Disclaimer: Irgendwo auch ein versteckter Themenvorschlag, aber primär auch Perspektive zu einer berechtigten Frage, dich ich im Sub-Reddit “Luftablassen” gelesen und mir die letzten Tage auch gestellt habe:
Ist die Epstein Sache nicht objektiv der größte Skandal der gesamten Nachkriegsgeschichte? Wieso passiert nichts und wieso wird nichts berichtet??
Ja. Die im November vom Kongress EINGEKLAGTE und in der letzten Woche durchgeführte Veröffentlichung einiger Epstein-Ermittlungs-Dokumente (ca.3.000.000) des DOJ (Department of Justice) mit Führung von Pam Bondi wirft einige Fragen auf.
Ganz abgesehen davon, dass es ja schon mindestens einen aktuellen Thread zu diesem Thema hier im Forum gibt: Ob jetzt Fettdruck, Großbuchstaben einen Beitrag pointierter machen und ob anonyme Beiträge in Internetforen mit einem Tenor wie „die Medien und die Mächtigen…“ nun die beste Quelle für politische Debatten sind, sei mal dahingestellt. Aber die als Frage getarnte Behauptung, es würde „nichts“ berichtet, lässt sich mit einer einfachen Suchmaschine innerhalb von Sekunden widerlegen. Auch gibt es entsprechende Empörung ja schon lange und zwar in bestimmten Kreisen auch komplett losgelöst von dem, was man tatsächlich weiß. Soweit ich weiß, gehen die Analysen des riesigen Datenkonvoluts zu, jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht weit über „Person X wird y-mal genannt“ oder „Es gibt eine Mail von X an Z, in der steht…“ hinaus.
Ich finde grundsätzlich nichts Schlechtes daran, eine Bewertung dann zu gegebener Zeit aufgrund der ausgewerteten Daten zu treffen - was ja sicherlich bald möglich sein wird.
Es gibt ein erstaunliches kollektives Wegsehen bei sexuellem Missbrauch und das zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. Wenn ein Fall aufgedeckt auf, geht er jedes Mal über Jahre, manchmal Jahrzente. Jeder ist fasungslos, wieso das keiner mitbekommen haben will und die Opfer werden mehr oder weniger allein gelassen.