Ein klein wenig Ironisch ist es schon, Facebook dafür zu nutzen, zeigt aber die Abhängigkeit und dass Mastodon noch einen weiten Weg vor sich hat.
Hat so etwas Aussicht auf Erfolg?
Läuft aber auch in anderen Ländern schon:
Ein klein wenig Ironisch ist es schon, Facebook dafür zu nutzen, zeigt aber die Abhängigkeit und dass Mastodon noch einen weiten Weg vor sich hat.
Hat so etwas Aussicht auf Erfolg?
Läuft aber auch in anderen Ländern schon:
Interessante Frage.
Wieviel Marktmacht haben denn Europäische Anleger und Konsumenten? Ich denke keine große, oder? ![]()
Ich bin z. B. bei dem letzten Peak endlich meine Tesla-Aktien losgeworden, aber Elon Musk wird mein bescheidenes Sümmchen kaum jucken. Und hintenrum über ETFs ist man ja trotzdem bei den Bad Boys investiert ![]()
Im MSCI World stecken > 70 % US Firmen
Nach meinem Verständnis: Sinkende Nachfrage nach Aktie = sinkender Kurs = weniger Vermögen der Hauptanteilseigner und schlechtere Kreditoptionen für das Unternehmen = weniger Wachstumspotential
Weniger Nachfrage nach Produkten = weniger Umsatz = weniger Deckungsanteile = niedrigerer Gewinn/oder Verlust = weniger Dividende = weniger Aktiennachfrage = sinkende Kurse
Wenn die Nachfrage nach US Produkten sinkt, dann wird sich das kurz oder lang auf den Kurs niederschlagen und weniger Gewinne ausschütten. Und dann würden sie aus dem MSCI rausrutschen.
Ein Boykott funktioniert aber immer nur, wenn es Alternativen gibt. Bei Tesla sicher einfacher als bei Microsoft. Aber wo es geht, kann mans ja machen.
auch da könnte man die Boykott-Idee verfolgen und auf ETFs setzen, die weniger US lastig sind - also wie ein ETF aufgebaut ist, ist ja eine Entscheidung bzw. welchen ETF man nutzt
Wir hätten natürlich Möglichkeiten die USA zu boykottieren. Hier zum Beispiel:
Oder hier
Traut sich nur niemand oder will halt seine Komfortzone nicht verlassen. Für meisten reicht es schon sich irgendwo in einem Forum über Trump zu beschweren oder man differenziert das nochmal in aktiver, öffentlicher Trump Unterstützer (Musk, Ellison) und nicht aktiver Unterstützer (Zuckerberg, Netflix). Letztere sind zwar vielleicht keine aktiven Unterstützer, also dass sie jetzt öffentlich zur Wahl für ihn aufrufen, aber sie arrangieren sich mit ihm um vom System zu profitieren. Denen ist völlig Wurscht wer regiert, Hauptsache die Steuern sind niedrig und man wird von staatlicher Seite in Ruhe gelassen. Die sind keine Trump „Gegner“ Ich habe vor kurzem wirklich gelesen, der „Kampf um Warner Brothers Discovery“ ist ein Kampf zwischen dem Rechten Amerika und dem Woken Amerika. Das ist natürlich Bullshit. Netflix, ist weder „woke“, noch wird dadurch Trump „geschwächt“. Netflix will Warner natürlich aus wirtschaftlichen Gründen und der Netflix Chef war auch schon bei Trump Stiefel lecken, damit der Deal durch geht. Nur ein Beispiel, aber gefühlt läuft die Debatte irgendwo an dieser Linie. Und somit auch die Boykotte.
Es gab 2003 zum Irak Krieg wirklich große boykott Aufrufe amerikanischer Produkte coca Cola, Mc Donalds… insbesondere in Südeuropa wie Frankreich, Italien, Spanien, aber vor allem in arabischen Staaten. Meines Wissens war die Symbolkraft sehr hoch, weil da jeden Tag drüber berichtet wurde, der wirtschaftliche Effekt aber minimal.
An der Stelle verstehe ich tatsächlich nicht, warum ich netflix aus Protest gegen Trump deabonnieren sollte? Der Zusammenhang ist zu mittelbar, als dass der persönliche Nachteil den politischen Effekt rechtfertigen würde. Netflix ist für viele heutzutage “fernsehen”. Und Netflix steht dabei synonym für disneyplus, hbo maxx, paramount oder wie sie sonst alle heißen. Es gibt kaum (vereinzelt natürlich, aber nicht in der Dichte) europäische Alternativen. Wem ist geholfen wenn wir auf absolute top Produktionen wie Stranger Things, Yellowstone etc verzichten und stattdessen Tatort schauen? Persönliche Präferenzen sollten doch jedem zugestanden sein.
Ea gibt auch wirklich tolle Filme aus China? Sollte ich diese Kunstwerke boykottieren, weil ich das chinesische System ablehne? Universal Musik ist amerikanisch. Heißt das wir sollten aufhören Eric Clapton, The Police oder, gottbewahre, Helene Fischer zu hören?
Ich wollte nur damit sagen, dass viele ganz schnell mit Boykott aufrufen sind, aber es gar nicht konsequent durchziehen wollen/können. Ich sehe halt nur bei vielen so eine Doppelmoral.
bezogen auf 2003: was hatten Mc Donalds und Coca Cola mit dem Irak Krieg und bush zu tuen? Nichts. Meiner Meinung nach sogar noch weniger als Netflix und co heute mit Trump.
450 Mio Einwohner in Europa. Da könnte man viel mit den Füßen abstimmen. Bei Disney hat’s geklappt, als Millionen Kunden protestiert haben, war Trump plötzlich zweitrangig und Jimmy Kimmel durfte weitermachen.
Klar haben Cola, McDonald & Co. erstmal nichts mit Trump zu tun. Aber würden deren Zahlen sich reduzieren, würde ein gewisser politischer Druck entstehen. Den Demokraten Argumente geben, rein opportunistische Republikaner zum Umdenken bringen (?) etc.
Kauft europäisch halte ich im Grunde für sinnvoll, ebenso wie nutzt europäische IT Infrastruktur (sofern es die gibt).
Leider ist die Bequemlichkeit und damit die Beharrungskräfte bei vielen einfach extrem ausgeprägt. Ich hab immer noch viele Leute im Freundeskreis bei denen regelmäßig amazon Pakete ankommen. Obwohl Bezos aktiv an Trump spendet. Mir unbegreiflich, aber so ist es halt.
Gleiches bei WhatsApp. Versucht mal zB eine nachbarschaftsgruppe von vielleicht 20 Leuten zu Signal umzuziehen (ohne Mandat zu per order de mufti).
Ist das Problem nicht vielmehr, dass wir in vielen Feldern keine eigenen Alternativen haben? Woran liegt es? Kleinstaaterei?
Braucht es ein europaweites Medienhaus, das Fernsehen, Streaming, Nachrichten, Filme, Serien etc. für den europäischen Markt produziert?
Sollten wir eine europäische Bürokratie aufbauen, die konsequent auf Linux setzt?
Paradoxerweise dominiert Linux heute schon den Server und Handymarkt, aber wir verschenken die Software einfach. Könnte die EU die Software übernehmen und close sourcen?
Was meinst du damit? Wer ist hier “wir” der welche Software verschenkt? Warum sollte die EU irgendwelche Software close sourcen?
Nein, könnte sie nicht. Linux ist GPL-lizensiert, und ein “close sourcen“ wird durch diese Lizenz explizit ausgeschlossen.
Das ist ja egal, wir könnten ein Gesetz machen, dass die GPL für Gegenstandslos erklärt. Man Bedenke die Zeiten haben sich geändert. Die Amis sagen offen, dass sie Grönland übernehmen werden, egal ob es Dänemark verkauft, oder sie es erobern. Da sollte uns ein Stück Papier (also die GPL) herzlich egal sein.
Die Frage ist eigentlich ob wir es schaffen ein Unternehmen zu gründen, das die führenden Köpfe von Linux akquiriert und die Software dann gewinnbringend weiterentwickelt.
Und dabei hört es ja nicht auf, wir müssen unsere Pflöcke überall wo es nur geht reinrammen.
Die Welt ist nicht mehr die große Blumenwiese mit geschenkter Pax Americana. Wenn wir nicht anfangen hart für unsere Interessen einzutreten, dann leben wir im nächsten Jahrzehnt entweder in den Außengebieten der Vereinigten Staaten oder im Warschauer Pakt.
Können wir uns das überhaupt leisten?
Wenn in Europa die USA boykottiert werden, wird MAGA zum Boykott europäischer Produkte aufrufen und alleine unsere Automobilindustrie würde das schwer treffen.
Und alle “anderen” halten sich dann brav an die Rechte der neuen Eigentümerin, weil…?
Warum wird hier eigentlich darüber diskutiert, ob es sinnvoll ist, seine eigene Hilflosigkeit durch relativ kraftlose Symbole wie Boykottauftufe in die Welt hinaus zu posaunen? Und warum sollte man als europäischer Staat den unique selling point (metaphorisch gesprochen) der Rechtsstaatlichkeit für so eine Aktion schwächen?
Ok also wenn du Linux meinst. Linux ist keine europäische Software. Und verschenken tun WIR hier schonmal gar nichts.
Auf dem Smartphonemarkt ist es Android das dominant ist, was von Google entwickelt wird. Auf dem Server Markt sind die wichtigsten Distributionen RHEL (Amerikanisches Unternehmen), Ubuntu (britisches Unternehmen), Debian (open source Projekt).
Aber vor allem, warum sollten wir ein closed source Linux entwickeln? Der einzige Vorteil den closed source aus staatlicher Sicht bringt ist, dass man seine Bürger ausspionieren kann. Vor allem wenn wir jetzt unser eigenes Betriebssystem closed source auf Basis von Linux machen würden, würde mit jedem Update von Linux weniger Linux Software auf “unserem” Betriebssystem laufen. Es sei denn wir patchen alle Änderungen von Linux auch in unser Betriebssystem, dann wäre das nur unnötiger Aufwand und “unser” Betriebssystem wäre quasi auch nur Linux und jeder weiß was drin steckt, da Linux Open Source ist. Als normaler Nutzer würde man sich doch dann fragen, warum eine closed source Lösung verwenden, wenn ich eine Open Source Lösung verwenden kann die genau so gut ist.
Tut mir leid das so zu sagen, aber versuchen ein closed source Betriebssystem auf Linux Basis aufzubauen ist eine komplett blödsinnige Idee.
Im Gegenteil würde ich eher sagen, dass die EU sämtliche Software Entwicklungen die sie in Auftrag gibt Open Source machen sollte.
Das würde quasi die Komplettaufgabe des Rechtsstaates bedeuten.
Statt unnötigerweise in die Entwicklung eines Betriebssystems zu investieren, wie wäre es in die Entwicklung von Anwendersoftware zu investieren? Und vor allem in die Entwicklung von Grafikkarten und anderen Computer Chips
Die Zoll Strategie von Trump ist ja auch schon eine Art Staatliche Boykott Maßnahme.
Ich frage mich ob hinter der Zoll Strategie von Trump das Streben nach Autarkie ist, damit hätte er bei einem Konflikt z.B. mit der EU bessere Karten…
Silicon Valley wurde ja auch mit der Rüstungsindustrie groß, frage mich ob die mrd die wir in die Rüstung stecken auch hier einen Schub bei uns bringen kann. Wenn ich mir fcas anschaue wohl eher nicht. Bei Airbus und Frankreich kam es ja schon früher zu Reibereien. Großbritannien entwickelt zusammen mit Italien und Japan ein Kampfflugzeug der nächsten Generation im Rahmen des Global Combat Air Programme (GCAP)…
Schade das Europa hier nicht gemeinsam etwas entwickelt,
Europa kauft 300-350 f35 von den usa für über 50 mrd.
Wenn die USA Ersatzteile, Software‑Updates oder die Aktualisierung der Missionsdaten verweigern, bleiben die Jets zwar Grundsatz flugfähig, werden aber mittelfristig schwer wartbar und im Gefecht deutlich weniger wirksam. Das ist eine strategische Abhängigkeit
Kann es sein das Trump immer mehr abdreht? Völlig von der Realität entkoppelt?
Auf Facebook zu einem US-Boykott aufzurufen ist ähnlich sinnvoll wie Trumps Argumentation, Grönland erobern zu wollen, damit Russland kein Nachbar der USA wird oder dass Dänemark kein Recht auf Grönland hätte, nur weil europäische Siedler das Land vor ein paar Hundert Jahren erobert haben. Für die letzten beiden Argumente sei auf den brillanten Jon Stewart verwiesen.
Kann jemand der bei Facebook ist eventuell den Dänen mal sagen dass Facebook ein US Konzern ist, und fragen warum sie damit ihren eigen Aufruf damit absurd machen? Sie können doch mastodon nutzen…