Die Kinder müssen doch auch in der Schule betreut werden. Die Betreuungskosten entstehen also trotzdem. Entweder beim Schulträger und dem Bundesland, oder bei den Eltern (wenn die Nachmittagsbetreuung durch Elternbeiträge finanziert werden muss oder die Eltern Einkommenseinbußen hinnehmen, um die Betreuungszeit aufzubringen).
Im besten Fall verschiebt man die Kosten also auf einen anderen Akteur. Das mag dem Städte- und Gemeindetag entgegenkommen, die durch Kitakinder stärker finanziell belastet werden als durch Schulkinder. Aber das ist doch eine Milchmädchenrechnung.
Selbst wenn also keines der Kinder von den Eltern zurückgestellt wird, bleiben keine Kostenersparnisse übrig. Und wenn doch, dann gibt es die finanziellen Ersparnisse wohl kaum ohne pädagogische Zusatzkosten. Wir sollten für die Betreuung und Förderung von Kindern deutlich mehr Geld ausgeben, als wir das aktuell tun. Vielleicht kann sich Herr Palmer ja mal darüber Gedanken machen.