Hörenswert:
Halte ich für eine reine Schutzbehauptung der Überreichen. Ich kann innerhalb von 10 Minuten mein Vermögen +/- 10% genau festlegen. Und das dürfte auch für 90% aller anderen gelten. Kann man bei der Steuererklärung mit abfragen. Die wird ja jetzt auch schon geprüft.
Und diejenigen, bei denen das nicht so einfach ist, die beschäftigen jetzt schon Steuerberater und Anwälte. Die machen dann halt was anderes. Wichtig ist im Grunde nur, dass die Wahrscheinlichkeit einer Prüfung mit dem angegebenen Vermögen zunimmt.
Das mag stimmen, ist aber im Grunde politischer Defätismus und auf jeden politischen Bereich anzuwenden. Ich traue der Regierung auch keine sinnvollen Schritte gegen den Klimawandel zu, trotzdem will ich, dass sie welche unternimmt.
Wenn du auch den darauf folgenden Satz gelesen und zitiert hättest, wäre es weder lächerlich noch absurd.
Wohngeld ist zweckgebunden, die Höhe orientiert sich an Einkommen, Personenzahl und Wohnkosten. Der Empfänger von Wohngeld leistet keine Transferzahlung, sondern erhält Transfer (Wohngeld). Das Geld reicht er aber durch, um Wohnen zu bezahlen. Die Transferleistung kommt somit Vermietern zugute, die grundsätzlich höhere Mieten für alle durchsetzen können, weil die Nachfrageseite gestärkt wird.
Daraus ergeben sich zwei Punkte:
- Wer finanziert das Wohngeld? Die Geringverdiener zahlen wenig Steuern. Gutverdiener zahlen deutlich mehr Steuern. Folglich wird die Transferleistung „Wohngeld“ deutlich stärker durch Gutverdiener als durch Geringverdiener finanziert. Es erfolgt somit ein Transfer von Gutverdienern zu Vermietern.
- Durch die stärkere Finanzkraft der Nachfrager steigen die Wohnkosten für alle. Die Geringverdiener zahlen mit ihrem Einkommen plus Wohngeld. Die Gutverdiener zahlen nur mit ihrem Einkommen, weil sie - wie du richtig erkennst - kein Wohngeld erhalten. Dadurch findet neben dem Wohngeld aus Steuern ein weiterer Vermögenstransfer von Gutverdienern zu Vermietern statt.
Am Rande: ich habe selbst nochmal nachgeschaut und man kann auch bei 3.500 netto je nach Konstellation ein (sehr geringes) Wohngeld erhalten. Z.B. Vierpersonenhaushalt in einer teureren Stadt. Nachzurechnen (nach noch geltender Regelung) hier: BMWSB Wohngeldrechner - BMWSB
Edit: @tacuissem hat es ja bereits erklärt, mein Beitrag hin lang in der Warteschleife zur Freigabe.
Man könnte ja mit den Vermögenszuwächsen, die eh schon deklariert werden müssen und super einfach festzustellen sind (Mieteinnahmen und Kapitalerträge), wie in meinem Beitrag angedeutet, anfangen. Die Komplexität bei Firmen, Häusern, Kunst etc. ist sicher hoch, aber daher würde ich sagen: Warum nicht starten mit dem was unmittelbar geht & parallel anfangen für den Rest Lösungen auszuarbeiten.
Das stimmt sicherlich, es ist aber naheliegend, dass das die 90% sind, bei denen es mehr oder weniger egal ist, da die kein signifikantes/vielseitiges Vermögen haben.
Ja, das erklären immer die, die Vermögen haben. Die wissen bestimmt auch wie hoch ihr Networth ist… alles von Wert kann geschätzt werden und ist wahrscheinlich auch entsprechend versichert. Weiß nicht, wieso man das Argument gelten lässt.
Das ist ein Argument DAFÜR es so zu machen. Nicht dagegen ![]()
Ich glaube das war kein Widerspruch keine eine Vermögenssteuer anzustreben, sondern gegen deine Darstellung, dass eine Vermögenssteuer total easy zu erheben wäre. Für all die Fälle, in denen sie uninteressant ist, geht das super einfach (wobei 40 Millionen Haushalte * 10 Minuten Arbeitsaufwand pro Haushalt = 6,7 Millionen Stunden Arbeitsaufwand auch nicht super wenig sind). Bei den übrigen wird es dagegen eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Juristen sein.
Ich bin daher bei der Vermögenssteuer zwiegespalten.
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