Voyeuristische Bildaufnahmen Reform von § 184k StGB

Jüngste Ereignisse, wie der Fall von Yanni Gensch, aber auch der Missbrauch von Bildaufnahmen von Vinted-Nutzerinnen, zeigen: Voyeurismus ist keine Randerscheinung. Diese Fälle bildbasierter sexualisierter Gewalt werfen die Frage nach der Strafbarkeit von voyeuristischen Bildaufnahmen auf.

Der Reformbedarf wird nun auch auf Bundesebene diskutiert. Dabei sollte weniger das „Ob“ einer Reform im Mittelpunkt stehen, denn sie ist längst überfällig, sondern vor allem das „Wie“.

Die aktuelle Rechtslage stellt sich als unsystematisch, lückenhaft und widersprüchlich dar. Um das Problem voyeuristischer Bildaufnahmen adäquat zu erfassen, braucht es eine einheitliche Regelung im Sexualstrafrecht erfolgen. Dies kann mit einer durchdachten Reform des § 184k StGb gelingen.

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Februar 2025 im Kölner Grüngürtel: Eine junge Frau wird beim Joggen gefilmt: Yanni Gentsch bemerkt den Schatten eines Radfahrers, der dicht hinter ihr bleibt – und dann, dass er mit dem Handy ihren Po filmt. Gentsch stellt den Spanner zur Rede und zwingt ihn zum Löschen der Aufnahmen, filmt wiederum ihn dabei. Das Video stellt sie online, den Belästiger hat sie unkenntlich gemacht. 14 Millionen Mal wird das Video abgerufen.

Mina „Camira“ steht in ihrem Ankleidezimmer, was sie sich mit ihren beiden Mitbewohnerinnen teilt. Die 22-Jährige liebt Mode, vor allem ausgefallene Outfits. Deshalb kauft und vor allem verkauft sie regelmäßig auf Vinted.
Sogenannte Cyber-Stalker haben ihre Bilder dort gestohlen und auf Pornoseiten hochgeladen und mit privaten Informationen über sie verbreitet.