Unautonomes Fahren

Danke für die Beiträge, aber die Diskussion ist jetzt etwas abgeglitten in eine Diskussion zum Autonomen Fahren. Das ist ja das Gegenteil von dem, was ich wollte.

der_Matti hat meine Sicht auf den Punkt gebracht:

„Autonomes fahren ist viel leichter umsetzbar,
wenn autonome Autos unter sich sind und im besten
Fall dann auch noch miteinander kommunizieren.“

In meinem Wohnviertel gibt es viele Engstellen, wo nur ein Auto durchkommt und man sich immer mit dem Gegenverkehr einigen muss, wer in eine Lücke fahren kann, um Platz zu machen.
Da wäre so eine Art intelligente Baustellenampel sinnvoll, also eine Kommunikation der Autos untereinander, wo ausgehandelt wird, wer fahren soll.

Da wäre mir erst mal gleich, ob die Autos dann selbst steuern oder Fahrerin/Fahrer.
Darauf wollte ich mit meinem Themenvorschlag hinaus.

Zu Deiner Anmerkung, Daniel,

„Letztlich würde sich die Geschwindigkeit auf der automatischen Spur nach dem
langsamsten Fahrzeug richten …
Oder würde man diese Spur dann erst ab 120 km/h freigeben?“

In diesem Szenario wäre ich tatsächlich der Meinung, dass die Spur auf eine bestimmte (hohe) Geschwindigeit festgelegt wird, die man dann auch einhalten können muß.
„Einführung eines Tempolimits durch die Hintertür“, ok, kann man sagen, aber je nach Regierung könnte es auch ein Kompromiss sein. Wenn man sich nicht zu einem allgemeinen Limit durchringen kann, könnte man es ja weitgehend einführen und eben noch die unautonomen, dafür aber schnelleren Links-Spuren haben.

Machen wir uns nichts vor. Die autonome Spur wird bei 120/130 landen, weil schneller mit Elektroautos einfach keinen Sinn macht.

Tut mir leid, ich habe jetzt tatsächlich auch noch einmal in deinem ersten Post gelesen, wie du das genau meintest. Ich hatte dich da falsch verstanden, bitte entschuldige.

Okay, dir geht es also quasi um einen besseren Verkehrsfluss. Der beschriebene Fall klingt aber eigentlich so, als ob er in der StVO schon geregelt wäre. In diesem Fall müssten die Autos sich mit viel technischem Aufwand (Sensoren, Funk) untereinander austauschen und am Ende genauso entscheiden, wie es menschliche Fahrer auch tun sollten (sonst wäre das Ganze ja nicht StVO-konform).

Kommt mir ehrlich gesagt vor, als wenn man dabei mit Kanonen auf Spatzen schießt. Wo siehst du da den großen Gewinn?

Ich denke, dass die Smartifizierung des Verkehrs viel Effizienz mit sich bringt.
Statt abzuschätzen, ob die Lücke für den Abbieger reicht, signalisiert das vorberechtigte Fahrzeug, dass es das abbiegende Fahrzeug wahrgenommen hat und dieses biegt einfach ab, Autos merken sich für Parkplätze (und Ladesäulen) vor und dieser wird als belegt markiert. Der Verkehrsfluss wäre einfach viel regelmäßiger, dadurch schneller und spritsparender.

Nettes Zitat zum Abschluss:

„Die Endstufe der Motorisierung ist erreicht, wenn das Parken mehr kostet als das Autofahren.“
Peter Sellers (1925-1980), Schauspieler

Ist das so? Ich würde den Anteil an meinem Benzinverbrauch, der durch „Kommunikation“ mit anderen Autofahrern entsteht, also z.B. Winken an einer Kreuzung, als eher irrelevant bezeichnen.

Mit Fußgängern habe ich die Situation schon eher, dass ich mal einem Fußgänger Vorrang gebe. Aber mit Fußgängern kann sich auch ein smartes Auto schlecht „unterhalten“, oder?

Ich glaube, dass du die meisten Situationen gar nicht bemerkst. Fußgänger und Autofahrer sollten getrennt werden, wo es geht. Auch da hat Deutschland Nachholbedarf wegen seiner Zentrifizierung aufs Auto.
Ansonsten nehmen auch Kameras Fußgänger meist besser wahr als der Fahrer.
Und es gibt Ideen, die Fußgänger in die Kommunikation einzubinden.
Das sind Zonen vor Ampeln, in denen Fußgänger anzeigen, dass sie die Straße überqueren wollen oder Kameras, die den Fußgängerstreifen überwachen.
Mercedes hat mal einen Prototyp vorgestellt, der einen Zebrastreifen vor sich eingeblendet hat, um dem Fußgänger die sichere Überquerung zu symbolisieren.
Aber ja, jeder Fremdkörper ist eine Herausforderung - was auch der Beginn des Threads thematisierte.
Und hier sind wir dann wieder bei dem Stop&Go auf der Autobahn, wo automatisiertes Autofahren ein echter Gewinn wäre.

Also gerade vor Kreuzungen mit diversen Spurwechseln könnte eine Teilautomatisierung schon viel für den Verkehrsfluss tun.

Auch beim einfahren in den Kreisel wo ich aktuell ja quasi damit rechnen muss, dass das Auto im Kreisel nochmal aufs Gas drückt wäre manche Lücke möglich wenn ich mich drauf verlassen könnte, dass das andere Auto nicht weiter beschleunigt.

Bei Kommunikation zwischen den Autos könnte das ja in einer Art Koop-Modus geschehen. Haben beide Autos diesen aktiviert könnte ein Spurwechsel eben trotz wenig Abständen durchgeführt werden ohne übertriebene Bremsmanöver zu provozieren, die dann wieder zu Staus führen können.

Ich sehe zwischen alles manuell und vollautonom fahren schon viel Bereich dazwischen, der ja schon heute durch Assistenzsysteme mehr und mehr ausgefüllt wird.

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