Ich mache hier mal zu.
Finde die Ursprungsdiskussion relativ faktenfrei und schwierig.
Wäre froh um jedes Kind, das gerettet wird.
Aber die notwendigen Schritte wären doch wohl eher Stopp der Waffenlieferung und mehr Druck auf die israelische Regierung.
Wow, jetzt wird’s einfach nur abstrus. Halte dich doch bitte künftig mit weiteren Ad-hominem-Unterstellungen dieser Art einfach zurück. Danke!
Es ging darum, zu zeigen, dass normverletztende Sanktionen nicht der Erosion, sondern vielmehr der Aufrechterhaltung einer Norm dienen können. Du hast das Gegenteil behauptet (s. o.).
Des Weiteren kann man zwischen kodifizierten Normen, also in Gesetzen repräsentierten Rechtsnormen, und informellen gesellschaftlichen Normen unterscheiden. Beide haben ihre Berechtigung und bloß weil es zum einen oder anderen kein Gesetz gibt, heißt das nicht, dass gesellschaftliche Normen nicht auch ihre Berechtigung hätten. So gibt es kein Gesetz, das das ständige Rülpsen und Pupsen beim gemeinsamen Essen verbietet. Trotzdem stellt es eine Normverletzung dar, die mithin auch sanktioniert werden kann. Die Person muss dann eben alleine essen.
Man kann aber auch für weitergehende öffentliche Normverletzungen im Bereich der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit gleich die Person wegen Beleidigung oder Volksverhetzung anzeigen. Die Legislative hat diese Tatbestände ins Gesetz geschrieben, die Judikative kann darüber urteilen. Dies nur, weil dir ja anscheinend an einem „in einem rechtstaatlichen Verfahren vollstreckungsfähig festgestellten Verstoß gegen ein […] Gesetz“ so gelegen ist.
Dass das automatisch passiert, hat niemand behauptet. Es kann sich aber positiv auswirken, da diese Menschen jüdischen Glaubens als helfend und unterstützend von den Kindern erlebt werden. Es ist ein direkter, wiederholter und längerfristiger Kontakt, so wie beim West-Eastern Divan Orchestra.
Dass israelfeindliche bzw. antisemitische Syrer ihre Einstellung in aller Regel nicht ändern, ist auch klar. Denn wo kommen die denn hierzulande intensiv mit Juden in Kontakt? Die jüdischen Gemeinden zählen, legt man die Mitgliederstatistik der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zugrunde, weniger als 100.000 Gläubige. Nehmen wir von mir aus das Doppelte. Da ist ein - dann auch noch intensiver - Kontakt (so wie bei den Kindern) ziemlich unwahrscheinlich.
„Der Fall Nour A. aus Frankreich“ ist als solcher ein Einzelfall. Daraus kann man - für sich genommen - nichts ableiten (anekdotische Evidenz).