Haben „wir“ aber oft nicht. Wie willst du ohne, oder mit sehr viel weniger Geld daran etwas ändern? Die Eltern werden das nicht ändern, denn wenn sie es für die eigenen Kinder nicht auf die Reihe kriegen, was sollte sie dann bewegen? Wenn der Staat da nicht hilft, wie soll das dann passieren? Wohltätigkeit? Kann man sich in den USA anschauen, wie sowas läuft. Dann wohnen reihenweise Familien in irgendwelchen Autos oder gleich auf der Straße. Die Gelder für Jugendamt, Jugendhilfe, Sozialarbeit sind eh schon zu niedrig für den Bedarf.
Was sagst du, wenn du gefragt wirst, wem du mehr vertraust mit DEINEM Geld umzugehen? Haushaltest Du lieber selbst mit Deinem Geld oder gibst Du es lieber ab und vertraust auf die Institutionen?
Kommt drauf an. Wenn ich mir ein Fahhrad oder einen Rechner kaufe oder in Urlaub fliege, ist die Antwort natürlich eine andere, als wenn es darum geht, ein Existenzminimum für jeden zu sichern, die Kanalisation zu bauen und instand zu halten oder Büchereien zu betreiben.
Das Gefühl kann dir die passende Medienauswahl sicher vermitteln. Wahrer wird es davon nicht. Wenn ich ein Haus für mich erbe und 2 Eigentumswohnungen zum vermieten und du eher so unterhalb von 10.000€, kannst du so hart arbeiten, wie du willst, du wirst diese Distanz nicht nennenswert reduzieren, selbst wenn ich es mir mangels Mietkosten und dank Mieteinnahmen oder besser noch mit leistungslosem Grundeinkommen dank Geldanlage von Verkaufserlösen eher gut gehen lasse. Soziale Mobilität ist in Deutschland und in der gesamten westlichen Welt rückläufig. Das hat auch was damit zu tun, dass Vermögen immer weiter oligarchisiert werden.
Kinder sind ziemlich teuer. Wenn der Staat die Ausgaben so kürzt, wie es für eine spürbare Änderung der Abgabenlast nötig wäre, nehmen die Kosten, die privat zu tragen wären eher noch zu (Eltern- und Kindergeld sind übrigens Sozialleistungen, oder?). Es fällt mir schwer zu sehen, wie diese Rechnung aufgehen sollte.
Wie kam es dazu?