Auch oder gerade Zeit ist ein Gerechtigkeitsthema.
Lesevorschlag für Interessierte:
Auch oder gerade Zeit ist ein Gerechtigkeitsthema.
Lesevorschlag für Interessierte:
Das ist ein spannendes Thema.
Die Zeit ist meiner Ansicht nach etwas, was über alle Menschen absolut gleich verteilt ist. Jeder hat 24h am Tag Zeit. Es gibt keine Möglichkeit sich Zeit “zu kaufen”.
Also im Gegensatz z.B. zu Vermögen/Geld hat jede Mensch gleich viel Zeit.
Selbstverständlich kann man sich Zeit kaufen, wenn man andere mit Tätigkeiten beauftragt, die man dann nicht selbst durchführen muss.
Gerade kommt eine Neuverfilmung von Momo ins Kino, was auch gut zum Thema passt.
Ich empfehle, sich die Zeit zu nehmen und mal wieder das Buch zu lesen.
Was sagst du dann zu den im Artikel genannten Unterschieden?
Wer wenig Geld hat, verliert oft auch mehr Zeit. Prekäre Jobs etwa bedeuten nicht nur geringe Einkommen, sondern bringen häufig auch Schicht- und Nachtarbeit, unbezahlte Überstunden und fehlende Planbarkeit mit sich. Wer hingegen über finanzielle Ressourcen verfügt, kann sich Zeit erkaufen, zum Beispiel über einen Babysitter, eine Haushaltshilfe oder das Auto, das den Arbeitsweg verkürzt. (Aus dem oben verlinkten Text)
Außerdem sterben Leute mit geringen Einkommen früher als Personen mit großem Vermögen. Also Zeit ist ebenfalls ein Gut das stark vom Vermögen abhängig ist. Ganz von Qualität zu schweigen, mit der die “Freizeit” verbracht werden kann.
Da stellt sich die Frage, was ist wertvolle Zeit. Müsste man dann nicht Sozial-Media und Handy-Games verbieten um die Leute vor Zeitverschwendung zu schützen?
Wertvolle Zeit, ist Zeit die ich mit dem verbringen kann was mir Spaß macht und vor allem auch sorgenfreie Zeit. Habe ich ständig Sorge davor meinen Job oder meine Wohnung zu verlieren, habe ich Angst davor Briefe zu öffnen, weil es wieder eine Mahnung sein kann/wird. Muss ich Zuhause sitzen, weil ich mir ausgehen einfach nicht leisten kann…
Wenn ich Spaß an Social Media habe und den ganzen Tag am Handy sitze ist das doch vollkommen okay.
Und wenn ich zu wenig Geld hab für Kino, aber Doom-Scrolling völlig ok finde?
Mir fehlt der Ansatz für gesellschaftliches/staatliches Handeln in einem so subjektiven System irgendwas sinnvolles zu machen (ohne etwas bürokratische/formalisierte Hölle zu schaffen).
Es ging mir rein um die Aussage daß man sich Zeit nicht kaufen kann, was ganz klar falsch ist.
Ich wollte in die gleiche Richtung fragen: Was werden hier konrekt für Lösungen vorgeschlagen? Das was ihr schreibt, mag ja alles korrekt sein… und jetzt? Geht es über monetäre Umverteilung hinaus?
Die Zeitpräferenz der Menschen wird immer höher, dh Sie bevorzugen es in der Gegenwart zu konsumieren anstatt in der Zukunft. Auf der anderen Seite wird sparen sowieso verteufelt und soll angeblich der Tot des Wirtschaftsystems sein… Was ist jetzt eurer Meinung nach die Lösung?
„Alle Tage sind gleich lang jedoch unterschiedlich breit“