Boykotte von Amazon und Co

Ich kann von meiner Bubble aus berichten - Amazon ist nicht lebensnotwendig. Hier in der Schweiz gibt es kein direktes Amazon-shopping, und alles über 50€ muss verzollt werden.
Stattdessen haben wir mit Digitec/Galaxus und Brack zwei grosse (edit: schweizer) Firmen, die einen massgeblichen Bereich abdecken. Ich bin Amazon Besteller der ersten Stunde (war das cool endlich an bezahlbare Bücher im engl. Original zu kommen, damals™) , aber ich habe seit über 10 Jahren nicht mehr bei Amazon bestellt, und ich bin nach den neuesten Eskapaden von Bezos geneigt, mein Konto komplett zu löschen.
Aber der Konsument denkt heute anders, und das sehe ich an der urbanen Bubble-Stichprobe meiner Schwester (Berlin-city). Was sie und ihre Freunde an Billig-Müll u.a. auf Amazon bestellen, ist unglaublich (Alterskategorie 25-35 Jahre).

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Ich habe mein Amazonkonto gelöscht am Wochenende. Allerdings hat mein MAnn noch seins. Wir versuchen aber die Bestellungen dort deutlich zu reduzieren. Hat jemand eine Alternative zum Firestick und Alexa? DAs ist unsere Achillesferse. Unser gesamtes Entertainment inklusive waipu.tv , Netflix etc. läuft über Amazon und die Kinder hören Musik und Hörspiele über Alexa.

Das heißt erstmal in die Stadt fahren (Stress!), hohe Parkgebühren bezahlen, um dann für die gleichen Produkte mehr zu bezahlen?
Bei gutem Service gerne! Und wenn ich auch noch Beratungsbedarf habe, erst recht. Die Zeiten, in denen man bei Amazon ohne lange Recherche hochwertige Produkte belommt sind leider vorbei (Dropshipping).
Aber der Aufwand um aus dem Lande in die Stadt zu fahren ist nicht mehr zeitgemäß.
Und das CO2 Argument bezüglich der Lieferungen verrechnet sich mit dem Individualverkehr, um in die Stadt zu kommen

Für Kinder: Tonies Toniebox. Meine kleine Nichte liebt dieses Ding.

Sprachassistenten habe ich noch nie verwendet - dazu kann ich mich leider nicht äußern.

Ich nutze für meinen Streamingbedarf die Nvidia Shield TV, es gibt aber jede Menge auch günstigerer Medienplayer.
Datenlecks aka „Sprachassistenten“ gibts in meinem Netzwerk nicht, aber die Alternativen für Alexa sind Google und Apple, oder weitere, die ich nicht kenne.

Ob Google und Apple jetzt wirklich besser sind? Die waren doch auch bei der Inaugoration

Meine Kinder sind aus dem Tonieboxalter raus. Die ist auch viel zu teuer (hatten wir). Ich finde es halt schon cool, dass es keine CDs oder ähnliche Dinge braucht und von Nachrichten über Musik und Hörspiele und Podcasts alles zur Verfügung steht. Das ist einfach sonst ja ein Fass ohne Boden, wenn jeden Tag ein Hörspiel gehört wird.

Sie tun so, als wäre Amazon der einzige eCommerce Anbieter. Von Otto, die den gleichen China-Verkaufsplatformcharakter haben, über spezialisiertere Händler wie Thalia, Mediamarkt, etc. gibt hunderte Shops über die Sie ihre Sachen bequem nachhause bestellen können, ohne das Trump Regime zu unterstützen und bei der Aushölung von Arbeitnehmerrechten mitzumachen.

Im übrigen zahlen die auch alle Steuern in Deutschland.

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Ich finde Audible auch cool. Jetzt kaufe ich mühsam Einzelhörbücher. Ja, die Konkurrenz ist nicht so gut wie das Angebot von Amazon.

Ich nutze es trotzdem nicht mehr. Ist halt eine Frage von Prioritäten und wie wichtig der eigene kleine Komfortzugewinn im Vergleich zum potentiellen Schaden ist.

Man kann auf diese Dinge durchaus verzichten und im Altag immernoch wunderbar zurechtkommen.

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Sie tun so, als wäre Amazon der einzige eCommerce Anbieter.

Sicherlich nicht der einzige, aber mit Abstand der beste.

Nur, wenn man moralische, gesellschaftliche und Umwelt-Kosten ausblendet.

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Was sind moralische Kosten und inwiefern ist es für die Umwelt besser wenn jemand seine Bestellung auf mehrere andere Shops aufteilt weil es quasi keinen Anbieter mit diesem breiten Angebot gibt? Oder gar mit dem Auto in die nächste Stadt fährt?

Ich meide Amazon auch mehr und mehr, aber eben nur da wo die Alternative mit nur moderat mehr Aufwand und Kosten verbunden ist.

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Audible und Prime nutzen wir auch nicht. Die Alexa ist mit Spotify verbunden und den Fire Stick nutzen wir auch nur als Hardware. Daher bezahlen wir eigentlich nix an Amazon, da die ihre Geräte ja stark subventionieren. Aber trotzdem wäre eine Alternative super.

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Was - und da seien wir mal ehrlich - die allermeisten tun.

Das sind sicher nicht die idealen Formulierungen, um zu beschreiben, was ich meine. Worum es mir geht, ist ein Geschäftsgebaren, das ich für unmoralisch halte und welches man mit dem Unterstützen des Unternehmens eben mitkauft. Details zum Beispiel in folgendem Kommentar:

[quote=„KeinLeerzeichen, post:40, topic:27764“]
Amazon verhindert auch in Deutschland Betriebsräte und ist selten von der Kritik von Gewerkschaften begeistert.
Amazon ist quasi Monopol.
Geschätzt sind mindestens 80% der Rezensionen gefälscht.
Amazon hat täglich bis zum Verbot Neuware im 5_stelligen Wert zerstört, weil es günstiger war als der Wiederversand. Vermutlich wird diese Praxis weltweit aber dort weiter geführt, wo es kein Verbot gibt. Denn der Gewinn ist immer noch größer, weil Menschen alles mögliche dort kaufen.
Amazon zahlt minimal Steuern in Deutschland, auf das EU-Geschäft fallen irische Steuern an.
Amazon ist immer mehr nur noch Verkaufsplattform mit Billigware aus China, ohne Sicherheitskontrollen und Schutz vor Plagiaten. S. Link: https://youtu.be/2ShAmarQMOk?feature=shared
Ich finde den Preisvergleich inzwischen gar nicht mehr möglich, weil 70% der angezeigten Artikel ohnehin „gesponsert“ sind.
Viele kleine Händler sind gezwungen, bei Amazon zu verkaufen, weil sie sonst nicht konkurrenzfähig sind. Selbst wenn die Preise auf der eigenen Webseite günstiger wären. Natürlich ist der Anteil, der an Amazon als Plattform geht, aber hoch.
[/quote]

Umwelt: Amazon und Jeff Bezos sind international im Lobbyismus gegen Klimaschutzgesetzgebung aktiv (Amazon's lobbying satellites orbit EU policy-makers | Corporate Europe Observatory).
Die Plattform ist in vergangenen Jahren immer wieder dadurch aufgefallen, dass sie illegale Pestizide verkauft haben.
Sie betreiben ziemlich offensiv greenwashing (Beispiel: Amazon Is Drastically Undercounting Its Carbon Footprint).
Auch der super-schnelle Versand kommt mit besonderen Kosten für die Umwelt. Hier ein Artikel, der sich auf den US Markt bezieht, funktioniert bei uns aber auch nicht anders: Amazon: environmental destruction at its Prime - The Boar

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Weil man sie lässt.

Wie meinst du das?

Seit ich den vor einiger Zeit entdeckt habe, kaufe ich auch aus Deutschland sehr gerne dort ein. In Verbindung mit dem Blog stellt sich ein sehr familiäres Gefühl ein.

Softwareseitig haben Google, Apple und Amazon den Markt im Griff. Auch die NVidia-Box setzt auf android-TV.
Höchstens ein Samsung-TV mit Tizen wäre vielleicht eine Alternative. Wer gerne frickelt kann auch einen Blick auf das Linux-basierte Kodi werfen.

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Gerade für MS Office Produkte existieren aber hervorragende Alternativen, die sogar aus Europa stammen wie z.B. Onlyoffice. Da können die Clients für Desktop und Smartphone aktuell sogar noch kostenlos genutzt werden. Die stehen im Funktionsumfang, was die normale Textbearbeitung und Tabellenkalkulation betrifft, den MS Office-Produkten in nichts nach. Lediglich wenn man die Cloud- und Kollaborationsfunktionen nutzen möchte, wird man zur Kasse gebeten. Zu fairen Konditionen.
Sogar PDF-Dateien lassen sich mit OnlyOffice bearbeiten. Eine Funktion, die sich bei Adobe erst teuer freischalten lassen muss.

Auch im Bereich der Betriebssysteme gibt es immer bessere und handlichere Alternativen bei den Linuxdistributionen.

Wenn man aber seit 30 Jahren mit Windows und den MS Office Produkten aufgewachsen ist, hat der normale Enduser am Ende halt leider kaum Motivation auf eine Alternative zu wechseln bzw. ist die Kenntnis über diese Alterntiven vlt. auch gar nicht vorhanden. Vielleicht ändert sich das ja mal in naher Zukunft auf Grund der sich ändernden transatlantischen Beziehungen.

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