Warum steht dein Name eigentlich draußen am Haus?

Was ist persönlicher: dein Name oder deine Adresse?

Der Name?
Die Adresse?
Die konkrete Wohnung?

Vielleicht liegt die spannendere Antwort gar nicht in einem dieser Punkte allein.

Sondern in ihrer Verbindung.

Wer. Wo.

Wir schützen persönliche Informationen heute mit Passwörtern, Einwilligungen und Zugriffsbeschränkungen. Gleichzeitig ist es an vielen Hauseingängen vollkommen selbstverständlich, dass der Name eines Menschen dauerhaft genau dort sichtbar ist, wo er lebt.

Das ist so alltäglich, dass man kaum noch darüber nachdenkt.

Aber warum ist diese Verbindung eigentlich notwendig?

Für Zustellung und Orientierung muss eine Sendung am Ende bei der richtigen Wohneinheit ankommen. Daraus ergibt sich eine überraschend einfache Frage:

Braucht Zustellung wirklich den öffentlich sichtbaren Namen oder braucht sie eigentlich nur eine eindeutige Zuordnung zur richtigen Wohnung?

Genau diese Frage soll ab nächster Woche in Berlin in einem Pilotprojekt mit NUMBOX praktisch getestet werden.

Dabei werden Wohneinheiten eindeutig gekennzeichnet, damit untersucht werden kann, ob Orientierung und Zustellung auch funktionieren, wenn die Zuordnung weniger vom öffentlich sichtbaren Namen abhängt. Ob und unter welchen Bedingungen das im Alltag zuverlässig funktioniert, ist ausdrücklich Teil des Tests.

Mich interessiert daran weniger ein einzelnes Produkt als die grundsätzlichere Frage dahinter: Welche Informationen müssen öffentlich sichtbar sein, damit Infrastruktur funktioniert und welche sind vielleicht nur sichtbar, weil wir es seit Jahrzehnten so gewohnt sind?

Wenn wir unser Adress- und Zustellsystem heute bei null neu bauen würden: Würden wir wirklich wieder damit anfangen, die Namen der Bewohner außen ans Haus zu schreiben?

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Interessantes Thema, und grundsätzlich stimme ich der Idee zu, dass der Name eigentlich nicht auf’s Klingelschild und den Briefkasen muss.

Aber bei dieser NUMBOX-Geschichte (nebenbei eine GmbH, daher bin ich erstmal skeptisch…) wüsste ich jetzt gerne, wie das ganz konkret funktionieren soll. Das geht aus der Website überraschend schlecht hervor. Und warum braucht man NUMBOX dafür, warum nicht einfach die Wohneinheiten durchnummerieren? Also „Hauptstraße 1, Wohnung 1“ statt „Max Mustermann, Hauptstraße 1“ und auf Briefkästen und Klingeln stehen nur noch die Wohneinheitennummern?

Und wie funktioniert das System z.B. bei WGs (oder Familien, wo nicht jeder will, dass andere Familienmitglieder die Paketen der anderen öffnen)? Hier müsste zumindest neben der Wohnung noch eine Personenzuordnung stattfinden (Also „Hauptstraße 1, Wohnung 1, Person 1“).

Was wären die konkreten Vor- und Nachteile, keine Namen mehr an den Türen und Briefkästen zu haben?

Vielleicht sollte man erst mal klären, ob ein Gesetz da irgendwas vorschreibt.

Auch wenn es seitens der Bewohner und Eigentümer verschiedene Ansichten dazu gibt, ob der Name am Briefkasten Pflicht sein sollte, ist es in Deutschland gesetzlich nicht vorgeschrieben. Bislang gibt es kein geltendes Urteil, wann und ob ein fehlendes Schild unzulässig ist.

Wenn man dieser Quelle Glauben schenkt, ist das eindeutig nicht der Fall.

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Jup, so gesehen könnte man auch heute schon auf das Klingelschild und den Briefkasten einfach „Wohneinheit zweiter Stock rechts“ schreiben. Das Problem ist eher, allen, die einem Post schicken wollen (z.B. Behörden) klarzumachen, dass sie diese nun an „Wohneinheit zweiter Stock rechts“ schicken müssen, statt an „Max Mustermann“.

In der Praxis braucht es daher wohl in der Tat irgendeinen Mittler, der diese Verknüpfung von Name und Wohneinheit herstellt. Bei den meisten Versandhändlern könnte man schon heute als Zustelladresse einfach eine abweichende Adresse („Wohneinheit zweiter Stock rechts“) angeben, wobei ich mir vorstellen kann, dass einige das auch nicht akzeptieren würden.

Meine Postadresse ist: … Zeigen Sie mir das Gesetz, das mich verpflichtet, meinen Namen dorthin zu schreiben!

Problem erledigt.

Nix gegen die Initiative, aber man muss nicht aus allem ein Problem machen, wenn’s nicht mal eins gibt.

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Das ist wirklich ein interessantes Thema. Als wir vor 1,5 Jahren einen neuen Stromzähler bekommen haben, habe ich bei dem Netzbetreiber angerufen und nach dem PIN gebettelt (damals dynamischer Stromtarif, und ich wusste bei der regukären Bearbeitung dauert das Monate). Der nette Herr hatte Mitleid und „schaute beim Kollesch im Büro newwedroh in die Exceltabelle“. Er rief mich zurück und diktierte mir den PIN. Erst ne Stunde später viel mir auf, dass ich ihm keine Zählernummer gegeben hatte. Nur Anschrift und Nachname. Alles Dinge die man sieht, wenn man vor unserem Haus steht. War zwar in dem Moment praktisch, aber uiuiui, wenn das mal woanders passiert.

Hier übrigens mal ein Artikel zu dem Thema. Hatte da mal was aufgeschnappt, dass die in Wien was anders machen wollten

Das funktioniert aber eben aktuell noch nicht. Man müsste diese Information zumindest beim Einwohnermeldeamt hinterlegen können, daher wir bräuchten eine Gesetzesänderung, durch die die Einwohnermeldeämter verpflichtet sind, eine Anonymisierung zu dulden und entsprechend in ihren Daten zu notieren.

Beispiele wären polizeiliche Zeugenvernehmungen, Wahlbenachrichtigungen, Knöllchen, jede andere Form von Bußgeldbescheid. All diese Dinge gehen über das Einwohnermeldeamt. Wenn dort nicht hinterlegt ist, dass alle Post für „Max Müller, Hauptstraße 1“ an „Wohnung zweiter Stock links, Hauptstraße 1“ zu adressieren ist, kann man den Namen nicht vom Briefkasten nehmen, ohne unerreichbar zu werden.

Das ist in vielen Ländern durchaus üblich, gerade in Gebäuden mit vielen Wohneinheiten aka Plattenbauten. Da stehen dann im Eingangsbereich einfach die Briefkästen mit den Nummern 1-378 und an den Wohnungstüren finden sich ebenfalls die Nummern.

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Eine allgemeine Information unter Verweis auf die gültige Rechtslage würde notfalls ausreichen.

Und ich würde mal stark vermuten, dass heute schon nicht überall der Name dransteht.

Insofern lässt sich sowas ganz ohne neue Gesetze klären.

Ich verstehe hier die Pilotprojekte nicht. In diversen anderen Ländern ist das Standard und funktioniert einwandfrei.

Hier muss nichts Neues erfunden werden, sondern einfach aus gut laufenden Beispielen übernommen werden.

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Einen Vorteil hat der Name. Er ist leicht zu validieren. Angenommen im Ordnungsamt geb ich als Wohnung die 1-234 an. Jetzt kommt die Polizei und tritt die Tür 1-234 ein und findet dort eine harmlose Oma. Die Oma kriegt den Schreck ihres Lebens und ich freu mich. Mit Namen wäre das schwerer zu machen.

Das genannte „Problem“ löst sich aber damit nur begrenzt. Denn bei den Meldeämtern kann im Grunde jeder den Wohnort einer andere Person anfragen:

https://www.chip.de/news/Voellig-legal-Fast-jeder-kann-Ihre-Anschrift-bei-Behoerden-abfragen_184731917.html

Andererseits bin ich mir gar nicht sicher wie gut ich anonyme Klingelschilder finde - wenn parallel Diskussionen über Klarnamenpflicht im Netz laufen.

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Genau das wäre ein berechtigter Einwand, wenn die Nummer einfach frei angegeben werden könnte.

Eine DWI soll aber nicht nach dem Prinzip funktionieren: „Ich sage, ich wohne in 1-234, also wird das übernommen.“ Die Wohneinheit und die Zuordnung einer Person dazu sind zwei verschiedene Dinge. Eine Person müsste erst nachweisen bzw. verifizieren, dass sie dieser Wohneinheit tatsächlich zugeordnet werden darf.

Und noch wichtiger: Eine Wohnungskennung soll den Namen nicht überall ersetzen. Gerade Polizei, Behörden oder andere berechtigte Stellen sind ein völlig anderer Anwendungsfall als die Frage, ob mein Name für jeden sichtbar an der Haustür stehen muss.

Der interessante Punkt ist für mich deshalb genau andersherum: Müssen wir Identität öffentlich sichtbar machen, damit berechtigte Stellen sie zuverlässig prüfen können?

Ich glaube, diese beiden Dinge sollte man voneinander trennen: öffentlich sichtbar sein und verifizierbar sein sind nicht dasselbe.

Aber dein Beispiel zeigt ziemlich gut, warum so ein System ohne saubere Verifizierung und klare Zugriffsregeln nicht funktionieren würde.

Danke für die kritischen Fragen. Gerade die Frage „Warum nicht einfach Wohnung 1?“ finde ich wichtig.

Im Kern geht es tatsächlich genau darum: Für die Orientierung im Haus braucht es erstmal keinen Namen, sondern eine eindeutige Wohneinheit.

Eine einfache Wohnungsnummer kann das innerhalb eines Hauses lösen. Spannend wird es aber bei der Frage, wie so etwas über unterschiedliche Gebäude, Hausverwaltungen und Zusteller hinweg einheitlich funktionieren kann. Genau da setzen wir mit NUMBOX an.

Wir trennen dabei bewusst Wohnung und Person. Die sichtbare Kennung gehört zur Wohneinheit und nicht zum Bewohner. Zieht jemand aus, bleibt die Kennung der Wohnung bestehen.

Bei WGs oder Familien reicht die Wohneinheit allein natürlich nicht für jeden Fall. Dafür gibt es zusätzlich eine Personenzuordnung. Die muss aber nicht öffentlich am Klingelschild stehen. Wer innerhalb einer WG oder Familie welche Sendung öffnen darf, löst NUMBOX allerdings nicht das ist auch heute eine Frage des jeweiligen Empfängers.

Die Skepsis wegen der GmbH kann ich übrigens nachvollziehen. NUMBOX ist kein amtlicher Standard und wir wollen auch nicht so tun, als wäre schon alles bewiesen. Wir sind zu den Fragen rund um Adressierung und Datenschutz bereits im Austausch mit Berliner Bürgerämtern und haben auch Kontakt mit dem BfDI. Das bedeutet ausdrücklich keine Anerkennung oder Unterstützung. Uns ist wichtig, solche Fragen nicht einfach allein zu beantworten.

Genau deshalb starten wir nächste Woche in Berlin einen Pilot und wollen über mehrere Wochen schauen, was im echten Alltag funktioniert und wo es Probleme gibt.

Der mögliche Vorteil wäre ziemlich simpel: erreichbar und eindeutig zuordenbar bleiben, ohne dafür dauerhaft den eigenen Namen am Wohnort öffentlich zeigen zu müssen.

Aber dafür müssen Zusteller das System verstehen, die Kennzeichnung muss eindeutig sein und bestehende Prozesse müssen damit klarkommen.

Und wenn sich am Ende herausstellt, dass „Wohnung 1“ dasselbe genauso gut löst, dann braucht es dafür tatsächlich kein NUMBOX. Genau das muss so ein Pilot am Ende auch aushalten können.

Genau an dem Punkt wird es interessant. Nur bei der Aussage, dass dafür zwingend eine Gesetzesänderung notwendig wäre, wäre ich noch vorsichtig.

Wir sind genau wegen solcher Fragen bereits mit Berliner Bürgerämtern im Austausch. Die DWI kann als zusätzliche Angabe zur Anschrift aufgenommen werden.

Ich teste das Ganze auch selbst. Meine Frau und ich haben unterschiedliche Nachnamen. Seit ungefähr drei Monaten stehen unsere Namen weder an der Klingel noch am Briefkasten. Trotzdem bekommen wir weiterhin unsere Briefe und Pakete. Auch Schreiben von Behörden sind angekommen, ebenso eine Wahlbenachrichtigung mit der zusätzlichen Wohnungsangabe.

Natürlich beweist das noch nicht, dass jeder denkbare Fall funktioniert. Genau deshalb machen wir jetzt den größeren Pilot. Besonders förmliche Zustellungen, Bußgeldbescheide oder andere Sonderfälle muss man sich einzeln anschauen.

Und ganz wichtig: Die Idee ist nicht, dass eine Behörde irgendwann nur noch eine Nummer kennt und nicht weiß, wer dahintersteht. Wenn eine Behörde berechtigt ist zu wissen, wer ich bin und wo ich wohne, soll sie das natürlich weiterhin können.

Die Frage ist für mich eine andere: Muss deshalb mein Name auch für jeden sichtbar am Hauseingang stehen?

Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen zumindest, dass Name weg nicht automatisch bedeutet, dass man nicht mehr erreichbar ist.

Da bin ich teilweise bei dir. Die Grundidee ist tatsächlich nicht neu. In anderen Ländern sind Wohnungsnummern oder andere eindeutige Zusätze zur Adresse völlig normal.

Der Pilot soll deshalb auch nicht beweisen, dass man Wohnungen nummerieren kann. Das wissen wir.

Die spannende Frage ist, ob und wie sich so etwas in die bestehenden Strukturen hier integrieren lässt. Wir haben bestehende Meldedaten, Behörden, Hausverwaltungen, verschiedene Zustelldienste und Adresssysteme, die über Jahrzehnte gewachsen sind.

Ein System aus einem anderen Land kann technisch wunderbar funktionieren und trotzdem nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar sein.

Genau deshalb testen wir nicht die Idee der Wohnungsnummer, sondern die Integration in den deutschen Alltag. Was funktioniert schon heute, wo entstehen Probleme und was müsste tatsächlich verändert werden?

Wenn wir dabei feststellen, dass andere Länder bestimmte Fragen längst besser gelöst haben, sollten wir genau davon lernen und nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden.

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Wie erhalten denn heute vermögende und prominente Menschen ihre Post und Pakete? Ich kenne diverse Anschriften ohne Concierge Service, bei denen kein Name auf Klingel und Briefkasten steht, sondern nur eine Wohnungsnummer. Welches Problem soll hier gelöst werden?

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Ich weiß nicht, irgendwie klingt das für mich wie der final verrante Erguss eines Libertären, der seine unbegrenzte Technologiegläubigkeit bisher gut funktionierenden menschlichen Gesellschaften zur Maximierung seines Vermögens verkaufen will.

Ob die zunehmende Anonymisierung im Zusammenleben ein Supersache ist, muss jeder für sich entscheiden. In Ghettos für Superreiche, bei denen Hektargrosse Areale mit hohen Zäunen ohne irgendeine Identifikation unzugänglich gemacht werden, mag das nach einer tollen Sache klingen.

In einer „normalen“ Umgebung, also z.B. die weniger vermögenden 90% der Bevölkerung gibt es jedoch nach meiner Wahrnehmung, daß die Menschen untereinander füreinander identifizierbar sind. Da ist der Name nicht nur Redundanz, sondern der primäre Zweck einer Kennzeichnung an der Haustür. Von der „2. Wohneinheit, dritter Stock links“ will ich doch gar nix, ich will mit Max oder Erika Mustermann sprechen.

Ich fände es die Überlegung wert, warum solche Pläne überhaupt bedenkenswert erscheinen. Mir fallen da spontan folgende ein:

  • Angst vor dem allgemeinen Trend zum hemmungslosen Datensammeln durch in der Regel juristische, nicht natürliche Personen, insbesondere Tec-Unternehmen. Hier würde eine konsequente und auch öffentlichkeitswirksame Durchsetzung der EU Datenschutzstandards einen viel sinnvolleren Schritt darstellen. Ich sag mal nur Datensparsamkeit. Wer keine direkte und von mir bestätigte (gewisse Ausnahme bei Behörden, insb. Strafverfolgung :wink: )Beziehung zu mir hat, den gehen meine Daten eine feuchten an. Fällt diese Beziehung weg, sind sie gefälligst zu löschen. Ist eigentlich bereits Gesetz. So what?
  • Angst vor Gefährdung, weil böse Menschen mich leichter finden können. Ok, Einbrecher und Diebe scheren sich besagten feuchten um den Namen ihrer Opfer (Ausnahme evtl. Entführungen), es geht also primär eher um politisch motivierte Auseinandersetzungen, schwarze Listen in extremistischen Kreisen etc.. Ist es da eine Lösung, sich zu verstecken? Im Einzelfall und Grenzbereich vielleicht, aber da sollte eigentlich mal daran gedacht werden, ob politisch motivierte Gewalt etwas ist, was überhaupt im Sinne eines allgemeinen Lebensrisikos geduldet werden sollte. Ok, in Moskau droht Dissidenten sicher mehr Gefahr von der Regierung als von Einbrechern. Aber solls das bei uns auch sein?
  • feel free to continue.

Und deswegen sollen wir unsere Lebensumgebung weiter anonymisieren? So als ob ich auch meine Meinung nicht mehr sagen traue, weil mein Nachbar mich ja nicht nur für einen Idioten halten könnte, denn das muss ich wohl aushalten, sondern weil der vielleich auf die Idee kommen könnte mir deswegen aufs Maul zu hauen? Oder Kumpels hat, die auf sowas spezialisiert sind?

Ok, vielleicht hab ich da was falsch verstanden. Was bitte?

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Dem könnte man entgegenhalten, dass es nicht von den Schildern auf einem Briefkasten oder einer Wohnungstür abhängig ist, wie anonym ein Wohnumfeld ist. Zwei Beispiele: 1) In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, hatten nur die Neubauten Klingelschilder, auf den Bauernhöfen gab es keine - da war sowieso (fast) immer jemand anzutreffen und jeder wusste: Das ist der Hof von XY. 2) Das Mehrfamilienhaus in der Großstadt, in dem ich lebe: Ich weiß, hinter welchem Klingelschild sich ein Single verbirgt und hinter welchem eine 5-köpfige Familie, ich weiß auch, welche Schilder „fake“ sind, weil der Hauptmieter schon lange nicht mehr dort wohnt etc. pp.
All das würde sich durch ein Austauschen von Namensschildern durch eindeutige Nummern überhaupt nicht ändern. „Anonymisierung im Zusammenleben“ habe ich, wenn ich die Namen der Menschen um mich herum nur noch von Schildern kenne, aber nicht mehr aus dem persönlichen Miteinander.

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Ihr Unternehmen möchte sich im Bestellvorgang mit einer Auswahlfunktion in den Versandprozess einklinken. So wie PayPal beim Bezahlen. Ich halte das für eine sehr guten Ansatz um sehr viel Interesse bei Investoren zu erzeugen, aber nach Datenschutz sieht das irgendwie nicht aus.

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