Wahl des Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt

Es liegt mir fern, Tillschneider zu verteidigen, aber im nordwestlichen Teil Rumäniens gibt es große deutschsprachige (und ungarischsprachige) Minderheiten, die selbstverständlich die Ortsnamen in der Sprache verwenden, in der sie gerade reden/schreiben. Dies ist Teil der Mehrsprachigkeit und hat nichts mit der (gewünschten) politischen Zugehörigkeit der Orte zu tun.

Wäre es aus deiner Sicht auch Geschichtsrevisionismus, wenn ein Däne aus Schleswig in einem dänischen Text „Lyksborg“ für Glücksburg verwenden würde? Findest du, dass ein sorbischer Muttersprachler dazu verpflichtet ist, die offiziellen, deutschen Ortsnamen in der Lausitz zu verwenden? Oder sagst du, du würdest ins „Alsace“ fahren, weil „Elsaß“ geschichtsrevisionistisch wäre?

Edit: Eben sehe ich, dass du, @Daniel_K , in dieselbe Kerbe haust. Ich glaube, so kann man nur denken, wenn einem Mehrsprachigkeit total fremd ist. Ein Indiz für Revisionismus wäre es, wenn jemand auch im Polnischen statt Gdańsk Danzig sagen würde. Aber die bloße Verwendung alter Namen hat per se einfach null mit politischen Statements zu tun.

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