Das ist aber mit dem Begriff nicht gemeint. Wenn bspw. der AfD-Landrat in Sonneberg „entzaubert“ wird, wählen die Leute danach ja nicht demokratisch, sondern entweder einen anderen AfDler oder jemanden aus einer noch extremeren Partei. Wie man in den USA dann auch nicht auf halbwegs vernünftige Kandidaten setzt, sondern einfach den nächsten Extremisten nimmt.
So mal eben baut man keine Ersatzpartei auf, aber die ganzen Fragen zum Verbotsverfahren sind im Forum auch rauf und runter diskutiert.
Immer eine Frage von Maßstab und Perspektive. Aus Sicht von Leuten, die „Lösungen“ wollen, die im Rahmen von Demokratie und Rechtsstaat nicht erlaubt sind, kann es ja nicht anders sein, solange keine Rechtsextremisten regieren.
Tja. Für viele Menschen gibt es in vielen Bereichen nicht das genau passende Angebot. Das macht eine extremistische Alternative nicht zu einer Option. Klimaschützer nehmen seit über 3 Dekaden hin, dass Demokratie ihr begründetes und berechtigtes Anliegeb nicht lösen wird und wählen trotzdem keine Extremisten. Warum ist das von rechten immer zu viel verlangt, einfach diesen Mindestanstand einzuhalten, warum wird so oft die Legende gekauft und verbreitet, sie seien ja durch die Umständen quasi zum Rechtsextremismus getrieben worden?
Die angeblich so entscheidende Migrationspolitik hat sich im fast gesamten demokratischen Spektrum soweit nach rechts verschoben, dass selbst die Grünen mit der AfD von 2014/15 vermutlich in dem Punkt koalieren könnten. Hat keine AfD-Wähler überzeugt. In den letzten 10 Jahren gab es über Bundesländer verteilt sehr verschiedene Koalitionen, Kommunikationsstile und Führungspersonen. Auf unterschiedlichem, aber bis zurück in die 30er Jahre deprimierend stabilem Niveau überall ähnliche Entwicklungen. Weil die Autoren des GG ihre Mitbürger ganz realistisch gesehen haben, haben sie genau für diese Lage ein Verfahren entwickelt. Sie haben nur nicht geglaubt, dass die Demokraten zu lasch sein könnten, das dann auch zu nutzen.
Nö. Nur ihre Wahlentscheidung.