Ich finde auch, dass das Thema dann an Bedeutung gewinnen würde, wenn man das Gesamtgefüge von Nachhaltigkeitsnormen und die Strategie(n) um ihren Abbau darstellt.
Ich habe, meine ich, noch keinen Medienbericht gesehen, in dem die Normen als Ganzes juristisch-objektiv bewertet werden, statt an einzelnen Verwaltungshürden oder Kosten für die Wirtschaft festzukleben. Dabei sind die zugrundeliegenden Klima- und Menschenrechtsziele keine überkomplexen Nischenthemen, wie weitere aktuelle Themenvorschläge zeigen (z.B. „Nachhaltigen Umweltschutz als Menschenrecht“ oder „Klima und das Versagen der Hauptstadtpresse“).
Bereits an dieser journalistischen Aufbereitung zeigt sich, wie stark die Lobbyarbeit gegen diese Normen ist, deren Argumente gerne 1:1 in der Politik übernommen werden. Und die Rolle der Bundesregierung, als vormaliger Vorreiter des Lieferkettengesetzes und viel zu oft als Bremser einer nachhaltigen EU-Politik, wirft angesichts dieser Lobbykampagnen auch demokratische Fragen auf.
Als GästInnen für Interviews bieten sich bspw. die herausragenden Juristen beim ECCHR an (was en passant die Diskussion für weitere menschenrechtliche Themen, etwa zu Gaza oder zum Einstehen der Bundesregierung für das internationale Recht allgemein öffnen würde).