Das verstehe ich nicht ganz. Kapital wird ja nicht in den luftleeren Raum bereitgestellt, sondern in der Regel für bestimmte Unternehmen und dessen Interessen. Vielleicht könntest du deinen Gedanken etwas ausführen, falls ich dich falsch verstanden habe.
Oder ging es dir grundsätzlich um die Analogie Parteien - Unternehmen?
In meinem Verständnis haben natürlich auch Unternehmen Macht. Das Problem hierbei ist, wie bereits beschrieben wurde, dass diese in der Regel nicht Gemeinwohlorientiert, sondern auf Profitmaximierung aus sind. Zu gewährleisten, dass nicht einzelne Unternehmen zu viel Macht erlangen, ist meines Erachtens u.A. Aufgabe der Politik (Demokratie, Parteien). In dem Sinne sehe ich nicht die Politik analog zur „Macht des Kapitals“, sondern vielmehr eine Schicht über der Wirtschaft, die dessen Rahmen und vor allem auch dessen Grenzen definieren sollte, nicht zuletzt, um den sozialen Frieden zu wahren.
Das Beispiel der Vermögensverwalter hatte ich zum einen eingebracht, da mich die Zahlen wirklich schockieren, und zum anderen, da ich mich frage, ob hier nicht die Politik schleunigst eingreifen sollte.
Blackrock nennt die 10 Billionen US-Dollar zwar nicht ihr Eigentum, dennoch verwalten sie es und nehmen so Einfluss nicht nur auf Unternehmen („Der US-Finanzdienstleister, der Vermögenswerte von rund zehn Billionen US-Dollar betreut und unter anderem an allen Konzernen im Deutschen Aktienindex (Dax) beteiligt ist […]“), sondern auch auf die Zentralbanken (Blackrock gibt EZB Anlagetipp). Und das alles ohne jegliche demokratische Kontrolle.