Dänen rufen auf Facebok wegen Grönland zu US-Boykott auf

Die Frage ist doch, was diese gegenseitigen Boykotte (1984 haben dann die Sowjetunion und ihre Verbündeten die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles boykottiert) gebracht haben. Den Kalten Krieg haben sie sicher nicht beendet.

Und vor vier Jahren wurde vor allem in Westeuropa über ein Boykott der Fußball WM in Katar diskutiert. Im Rückblick wäre das im Bezug auf Deutschland angesichts des frühen Ausscheidens und des Auftritts der damaligen Innenministerin vielleicht besser gewesen. Eine Wirkung hätte es trotzdem nicht erzielt.

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Wäre schon etwas anderes wenn ganz Europa beim Fussball nicht dabei wäre, dann kann man die WM auch quasi absagen, denn außer Südamerikanern und Europa gewinnt ja niemand die WM.

Wird aber nicht passieren, dafür ist zuviel geld im Spiel.

Eine Wirkung wird immer erzielt. Ob diese in Art und Stärke dem entspricht was man sich erhofft ist wieder eine andere Frage.

Ein Boykott der WM durch mehrere europäische Teilnehmer würde die Veranstaltung spürbar verändern. Die Frage wäre aber natürlich, ob eine solche Androhung eher zur Eskalation beitragen würde oder ob Trump, dem Selbstdarstellung ja äußerst wichtig ist, hier nicht die Selbstdarstellung priorisieren würde. Am Ende hätte eine solche Drohung aber auch höchstens aufschiebende Wirkung. Einzig würde es zeigen, dass man auch bereit ist Gegenzuhalten.

Die Instrumentalisierung von Sportereignissen zu politischen Zwecken sehe ich schon aus historischen Gründen kritisch. Man schadet damit einem der zentralen Gedanken des internationalen Sports, nämlich der Verständigung über Grenzen, seien es politische, religiöse etc., hinweg.

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Was haben diese Art der Boykotts bisher gebracht (Moskau 1980, LA 1984, Melbourne 1956) u.a.) Vielleicht ein innenpolitisches Signal (seht her, wir dulden nicht alles) aber die boykottierten Staaten haben im Nachgang der Boykotts ihre Positionen nicht geändert. Oder ein halbherziges (lächerliches) Zeichen wie die deutsche Nationalmannschaft in Quatar. Am Ende sind die Athleten die Leidtragenden für innenpolitisches Kalkül der Politiker.

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Ich weiß nicht wo der heutige Profisport im Fußball noch Völkerverständigung als zentralen Gedanken hat.

Durch Ticketpreise wird die Bevölkerung vieler Teilnehmer ja ohnehin quasi ausgeschlossen. Die Vergabe findet nach den Gesichtspunkten der Gewinnmaximierung statt. Die Ausrichter der letzten Jahre nutzten die WM quasi durch die Bank sich im Ausland modern zu verkaufen und damit grobe Missständnisse in diesen Ländern zu kaschieren.

Und auch Sport war schon immer auch politisch. Olympia 36 z.B. ist ja auch schon länger her.

Gerade für den Fall eines militärischen Einsatzes in Grönland und damit quasi dem Angriff der EU finde ich einen Boykott durchaus angemessen.

Ganz davon abgesehen wird vermehrt auch für Fans diverser Länder die Frage relevant inwiefern die USA zu bereisen sicher ist, oder ob man nicht risikiert am Ende aus dem Mietwagen gezerrt zu werden weil man vom Aussehen her auch ein illegaler Migrant sein könnte.

Meine persönliche Meinung ist, unabhängig vom “Nutzen” sollte das Olympische Komitee die US Athleten von der Teilnahme ausschließen, wenn die USA Grönland vor den Spielen anektiert.

Wird natürlich nicht passieren, der Bann. Daher sollten alle EU Staaten die Spiele boykottieren.

Aber halt nur als Reaktion.

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Du spielst auf die Verleihung des Friedenspreises durch Infantino an? Siehst nicht nur du kritisch, zeigt aber, wie politisch die FIFA sowieso schon ist.

nicht nur das:

Fußball-WM und Olympische Spiele - US-Einreiseverbote betreffen Zuschauer aus 39 Ländern

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