Nein… Richtig ist:
Ich verrate Dir meine Einschränkungen nicht, aber festzustellen, ob ich für Deine Ansprüche qualifiziert genug bin, ist Dein Job!
Vielleicht wollen sie das ja auch gar nicht… Ihre Entscheidung!
Und das ist der wichtige Punkt! Sie können selbst entscheiden, ob sie es dem Chef am nächsten Tag melden nachdem sie auf den Teststreifen gepinkelt haben, wenn man erste Anzeichen sieht, oder auch GARNICHT!
Um Vergleich wäre es so, als gäbe es eine Verpflichtung der Frauenärzte eine festgestellte Schwangerschaft an den Arbeitgeber zu melden!
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die Begeisterung darüber auch in Grenzen halten würde.
Und eine Behinderung funktioniert da auch nochmal anders. Das ist wie bei einer AU. Du zeigst den Behindertenausweis vor, da steht aber nicht drauf wo das Problem liegt. Entsprechende Vorteile (mehr Urlaub etc.) kriegst Du trotzdem.
Du diskutierst hier vollkommen am Problem vorbei… Es ist doch logisch, dass ich bei Verschweigen einer Behinderung keine Hilfe bekomme. Aber es muss einfach MEINE Entscheidung bleiben! Nicht die des Lehrers oder der Schulbehörde!
Ich schreibe überall offen über mein ADHS, aber ich möchte nicht dazu gezwungen werden.
Anekdotische Evidenz! Es freut mich ja wirklich für Dich, dass das bei Dir so war. Bei mir wurde es bisher immer gefordert - auch nach dem Studium. War auf einem Berufskolleg für Elektrotechnik. Da ist das Abizeugnis gleichzeitig das Zeugnis für die Ausbildung…
Sie muss sich auch dahin gehend ändern, dass Homosexualität kein Nachteil ist, dass Migration kein Nachteil ist, dass eine bestimmte Religion kein Nachteil ist!
DAS IST ABER NICHT DER FALL!!!
Und beim Thema Neurodiversität hinken wir da nochmal 30 Jahre hinter LGBTQ+ Themen und ähnlichem hinterher…
Und die Leute doppelt zu bestrafen indem man sie zur Offenlegung Ihrer Behinderung zwingt, um damit (vermeintlich) die Gesellschaft zu ändern ist schon ein irgendwie schräger Ansatz