen kann.
Ich fand die Folge ziemlich oberflächlich. Das ist natürlich auf der einen Seite sehr einsteigerfreundlich. Ich hätte jedoch eine tiefergehende Betrachtung von einem Lage Podcast erwartet.
Die Feststellung, dass die Reichweite von Elektroautos im Winter eingeschränkt ist ist für den Einsteiger richtig und wichtig.
Ich hätte mir eine genauere, quantitativere Analyse gewünscht woran das liegt - welchen Anteil macht die Innenraumklimatisierung aus, welchen der erhöhte Innenwiderstand der Zellen, geringere Rekuperationsleistung, wieviel Energie braucht Akkuklimatisierung. Aussagen wie, dass man schon keine Angst im Stau haben muss weil das schon funktioniert sind wenig hilfreich, würde im Rechenbeispiel genannt wieviel Leistung etwa die Innenraumklimatisierung braucht wäre der Punkt deutlich anschaulicher und es könnte sich jeder selbst ausrechnen wie lange man bei welchem Akkustand im Stau stehen müsste um Probleme zu bekommen
Kommt wohl drauf wen man als Zielgruppe ansprechen will.
Laien die überlegen vom Verbrenner zum eAuto umsteigen wollen und sich an das Thema rantasten wollen? Vorbehalte abbauen?
EAuto Fahrer, die erfahren sind und noch tiefergehende Tips und Informationen wollen? Also eher für einen geschlossenen Kreis?
Ingenieure in der Automobil- oder Akkutechnik, die sich über neuste wissenschaftliche Erkenntnisse oder spezifische technische Innovationen informieren wollen?
Alle drei wird man mit einem Podcast nicht zufriedenstellen können. Da muss man sich für eine Zielgruppe entscheiden.
Mir ging es ähnlich, wohl auch da ich schon seit Jahren elektrisch fahre.
Dass E-Autos im Winter eine eingeschränkte Reichweite haben, hört sich auch dramatischer an als es bei modernen BEV in Wirklichkeit ist.
Kleines Beispiel: Wir haben in der Familie seit 4 Jahren eine (ja wir sagen die) Zoe R135 mit 50kWh-Akku. Die hat im Sommer eine Reichweite von gut 350km, so wie wir sie bewegen.
Jetzt im Winter liegt die maximale Reichweite bei nur noch knapp 200km, wenn der Akku voll ist. Die Zoe hat aber auch sehr veraltete Technik, sie kann den Akku nicht aktiv temperieren.
Mein BMW i4 schafft bei 100% im Sommer 450-470km, jetzt im Winter sind es 410-430km. Das ist für mich als Vielfahrer (60-70tkm im Jahr) kaum merkbar.
Bei der Reichweite des BEV spielen andere Faktoren extremer in die Reichweite: Regnet es? Hat man Gegenwind? All das spiegelt sich in der Reichweite wider. Am Meisten allerdings der rechte Fuß.
Andererseits muss man sich bewusst machen, dass man bei einem BEV wie der Zoe mit 50kWh Akku mit einem Äquivalent von 5l Sprit herumfährt.
Zum Thema Stau und dann ist ja der Akku leer: Mein i4 verbraucht eingeschaltet im Stand ohne Sitzheizung, aber mit laufender Wärmepumpe, Radio und Licht ca. 0,5 kWh. Wie lange soll denn der Stau dauern, dass man dann nicht mehr weg kommt?
Der i4 hat eine 80kWh (netto) große Batterie. Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass ich mit 20% SoC in den Stau komme, habe ich immer noch 16kWh im Akku und könnte 32h im Stau stehen mit eingeschalteter Heizung, Licht, Radio.
Es gibt zig Youtuber die dieses Thema schon bearbeitet haben:
Zum Thema „Kennzeichen E“: Es ist schön, dass es nun noch einen Podcast zu dem Thema gibt. Aus meiner Sicht nett, wer will kann sich aber heute schon sehr gut informieren und muss nicht auf Fake-News hereinfallen.
Ich bin in den letzten 4 Jahren über 300tkm mit dem BEV in Europa unterwegs gewesen. Deutschland, Niederlande, Frankreich, Österreich, Schweiz, Italien bis hinter Neapel inkl. Sardinien, Spanien …
Würde ich wieder zurück wollen? Nein, auf keinen Fall.
Bei einer Vollbremsung spielt die Rekuperation keine Rolle, weil bei einem Verbrenner genügend Reserven bei den Bremsen eingebaut sind.
Also kommt es nur auf gute Bremsen an, die Reifen, und leider das Gewicht. Und da sind Elektroautos immer ggü. gleichwertigen Verbrennern im Nachteil. Akku, Elektronik und Elektromotoren sind schwerer als Verbrenner, Leitungen und Kraftstoff inkl Tank. Das liegt fast nur am Akku.
Bei Tesla sind die Bremsen so schlecht, dass sie bei mehrmaliger Vollbremsung zu starkem Fading neigen und auch schnell mal brennen, wenn man danach nicht weiterfährt. Gibt genügend Tests zu dem Thema.
Das passiert vor allem bei den meisten deutschen Herstellern nicht.
Fig. 18. Range change contributions of UBE, HVAC energy consumption, andmotor energy consumption in UDDS and HWFET cycles: (a) Leaf; (b) Bolt.
UBE = usable battery energy - also quasi die Änderung an nutzbarer Batterieenergie
HVAC = Klimatisierung
Motor = Effekte durch Motoreffizenz, Rekuperation
Diese Grafik fasst die Ergebnisse grob zusammen, man kann einen Eindruck für das Gewicht der unterschiedlichen Einflussfaktoren auf die Änderung der Reichweite erlangen. Die Bilder links und rechts zeigen die Reichweitenveränderungen bei unterschiedlichen Testzyklen, oben und unten steht für die beiden unterschiedlichen getesteten Autos. Der Bolt(unten) verfügt lediglich über eine Heizung durch Widerstand. Der Leaf(oben) hat zudem eine Wärmepumpe. Die Änderungen sind bezogen auf die Reichweite bei 22 C ohne aktive Klimatisierung. Die relativen Änderungen sind interessant.
Zur Frage Stau: selbst bei -7 C liegt der Verbrauch durch Klimatisierung bei Leaf (mit Wärmepumpe) in der Größenordnung 4 kW man kann also wirklich ziemlich lange im Stau ausharren, auch wenn man noch etwas bis zur nächsten Ladesäule fahren muss, wenn man sich nicht komplett lehrgefahren hat.
Eine Diskussion dessen, dass die Klimatisierung doch wohl den allergrößten Einfluss hat hätte ich wertvoll gefunden. Auch und gerade für Laien.
Die Kritik ist unangebracht weil?
Also niemand im Forum ruft zu irgenwas auf oder so, stattdessen wird der Hinweis gegeben das beispielsweise ich vom neuen Podcast enttäuscht bin (was hoffentlich in einem Forum mit Feedback angebracht ist)
Außerdem hat Ulf explizit um Feedback gebeten
und im Satz davor eine Hoffnung formuliert
Grob die Hälfte dieses Threads scheint das gewünschte Feedback zu geben und dabei zu sagen, dass wir das formulierte Ziel nicht erreicht sehen
Genau so ist es ja auch wertvoll zu argumentieren, dass der Podcast eine Zielgruppe haben soll die am Auto hängt, aber vielleicht Antrieb wechselt…
Nur die Kritik an der Ausrichtung eines Formats was gerade frisch startet zu delegitimieren, weil “das halt so ist” finde ich in diesem Forum “unangebracht”
Ok, vielleicht hätte man schreiben sollen „konstruktives Feedback“. Was hier teilweise geschrieben wurde ist ungefähr so, als wenn ich mich über die LdN beschweren würde, weil die nicht genug Katzencontent in den Podcast packen. Ein Podcast mit dem Thema „E-Mobilität“ hat halt einfach nichts mit der generellen Verkehrswende zu tun. Ich gehe auch nicht in die Apotheke um mir ein Angebot über einen Reifenwechsel zu holen.
Sorry für die Polemik, aber das Konzept von einem Themen-Podcast ist wirklich nicht kompliziert.
Überraschend.
Ein Podcast, der „Kennzeichen E“ heißt, u.a. vom Chefredakteur von „Electricar“ moderiert wird und geteasert wird mit
dreht sich um Elektroautos. Was ist daran kritikwürdig?
Ich stütze die Beiträge, die sich mehr Tiefgang gewünscht hatten, aber das ist eine persönliche Meinung und eben die Frage, wen man ansprechen möchte.
Wenn ein neuer Podcast rauskommt, der sich schon dem Titel nach um ein bestimmtes Thema dreht, dann finde ich es bizarr zu kritisieren, dass er nicht von einem anderen Thema handelt. Siehe auch @der_Matti
Ich denke, Ulf meint inhaltliches Feedback. So habe ich es zumindest verstanden
der Einstieg war inhaltlich tatsächlich dünn. wobei es ja die erste Folge war, da wird es bestimmt noch tiefgang geben… Die Frage ist natürlich die Zielgruppe… im Sinne der LdN würde ich sagen, die Zielgruppe sind Menschen, die gerne in die Tiefe gehen, so wie es in der LdN immer passiert.. Also nicht der Benziner Fahrer, der erst noch nach der Abkürzung „BEV“ suchen muss..
Zunächst mal herzlichen Glückwunsch zur Geburt des
Ich habe lange auf das erste Spin-Off der Lage gewartet, bin aber etwas überrascht, dass man sich für den Markteintritt in eine bereits recht umfangreich abgedeckte dreifache Nische (Konsumgüter ← Autos ← Elektroautos) entschieden hat.
Ich hoffe auf Formate wie „Die Lage der Schweiz/Österreich/Südtirol“ und dann später weiter mit „Stan Narodu“ oder „L’état de la nation“. Ich kann für Polen sprechen, da gibt es so ein Format wie das der Lage nicht.
Jetzt zu:
Es ist erst die erste Folge, ein paar weitere werde ich mir schon noch anhören, aber:
Ich fand sie inhaltlich recht dünn, aber wie gesagt, erste Folge.
Mich hat gestört, dass hier zwei überzeugte E-Mobilisten sprechen. In einem der ersten Sätze heißt es: „die Zukunft wird elektrisch sein und wir sind uns da alle einig“. Das denke ich nicht, die USA haben erst vor ein paar Tagen das Land mit den größten Ölreserven erobert…
Die Kritik an E-Mobilität ist schon sehr oberflächlich. Beide benennen klar das E-Autos im Winter bis zu der Hälfte ihrer Reichweite einbüßen und das Laden einer kalten Batterie bis zu 500% mehr Zeit in Anspruch nehmen kann, aber „damit muss man umgehen“. Sorry, nein, will ich nicht.
Dann wird noch angeführt, dass E-Autos ja immer günstiger werden und schon bald Modelle ab 20.000 Euro verfügbar sein werden. Das finden beide Moderatoren wohl günstig. Verglichen mit einem VW Polo heute (Listenpreis ab 20.135 Euro) kann man das vielleicht „günstig“ nennen, aber vor der Pandemie gab es einen neuen VW Polo ab 14.500 Euro, siehe Preisliste 2019.
Jetzt schweife ich ab, aber im Jahr 2019 hat VW weltweit noch 706.052 Polos verkauft und im Jahr 2024 waren es 472.000. Quellen: Geschäftsberichte 2019 und 2024. Ich habe gerade keine Ahnung woran das liegen könnte, aber in einem Podcast über Autos könnte man das vielleicht in späteren Folgen beleuchten.
Kurzgefasst ist mein vorläufiges Urteil: für Petrol Heads zu biased, für die Überzeugten zu oberflächlich.