AfD-Wähler

Hinweis: In der Reportage wurden Landtagswahlenthaltung und Bundestagswahlergebnis der AgD miteinander vermischt, s. hier.

@Flixbus

Du schreibst doch selbst, dass bestimmte Akteure an der Normalisierung der gesichert rechtsextremen AgD mitwirken.

Das wirst du nicht unterbinden können.

Nolens volens hast du also einen weiteren Grund geliefert, warum an einem Parteiverbot kein Weg vorbeiführt.

Klein’ Fritzchen wünscht sich ein Matchboxauto (‘Remigration’) und bekommt stattdessen einen Teddybär (Sozialreformen usw. - you name it). Das wird nicht funktionieren. Und erpressen lassen darf man sich von Rechtsextremen selbstverständlich auch nicht.

Die Begründung ist denkbar einfach, so simpel, dass ich mir verkniffen habe, das noch eigens auszuführen.

Es geht um die Schwächung der Wahlergebnisse der AgD (vgl. die Überschrift, in der von “Abhilfe” für die “Stärke der AfD” die Rede ist).

Das AgD-Wahlergebnis ist eine rein quantitative Größe. Es ist die Größe, auf die es hier also ankommt - unabhängig von persönlichen Befindlichkeiten oder anekdotischer Evidenz.

“Wahlmotive” sind ja nur relevant, wenn sie sich in Wahlverhalten ummünzen, was dann wiederum aufs Wahlergebnis hinausläuft (s. o.).

Am Ende der Kette steht also immer eine quantitative Größe.

Es reicht dafür eben nicht aus, individuelle Motivlagen zu erfragen, sondern man muss diese quantitativ bündeln, um wiederum ermessen zu können, ob und wie bei deren Zugrundelegung die Stärke der rechtsextremen AgD verringert werden kann und, falls ja, in welchem Umfang.

Ohne Klassifizierung und Quantifizierung geht es also nicht.

Und wenn man die gesichert rechtsextreme AgD substanziell schwächen will, muss man - ausgehend von quantitativer empirischer Evidenz - plausibel herleiten können, welche Veränderungen welche Effekte auf die quantitative Größe Wahlverhalten haben.

Man braucht also zwangsläufig so genannte Prädiktoren, also statistische Variablen, die eine Vorhersage ermöglichen.

Anders ist das einfach nicht zu bewerkstelligen.

Hilf’ mir doch bitte beim Verständnis, warum du diesen Thread gestartet hast, wenn es dir nicht darum geht, die AgD zu schwächen, obwohl das schon in der von dir gewählten Überschrift Programm zu sein scheint.

Wenn es aber darum geht, dass weniger Leute AgD wählen, dann kommst du um eine psychologisch-sozialwissenschaftliche Analyse der AgD-Wähler nicht drumrum. Und dazu gehört dann zwangsläufig auch das Analysieren der “Motive von AfD-Wählern”.

Wie sollte es auch anders sein?

Umgekehrt würde ich dir erwidern, dass dein Kling-Zitat nichts zur Klärung der Frage, wie man die AgD kleinkriegt, beiträgt.

Denn es geht doch gar nicht um die Frage, ob man Umwelt-/Klimaschutz macht, sondern ob die - speziell von dir angedachten - Reformen zu einer Verringerung der AgD-Wählerschaft führen würden, was ich aus vielen bereits ausgeführten Gründen bestreite.

Wenn es dir aber stattdessen darum geht, Reformen vorzuschlagen, um das Land voranzubringen, dann kannst du es doch auch gleich so formulieren. Dann könnte der Thread bspw. mit “Reformen für ein zukunftsfähiges Deutschland” betitelt sein.

Wenn du jedoch auf die Schwächung der AgD abzielst, musst du empirisch schlüssig begründen, was die von dir gewünschten Veränderungen zu einer Verschlechterung von deren Wahlergebnissen beitragen. Womit wir dann wieder beim oben schon Ausgeführten wären.

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