Wenn ich mir die Beschreibung der beiden Typen anschaue, dann ist der Bremser eigentlich auch ein persönlicher Betroffener, nur dass er sein wahres Problem nicht offenbart. Das ist im allgemeinen schwer herauszufinden. Allerdings kann man die Motivation, seine eigentlichen Beweggründe zu verschleiern, prinzipiell reduzieren. Häufig ist diese Motivation nämlich dadurch getrieben, dass die eigentlichen Beweggründe nicht ernst genommen werden, wenn sie eher emotional und nicht rational sind. Dazu gibt es schon den u.g. Thread. Wir leisten uns als Gesellschaft eine Menge Scheindiskussionen über rationale Ersatz-Argumente, weil wir emotionalen Argumenten zu wenig Gewicht einräumen. Beispiel Tempolimit.
Natürlich gibt es dann immer noch „Bremser“ die eine rationale, aber tendenziell egoistische Motivation haben, die sie nicht offenbaren wollen. Auch da würde es natürlich helfen, wenn wir auf Egoismus weniger moralisch reagieren, sondern eher herausstellen, warum die Sorge ggf. unbegründet ist.
In Summe wird man Bremser also kaum zweifelsfrei identifizieren. Aber man kann die Motivation zum Bremsen reduzieren, indem man eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre schafft, in der schnell deutlich wird, dass sowohl emotionale als auch egoistische Beweggründe ernst genommen werden, solange beide an einer ehrlichen, konstruktiven Diskussion interessiert sind.