Warum hilft Mobilisierung zur Wahl der AfD?

Kleiner historischer Diskurs: ähnliches konnte man bei der NSDAP beobachten. Hier mal die entsprechende Statistik:

Ich habe ein bisschen dazu hier in einem anderen Thread geschrieben (LdN 420 | Alternative Erklärung der Erfolge der AfD - #48 von JakobH), und meine Vermutung dazu ist, dass das einerseits an den Personengruppen liegt, die die AfD wählen - und andererseits an der wachsenden (diffusen) Frustration, dass sich nichts ändert. Die AfD zeigt hier für mich zunehmend parallellen zum „rechten Klassenkampf“-Modell der NSDAP, also Elitenkritik + Othering verbunden mit der Massenmobilisierung von Wählenden.

Ähnlich wie die NSDAP auch sind die stärksten Wählerschichten der AfD inzwischen Arbeiter, Arbeitslose und junge Menschen. Insbesondere ökonomisch vulnerable & junge Menschen sind dafür bekannt, dass sie ein sehr unzuverlässiges Wahlverhalten zeigen, sprich nicht immer zur Wahl gehen. Wenn man in diesen Gruppen stark ist und die Wahlbeteiligung steigt ist es also tatsächlich plausibel, dass man von Wahlbeteiligung massiv profitiert als AfD. Der Unterschied besteht hier darin, dass vor 10 Jahren diese Gruppen noch - wenn sie gewählt haben - eher links gewählt haben. Deshalb hat hohe Beteiligung Jahrzehntelang eher linken Parteien geholfen. Da diese Gruppen nun nach rechts wandern dreht sich der Effekt.

Mehr Details zu den Erklärungsversuchen warum Menschen AfD wählen (neben Rassismus & Co) in meinem Thread oben im Link.

LG
Jakob