Dann aber bitte auch Ladegeschwindigkeit & Spannung (10-80%):
- Kia EV6, 800 Volt - 18min
- Tesla Model Y, 400 Volt - 27min
- VW ID.7, 400 Volt - 26min
- Polestar 4 (kommend in 2026), 800 Volt mit genauso entsprechend verkürzter Ladezeit
Dann aber bitte auch Ladegeschwindigkeit & Spannung (10-80%):
Ich würde aus eigener Erfahrung (unabhängig von politischer Einstellung) mittlerweile stark von Tesla abraten.
Die Ladeplanung ist zwar im Supercharger-Universum gut, andere Schnellader plant das System aber nur sehr eingeschränkt ein. Die Anzahl an anderen Schnelllade-Anbietern ist mittlerweile erheblich größer als das Tesla-Ladenetz, was dazu führt, dass man zu ungünstigen Ladeständen an den Schnellader geplant wird oder manuell anfängt, Ladesäulen zu suchen. Das führt dann wieder zu längeren Ladezeiten, da die Ladekurve des Model Y sehr schnell einbricht und die beworbenen 250kW Ladeleistung eigentlich nur sehr kurz bei einem SoC von unter 5% erreicht.
Kia hat immer noch im Wartungsplan das sauteure Tauschen der Kühlflüssigkeit drin stehen. Das ist für mich ein No-Go.
Man sollte auch beachten, dass die WLTP-Werte nur grob dem Vergleich dienen. Ich komme z.B. mit dem i4 mit höherer Autobahngeschwindigkeit weiter mit einer Ladung als mit dem Model Y damals, obwohl BMW den i4 je nach Konfiguration mit weniger Reichweite angibt.
Zu der Liste fehle mir zuviel Fahrzeuge, da gibt es je nach Verwendungszweck erheblich mehr mittlerweile auf dem Markt.
Und Listenpreise anzuziehen zum Vergleich ist etwas trügerisch. Außer Tesla geben alle Hersteller unterschiedlich hohe Rabatte oder bieten Top Leasing-Konditionen, sodass der Preisvorteil dort meist sehr klein wird.
Hallo KontraK,
ok, da habe ich zu kurz gedacht
Ich habe nur die Karten ohne Vertrag und bei 69 Cents kam ich bei meinem ID.3 gegenüber dem Golf Klasse Auto vorher auf ungefähr die selben Kosten. Aber wenn man Tesla fährt, oder einen Vertrag hat, sind die Konditionen anders. Gerade wenn man so viel fährt.
Die erhöhte Degratation zum langsamen Laden beträgt ca. 1.5% mehr pro Jahr.
Dann lad Dir mal die Ad-Hoc-App herunter:
Ad-Hoc Map
Dort sieht man Ladestationen, die unter 49ct/kWh im Ad-Hoc Preis kosten, man also keinen Vertrag benötigt.
Ich würde zumindest nicht mehr aktiv zu Tesla raten. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren massiv an Innovation eingebüßt. Die Ladeperformance ist nur der Indikator für das generelle Thema Batterietechnologie. Die eigenen 4680er Zellen bringen nicht das, was man sich erhofft hat (auch wenn da kürzlich ein Durchbruch gemeldet wurde, aber auch eher bzgl. Kostenreduzierung).
Auch das Thema Autopilot/Full Self Driving dümpelt jetzt schon lange herum, die Zulassung des Systems bleibt weiterhin aus/verschiebt sich. Wenn’s klappt, wird’s duster für die konventionellen Hersteller, wenn nicht wird man einfach nur ein im Vergleich schlechtes Assistenzsystem haben. Die Technologie-Wette kann so nicht erwig weiterlaufen.
Dennoch muss man sagen, dass die Model Y mit der BYD Blade-Batterie ziemlich gut performen und mit 18 min von 10-80% gut darstehen, vor allem unter 40.000€, nach Förderung dicht an 30.000€ dran, für so ein riesiges Familienauto. Sicher nichts für den Vielfahrer, dessen Budget für den Dienstwagen vermutlich irgendwo zwischen 50-100k liegt, aber Preis-Leistung ist schon noch ganz gut.
Ich mache mich da grad auch schlau bezüglich Verbrenneralternative. Vorwiegend um Kosten zu sparen.
Mit rund 500 km pro Woche zähle ich jetzt sicher nicht zu den Vielfahrern. Aber da sich zumindest am Arbeitsplatz grad Lademöglichkeiten ergeben, macht es ja jetzt Sinn zeitnah auf ein eAuto umzusteigen.
Bei einem Budget von 10.000€ maximal finde ich aber nur ältere Klein- und Kleinstwagen mit Reichweiten um 100-180 km, also VW up, Seat Mii oder Renault Zoe (den fast nur mit Batteriemiete, das wäre raus).
Ich hab jetzt eher keine Reichweitenangst, aber mit gebrauchter Batterie im Winter bei bergigen Strecken und bissl Autobahn dabei muss man schon rechnen.
Wäre das zu knapp kalkuliert?
Zumindest der Zoe hat noch sehr alte Batterietechnik und keine Möglichkeit, die Batterie vorzutemperieren. Wir haben als Zweitwagen einen Zoe Phase 2 ZE50 mit 50kWh Akku und im Sommer einer Reichweite von 350-400km. Diese sinkt im Winter auf um die 200km mit einer vollen Akkuladung. Der VW up/Seat Mii verhält sich da ähnlich. Als Faustregel kann man rechnen, dass das Fahrzeug 20kWh/100km im Worst-Case verbraucht (Kleinwagen eher 12-15). Dann weiß man wie weit man mit einer Akkuladung ungefähr kommt.
Vorteil der Zoe: Trotz kompakter Außenmaße hat der Wagen innen für seine Größe viel Platz und einen wirklich nutzbaren Kofferraum. Der Wendekreis ist sehr klein. Es gibt Dinge wie Android Auto und Apple CarPlay (leider nur per Kabel).
Nachteile: Wir hatten nach 50.000km schon einige Fahrwerkskomponenten, die ausgetauscht werden mussten (Querlenker, Traglager etc.). Außerdem ist uns die Wärmepumpe kaputt gegangen, was wohl sehr häufig passiert. Laut Serviceanweisung Renault muss dann das komplette Kühlsystem getauscht werden, was mit gut 3000€ irrsinnig teuer ist. Wir haben dann eine freie, auf Kühlsysteme spezialisierte Werkstatt gefunden, die nur den Klimakompressor + Trockner/Kühlflasche getauscht hat und das System gespült. War immer noch teuer mit knapp 1000€.
Zurück zur Frage: Bei 500km pro Woche geht das mit jedem der BEV, man muss dann im Winter eben immer in der Firma nachladen. Mir persönlich wäre es etwas knapp, gerade bei den Fahrzeugen. Wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen → machen. Wenn eher nicht: Vielleicht ist ein Leasing eines Neuwagens oder Jahreswagens eine Option?
Genau! Überleg doch mal, jetzt mit Förderung zu leasen. Es werden mit der Zeit ja mehr Gebrauchte auf den Markt kommen, die gut und bezahlbarer sind.
Welcher Tesla soll das sein?
Ich bin grundsätzlich eher dafür, geladene Kilometer pro Minute als Maß zu nehmen. Denn es ist ein großer Unterschied, ob ich 18 min. für 10-80% bei einem kleinen oder großen Akku brauche.
Wird jetzt sehr off-topic. Trotzdem kurz:
Mich hat bei dem Tesla LR, den ich gefahren bin, immer extrem gestört, dass er die angegebenen 250kW Ladepeak nur unter 5%SoC für eine sehr kurze Zeit gehalten hat und dann schnell abfiel, sodass ich auf Strecke meist nur bis 60% SoC geladen habe (was echt einschränkt) und versucht habe, möglichst leer am Schnellader anzukommen. Das ist aufgrund der größeren Abstände zwischen den Tesla Superchargern gegenüber anderen Schnelladern aber oft nicht möglich.
Der i4, den ich jetzt fahre, kann zwar im Peak nur 205kW laden, hält das aber erheblich länger und kann die Ladekurve verschieben. Bis 30%SoC beginnt er mit 205kW zu laden, was dazu führt, dass ich nicht mehr aufpassen muss, mit wieviel SoC ich am Schnellader ankomme. Zusätzlich lädt er über 50%SoC meist immer noch mit 120kW+, wo der Tesla schon unter 100kW Ladeleistung gefallen ist.
Und der i4 hat auch Technik von 2021 mit „nur“ 400V etc. Die neue Klasse von BMW mit 800V Technik und 400kW Ladeleistung ist da eine ganz andere Hausnummer.
Aber ich gebe Dir Recht, wenn es einem politisch egal ist und man Tesla in Betracht zieht, ist momentan das größte Kaufargument der billige Preis.
Tatsächlich finde ich grad den neuen Renault eTwingo ganz passend. 272 km Reichweite, 82 PS glaube ich, ab 19.990€
Den Hyundai Kona gibt auch so um 15.000€ gebraucht, wie den BMW i3.
Muss ich noch etwas sparen
Das Model Y SR, auch schon vor Facelift. Habe zwei Kollegen, die das Auto fahren, die 170-180kW halten die Autos bis ca. 50-60%. Technologisch schon ganz interessant, weil die Blade-Zellen Spannungsgeführt geladen werden bei relativ hoher Vorkonditionierungs-Temperatur. Heißt man schiebt so viel Strom rein, bis die maximale Zellspannung erreicht wird. Habe da auch vor einiger Zeit mal recht ausführliche Benchmarking Tests in der Hand gehabt
Ja, kleinerer Akku mit 60kWh, daher für die meisten schon raus wenn es um Langstrecke geht.
… und aktuell steigend, weil Nachfrage sich erhöht.
Das macht es nicht einfacher….
Hier musst du ein bisschen aufpassen, denn die Zahlen stimmen so nicht im Kontext.
Der ID.7 ist zwar WLTP mit 709km angegeben, aber eben nicht der Wagen für 54.000€. Der hat 590km. Der mit größerem Akku kostet ab 60.000€.
Der Kia ist hier teurer angegeben als tatsächlich für die entsprechende Ausstattung. Die kostet 50.000€ für die angegebene WLTP Reichweite.
Beim Tesla hat es interessanterweise funktioniert, da ist die Reichweite als auch der Preis vom Long-Range Modell angegeben. Würde man da auch den günstigsten Preis angeben, wäre das 38.000€.
Ausstattung hattest du erwähnt, da können auch gut und gerne mal zusätzliche 5.000 - 20.000€ on top dazukommen, je nach Marke.
Daher vorsichtig mit so KI Zusammenfassungen (sieht zumindest sehr danach aus), da schleichen sich oft Fehler in diesen Details ein.
Danke für den Tipp, diese App kannte ich noch gar nicht. Sehr hilfreich!