VDE lobby und Auswirkungen insbesondere im Altbau

Hi

Faende es spannend mehr über die VDE Lobby, die quasi Gesetzescharakter haben, zu hören.

Gerade bei Wärmepumpen und PV wird das fast immer nicht betrachtet.

Die baulichen Anforderungen sind massiv übertrieben.

Teilweise muss man beispielsweise Überspannungsschutz einbauen, die nicht das eigene Netz sondern das des Versorgers schützt., etc.

Leider werden in Altbauten Modernisierung teilweise unmöglich, neue Zählerkasten kosten dann Mal gerne 10000-25000Euro

Hier wäre ein Bestandsschutz angebracht.

Hintergrund

Die VDE-Regeln (Normen des Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) sind zwar formal keine Gesetze, gelten in Deutschland aber als die anerkannten Regeln der Technik. Wer eine Elektroanlage errichtet oder verändert, muss nachweisen können, dass sie sicher ist. In der Praxis orientieren sich Gerichte, Versicherungen, Netzbetreiber und Sachverständige dabei fast immer an den VDE-Normen.

Deshalb entsteht oft der Eindruck, die VDE-Vorschriften seien „quasi Gesetze“:

Netzbetreiber verlangen die Einhaltung der technischen Anschlussbedingungen (TAB), die meist auf VDE-Regeln verweisen.

Elektriker haften für ihre Arbeit und halten sich daher an die VDE-Normen.

Versicherungen und Gutachter prüfen im Schadensfall häufig, ob die anerkannten Regeln der Technik eingehalten wurden.

Wer von den VDE-Regeln abweicht, muss nachweisen können, dass seine Lösung mindestens genauso sicher ist.

Kritiker bemängeln, dass dadurch Umbauten oft deutlich teurer werden. Beispielsweise kann der Anschluss einer Wärmepumpe oder einer Photovoltaikanlage dazu führen, dass:

ein alter Zählerschrank komplett ersetzt werden muss,

zusätzliche Überspannungsschutzgeräte eingebaut werden,

neue Zählerplätze geschaffen werden,

Kommunikations- und Steuertechnik für intelligente Messsysteme nachgerüstet werden,

umfangreiche Dokumentations- und Prüfpflichten entstehen.

Dadurch können Maßnahmen, die technisch eigentlich überschaubar wären, mehrere tausend Euro zusätzliche Kosten verursachen.

Ein häufig vorgebrachtes Argument lautet, dass ein stärkerer Bestandsschutz gelten sollte. Wenn ein Zählerschrank oder eine Elektroanlage zum Zeitpunkt ihrer Errichtung den Vorschriften entsprach und sicher betrieben wird, sollte nach dieser Auffassung nicht automatisch eine komplette Modernisierung verlangt werden, nur weil eine Wärmepumpe, Wallbox oder Solaranlage ergänzt wird. Befürworter argumentieren, dies würde die Energiewende günstiger machen und viele Investitionen erleichtern.

Demgegenüber verweisen Netzbetreiber und Sicherheitsorganisationen darauf, dass moderne Anlagen höhere Leistungen, neue Schutzanforderungen und digitale Steuerungstechnik erfordern. Aus ihrer Sicht sind viele Nachrüstungen notwendig, um Personen-, Brand- und Netzsicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Die politische Kernfrage lautet daher: Wie viel Modernisierung ist für Sicherheit notwendig und ab welchem Punkt werden die Anforderungen unverhältnismäßig teuer? Gerade beim Ausbau von Wärmepumpen und Photovoltaik wird diese Diskussion seit Jahren intensiv geführt.

Von solchen Problemen habe ich auch schon gehört, aber könntest du vielleicht ein paar Quellen zu den Alternativen und VDE-kritischen Positionen verlinken?

Es wäre ja interessant, mal zu gucken, was ein Strommarktdesign- bzw. Organisationsproblem und was ein Normierungsproblem ist.

1 „Gefällt mir“

Es scheitert schon daran, das man, sobald man den Stromkasten anpackt, den aktuellen Regelungen analog Neubau erfüllen muss.

Das geht oft baulich nicht.

Anders auch Haber liefert nicht mehr die neuen plastik Abdeckung für rechteckige Sicherungen ,

Dann muss man einen neuen Zählerschrank einbauen, es scheitert an einem 4 Euro Plastikteil…

Der Deckel könnte im 3f Druck erstellt werden, dann aber ohne ce…geht natürlich nicht dank lobby