Akzeptanz der Maßnahmen

Ich wüsste gerne wie die einhellige Meinung zu den aktuell neu beschlossenen Maßnahmen ist?

Ich persönlich habe 2 Jahre unter viel persönlichem und familiären Leiden wirklich alles mit gemacht und alle die ich kenne sind auch geboostert oder sehr bald dran. Nun werden langsam wieder die Daumenschrauben für Geimpfte angezogen aber ohne wirkliche Verhältnismäßigkeit.

Man soll sich mal wieder zu den Feiertagen nicht treffen aber demokratiefeindliche Demonstrationen finden statt?

Bars und Diskos müssen komplett schließen aber Gottesdienste dürfen locker mit 3G weitermachen?

Meine Akzeptanz ist gerade leider am Fallen. Man kann finde ich Geimpfte nur in Verbindung mit einer allgemeinen Impfpflicht weiter massiv einschränken. Außerdem müssen diese Infektions-Demos endlich rabiat unterbunden werden. Vielleicht hilft es ja unseren Polizisten zu sagen es wären linke Demos.

Ich bin wirklich am Ende und richtig wütend, weil es eigentlich keine Probleme mehr geben dürfte. Solange unsere Pandemietreiber die Ungeimpften nicht konsequent durch eine Impfpflicht in Verantwortung genommen werden sind alle Maßnahmen für vernünftige geimpfte Menschen sehr schwer vermittelbar.

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So eine niveaulose Antwort wollte ich nicht provozieren sondern eigentlich nachfühlen, ob es anderen vernünftigen Menschen so geht wie mir.

Wieso dürfte es keine Probleme mehr geben? Weil das Heilsversprechen „Impfen“ gegeben wurde?
Pech gehabt, der dämliche Virus mutiert und die Wirksamkeit der Impfung lässt nach. Konnte man ja nicht ahnen. Und das was vor einem Jahr geholfen hat hätte auch diesmal geholfen, nämlich Kontakte minimieren, Masken tragen, Grossveranstaltungen meiden oder stoppen. Hat man aber wieder zu spät erwogen, weil es die Wirtschaft belasten würde.

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Es gibt wahrscheinlich keine einhellige Meinung.

Zumindest teile ich nicht die von Dir geäußerte Meinung.

Nach meinem Eindruck / Kenntnisstand stehen wir eben noch nicht vor dem Ende der Pandemie / dem Übergang zum endemischen Zustand. Und Omikron (Faktor 18 mehr ansteckend als die schon ziemlich ansteckende Delta-Variante) ist ein Game-Change - leider in die falsche Richtung.

Angesichts der sehr hohen Infektiösität auch für Geimpfte und dem hohen Risiko der Überforderung der Intensivstationen sowie massenhafter krankheitsbedingter Ausfälle bei der kritischen Infrastruktur (Feuerwehr, Polizei, u.v.m.) betrachte ich die neuen - von mir durchaus als noch maßvoll empfundenen - Kontaktbeschränkungen, die weit hinter dem zurück bleiben, was die Wissenschaft und das RKI empfiehlt, als verhältnismäßig.

In diesem Punk stimme ich mit Dir überein. Wobei ich nicht die Schließung von Bars und Clubs kritisiere, sondern die Öffnung von Gottesdienste.

Auch in diesem Punk stimme ich mit Dir überein.

So sehr mir die Parolen und Fake-Argumente gegen Corona-Maßnahmen und Impfpflicht auf den Zeiger gehen, so wenig möchte ich sehen, dass die Politik / der Staat die Demonstrationsfreiheit einschränkt, nur weil man mit den Parolen der Demonstranten nicht übereinstimmt.

Zumindest aus der Perspektive von hier in Hamburg (wo sich verhältnismäßg viele Demonstranten und nur sehr wenig Gegendemonstranten finden) kann ich nicht erkennen, dass die Teilnehmer massenhaft gegen Auflagen verstoßen oder (bis auf Ausnahmen) sich aggressiv gegen Mitbürger oder Polizei auftreten.

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Ich muss sagen, dass ich mir das tagesaktuelle Geschehen und Berichterstattung (Lage ausgeschlossen) schon lange nicht mehr antue. Damit lebe ich wesentlich gesünder. Ich habe genug damit zu tun die Wogen bezüglich der Impfdiskussion zu glätten wobei wir eine Person komplett verloren haben (Weltanschauungstechnisch).

Das mit den Gottesdiensten sehe ich genauso. Aber ich war im Spätsommer in einem rappelvollen Club. Da gabs kein Corona mehr, nix Maske, nix Abstand, Kontrollen so lala. Von daher kann ich den Move gut nachvollziehen. Mit der Religionsfreiheit legst Dich halt nicht so einfach an.

Ich kann Dir nur raten, das mit so viel Abstand wie nur möglich zu betrachten, ansonsten machts Dich nur kaputt. Wenn Dein Job von Maßnahmen betroffen ist, hast Du allen Grund sauer zu sein, es wird Dir nur leider nichts helfen. Ist jetzt nicht blöd gemeint oder so, aber such Dir ein schönes, möglichst günstiges Hobby. Sprache lernen vielleicht oder programmieren, Mathe mit Youtube mal wieder auffrischen kann auch cool sein.

Viel Erfolg und Stabilität weiterhin

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Geht mir ähnlich. Die Beschränkungen wären durch eine höhere Impfquote vermeidbar gewesen und gleichzeitig realistisch gesehen vermutlich unvermeidbar. Es war schon im Sommer abzusehen, dass die Impfquote nicht ausreicht aber fast niemanden hat es interessiert. Eine Impfpflicht wäre da auch noch nicht mehrheitsfähig gewesen, weil das unrealistische Versprechen „Nie wieder Lockdown“ noch geglaubt wurde. Dass hätte man von Anfang an richtig kommunizieren sollen. „Entweder fast alle impfen sich oder es gibt Beschränkungen“, wäre ehrlicher gewesen.

Stattdessen wurde, wie so oft in dieser Pandemie einfach nur gehofft. Das genug Leute sich impfen lassen, dass das Virus nicht nochmal mutiert und dass dieser Winter bestimmt anders wird als der vorherige. Wie so oft war die Hoffnung unbegründet.

Ich habe nicht mal mehr Kraft dazu wütend zu sein. Ich verlege mich auch aufs hoffen. Ich hoffe, dass ich mich als Geimpfter zumindest mit ein paar Freunden in den kommenden Ferien treffen kann. Was bleibt sonst noch übrig…

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Mhh.

Aus deinem Post höre ich so ein bisschen raus, dass du von einer der beschlossen Regeln jetzt besonders hart betroffen bist und genervt, weil du ansonsten so ziemlich (mit-)gemacht hast, was an Maßnahmen vorgegeben bzw. vorgeschlagen wurden.

Ich würde dazu sagen, dass wir wohl alle die eine oder andere Maßnahme haben, die uns besonders hart trifft. Ich hatte bisher ziemliches Glück und bin meistens kaum betroffen bzw. kann mich den Regeln leicht anpassen.

Letztes Jahr an Weihnachten hat es aber auch mich mal erwischt. Die Kontaktbeschränkungen hätten dazu geführt, dass eine Person meiner Kernfamilie nicht an Heiligabend hätte mitfeiern können, nämlich ich.

Also haben wir diese Regel in diesem Fall ignoriert.

Ich bin da nicht unbedingt stolz drauf, hab aber auch keine großen Gewissensbisse. Hauptsächlich weil ich mich ansonsten an die Regeln und auch die meisten Empfehlungen halte.
Ich glaube wichtig ist vor allem, dass der gelegentliche Frust nicht dazu führt das irgendwann der Damm bricht, wir auf Telegramm irgendwelchen Schwurblern folgen und Impfungen ablehnen.

Ich hoffe, dass war ein einigermaßen sinnvoller Beitrag.

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Es sind extrem viele Nadelstiche, angefangen dabei, dass meine Frau komplett allein die Ausschabung und alle Gespräche nach der Fehlgeburt durchstehen musste bis hin zu all den verpassten Feiertagen und Geburtstagen meiner Neffen und Nichte. Wenn man dann noch von Schwurblern oder weniger vernünftigen Menschen hören muss dass man selbst Schuld sei sich an alles zu halten undies eh Mirjams kontrolliert ist das Maß voll.

Bei aller erhöhten Infektiösität von Omikron ist es doch trotzdem Fakt, dass Ungeimpfte die Intensivstationen verstopfen und für die Toten wegen ausfallender Behandlungen verantwortlich sind. Wären alle geimpft oder besser noch geboostert gäbe es kaum schwere Fälle und weniger Mutationen weil Geimpfte immer noch weniger ansteckend sind. Und deswegen muss eine Impfpflicht her damit in der Zukunft die Vernünftigen nicht mehr wegen dieser Wissenschaftsleugnenden Egoisten leiden müssen.

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Ich bin für das Feedback insgesamt sehr dankbar, deswegen habe ich meine Empfindungen hier geteilt. Ich schätze dieses Forum sehr und es ist mir eine Stütze während all der politischen Pleiten und der Pandemie.

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Das war aber von Beginn an sehr unwahrscheinlich. Es gibt immer Menschen die ausscheren. Klar nervt das,kann ich gut verstehen, mir geht es ähnlich.

Man muss aber auch sagen dass die Politik uns immer weismachen wollte, dass mit einer doppelten, nur dreifachen, demnächst wer weiss wieviel fachen Impfung wir wieder alles tun könnten. Aber dies ist nicht der Fall, denn sonst gäbe es keinen Grund Clubs, in denen 2G Regeln herrschen, zuzumachen.

Abstandsregeln, Masken und Kontaktbeschränkungen wären weiterhin wichtig gewesen. Wollte man aber nicht, man wollte sein altes Leben zurück, und das asap. Tja, da sind wir nun.

Die Hoffnung die bleibt, ist, dass Omikron zwar extrem ansteckend ist, aber vielleicht nicht so tödlich.

Hier hast du zwar einen Punkt aber vergisst, dass Deutschland keine isolierte Insel ist. Wir werden lernen müssen mit Corona und Mutationen zu Leben, da es total illusorisch ist, dass die ganze Welt geimpft wird oder alternativ das Reisen komplett verboten wird.

Trotzdem stimme ich dir zu und spreche mich auch für eine Impfpflicht und starke Restriktionen für Leute die sich aus nicht medizinischen Gründen der Impfung verweigern.

Wie wärs mit einem Ein bzw. Aureiseverbot für ungeimpfte?

Ich hoffte schon, dass Delta ausreicht um die Durchseuchung der nicht geimpften Bevölkerung zu erreichen, war aber nicht so. Vielleicht klappt es dann mit Omikron. Einziger Punkt ist, wie man die Kliniken entlasten kann….

Vielleicht drehe ich mich jetzt mal wie ein Fähnchen im Wind und stelle die Antiforderung auf. Alle Kontaktbeschränkungen aufheben. Die Bevölkerung mehr eigenverantwortlich handeln lassen. Schutz der verletzlichen durch strenge Zugangskontrolle zu Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, usw…

Das ist ja in etwa das, was im Vereinigten Königreich seit dem freedom day läuft. Die Folgen sind katastrophal, die Regierung muss panisch gegensteuern, weil der Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung und der kritischen Infrastrukturen droht.

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Das halte ich für fatal weil es definitiv Unschuldige trifft. Menschen die dich an alles gehalten haben und geboostert sind und dann aber mit Schlaganfall oder Herzinfarkt sterben, weil die Intensivbetten von ungeimpften Egoisten belegt werden.

Mir geht es explizit darum, dass diese Menschen endlich konsequent in die Pflicht genommen werden. Ich erwarte auch endlich klare Kante gegen Schwurbler wie Kubicki der für Koch untragbar als Bundestagsvizepräsident ist.

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Ich weiss auch nicht, ich bin geboostert und die ganze Family mit mir, ich wollte jetzt eigentlich kurz vor Omikron wieder in den normal Mode umschalten, weil wir haben uns zwei Jahre an alles gehalten, sitz seit zwei Jahren im Home Office etc aber mit Omikron wart ich jetzt lieber nochmal ab, ich meine die einfachsten Sachen, FFP2 Maske, Abstand, und Hygiene schadet niemanden und mach ich weiter…
Das ich im nächsten Jahr aber weiterhin nicht ins Kino, nicht Sauna, nicht Fitnessstudio usw gehe sehe ich langsam nimmer ein, lieber die vierte Booster Impfung aber dafür mal zuindest wieder das grundsätzlichste Leben, ich komme leider aus einer Hochburg der Ungeimpften = Landkreis Miesbach, die hinterwäldler Impfgegner lassen grüßen…

Hier warum ich das halt auch nicht brauch:

Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Mir geht es wahnsinnig auf die nerven, dass wir nicht endlich die Impfpflicht einführen. Jedoch muss ich mich vorigen anschließen, die sagen dass man nun mal nichts dran ändern kann dass Corona mutiert und die Erwartungen gebrochen werden - c’est la vie

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So wie ich es allerdings verstanden habe wird eine Mutation durch hohe Infektionsraten stark befeuert. Das würde bedeutet dass Ungeimpfte auf Grund der höheren Infektiösität such Mutationen befördern.

Man kann ungefähr abschätzen, wie die Lage in Deutschland bei gleichen Maßnahmen wäre, wenn wir eine top-Impfquote hätten.

Die Top-Impfquote würde ich mal bei 90% ansetzen. Das ist knapp über dem Niveau von Portugal und es gibt kein großes Land, das viel mehr geschafft hat.

Die Impfquote in Deutschland nehme ich mal mit 70% an [2].

Die Entwicklung der letzten Wochen hat immer noch Delta bestimmt. Das RKI gibt für eine doppelte Impfung an, dass das Risiko eines schweren Verlaufs um 90% reduziert wird [1].

Diese Angaben kann man jetzt man mal mit den Krankenhaus-Belegungen vergleichen. Da gibt es Zahlen aus einem Fokus-Bericht [3] für KW44-48. Hier muss man ein bisschen mit der Aussagekraft aufpassen, aber was Besseres finde ich auf die Schnelle nicht. Demnach sind in dem Zeitraum etwa 1800 Menschen auf die Intensivstationen gekommen. Davon ca. 1200 Ungeimpfte und 600 Geimpfte.

Der Anteil Ungeimpfte zu Geimpfte zu in der Bevölkerung liegt also bei ca. 30:70. Auf den Intensivstationen liegen aber doppelt so viele Ungeimpfte, wie Geimpfte. Unter der starken Vereinfachung, dass beide Gruppen repräsentativ sind (was allein schon wegen der Gruppe der Kinder nicht stimmt), dann würde aus diesen Zahlen folgen, dass die Impfung die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf um ca. 80% reduziert. Das finde ich schon extrem beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die Impfung ja auch bei vielen schon nachgelassen hat.

Rechnet man mal mit diesen 80% statt den 90% vom RKI und nimmt an, dass wir die Impfquote von 70% auf 90% steigern würden (was eine grandiose Leistung wäre), dann heißt das, von den 1200 ungeimpften Intensivpatienten wären jetzt 2/3 geimpft und 80% dieser 2/3 wären nicht auf die Intensivstation gekommen. Das wären 640 Leute. Sprich: wir hätten etwa 1/3 weniger Leute wegen Corona auf der Intensivstation.

Mit all ihren Schwächen zeigt die Rechnung eins:

eine höhere Impfquote würde unsere Intensivstationen deutlich entlasten!

Sie würde uns sicher ein entspannteres Weihnachten ermöglichen. Einschneidende Maßnahmen bräuchten wir aber trotzdem. Nicht zuletzt, um uns Luft für Omikron zu verschaffen.

Das zeigt z.B. Portugal ganz gut. Die sind etwa bei 90% Impfquote. Die Zahlen steigen aber, weil sich Omikron bereits ausgebreitet hat. Vielleicht gerade, weil sie hier dank hoher Impfqoute nicht so scharfe Maßnahmen brauchten und entsprechende Ausbreitungswege „frei gemacht“ haben.

Es ist also kompliziert. Es heißt definitiv NICHT, dass Impfen nichts bringt. Im Gegenteil: das Impfen ist derjenige Baustein, der am einfachsten, kostengünstigsten und wirksamsten ist. Es zeigt aber, dass schon mit Delta, spätestens aber mit Omikron weitere Bausteine gebraucht werden. Das könnte z.B. „Flatten the curve“ bis zum Sommer und / oder der Zulassung eines Omikron-spezifischen Impfstoffes sein.

[1] RKI - Impfen - Wirksamkeit (Stand: 18.3.2022)
[2] RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Digitales Impfquotenmonitoring zur COVID-19-Impfung
[3] Intensivstationen so voll wie nie: Geimpft, ungeimpft, wie alt? Alle Zahlen - FOCUS Online

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Aber Mutationen gibt es überall. Diese jetzt speziell den Ungeimpften in Deutschland in Rechnung zu stellen, finde ich überzogen. Und mir ist auch nicht klar, ob ein geimpfter immunschwacher (krebs, medikamente…) Mensch nicht vielleicht ein besserer Nährboden für Mutationen als ein ungeimpfter immunschwacher Mensch ist, weil der Arme einfach stirbt, während der Geimpfte lange mit dem Virus kämpfen könnte.
Ich schätze, niemand weiß das.

Wenn ich das aus dem Coronavirus Update Podcast halbwegs richtig mitgenommen habe, dann sind bei den Mutationen schon tendenziell die Ungeimpften das Problem. Allerdings weniger die 30% Freiwilligen in Deutschland sondern eher die 90% Unfreiwilligen z.B. in weiten Teilen Afrikas.