Uranhexafluorid

Lieber Ulf,

in der aktuellen Lage (Nr. 476) ab Minute 12:38 beschreibst du wie aus Uran zunächst ein Gas gemacht wird nämlich Uranhexafluorid. Zitat: “Ein Uranatom, vier Fluoratome.”

An dieser Stelle hat dein alter Griechischlehrer ein wenig weinen müssen, da hexa natürlich sechs bedeutet, also: Ein Uranatom, sechs Fluoratome!

Klugscheißermodus aus.

Keep up the good work und viele Grüße! :slight_smile:

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Es gibt auch, anders als im Podcast behauptet (11:44 “es gibt zwei Isotope vom Uran”), deutlich mehr als zwei Uranisotope. Weiterhin ist die im Podcast beschriebene Methode der Urananreicherung nicht die einzige. Das Diffusionsverfahren wird durchaus auch industriell angewendet.

Ich halte so etwas nicht für Klugscheißen, sondern für angebrachte Kritik, und würde mir wünschen, dass das Lage-Team sich bei Themen, die ihnen nicht so liegen, entweder mehr in die Materie einarbeitet, oder auf die Darstellung verzichtet. Wenn man sich auf solche Details im Podcast nicht verlassen kann, sollten diese Details gar nicht erst angebracht werden.

Mit Gell-Mann Amnesie höre ich mir jetzt den Rest des Podcast an.

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Da Du Wikipedia schon zitierst, muss ich Dich nicht auf die Halbwertszeiten und die daraus resultierende Zusammensetzung natürlichen Urans hinweisen. Da das Uran auf der Erde vor mindestens 4 Milliarden Jahren bei einer Sternenexplosion gebacken wurde, gibt es im natürlichen Uran, dass man für industrielle Zwecke aus Lagerstätten holt, in der Tat nur noch zwei Isotope in nennenswerter Menge, wobei unter 1% 235U auch nicht mehr der Kracher ist.

Und der Iran arbeitet, soweit man weiß, tatsächlich (nur) mit Gaszentrifugen. Das ist offenbar die Technik des ausgehenden 20. Jahrhunderts, die bis heute die größte Effizienz vorweisen kann.

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Danke für die “Klugscheißereien” ich lerne was dazu, beim Mitlesen. Aber ganz grundsätzlich hatte ich mich bei dem Segment im Podcast überhaupt gefragt, warum die Details der Urananreicherung für sich oder für den Rest der Darstellung von Bedeutung hätten sein sollen. Ist mir weiterhin ein Rätsel, warum das in diesem Detailgrad dargestellt wurde.

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Stimmt, aber der Satz lautete eben nicht “im natürichen Uran gibt es zwei Isotope” oder “es gibt zwei für dieses Thema relevante Isotope”. Ebenso verhielt es sich bei der Urananreicherung, nicht “wir erklären euch mal wie der Iran Uran anreichert” sondern “daher muss also der Gehalt von Uran 235 gesteigert werden, und das nennt man eine Anreicherung, und wie macht man das? Das macht man interessanterweise auf eine relativ Simple Art [Beschreibung von Gaszentrifugen-Methode folgt]”.

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Ich verlange vom Podcast keine natur- oder ingenieurwissenschaftliche Vorlesung, sondern die Darstellung der wesentlichen Sachverhalte, soweit sie für das Verständnis des derzeitigen Streits wichtig sind. Und da ist eigentlich schon das Erklären der Gaszentrifugen im Podcast verzichtbar, zumal es mit Bildern besser verständlich ist. Wichtig ist hier die Darstellung der Bedeutung des Anreicherungsgrads für die Verwendung des Urans. Das wurde gut nachvollziehbar erklärt. Ich bin Physiker und habe beim Hören des Podcasts kein Störgefühl gehabt.

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Spontan fällt mir natürlich noch ein, dass das Verfahren insofern relevant ist, weil (wahrscheinlich) USA und Israel die Zentrifugen durch Stuxnet zerstört hatten.

Ich fand es sehr gut, dass so viel dazu erklärt wurde. Schließlich fragen sich viele, woran es liegt, dass man nicht genau sagen kann, wie weit der Iran von der Atombombe entfernt ist. Da halte ich ein Grundverständnis dessen, wie die Anreicherung funktioniert, für hilfreich; man versteht, dass die Antwort nicht 0 oder 1 ist.
Aber ich bin ja auch ein Fan der Sendung mit der Maus …

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