Transparenzsystem - Public Money Public Code?

Warum gibt es eigentlich keine staatliche IT-Firma, die für die Entwicklung von Software für verschiedene Zwecke in der Bundesrepublik Deutschland zuständig ist? Hier immer auf private Firmen zurück zu greifen ist doch ultra ineffizient. In einer solchen Firma - nennen wir sie mal Konrad-Zuse-Institut - könnten Open Source, Transparenz und Privatsphäre groß geschrieben werden - ja vielleicht sogar als Nebenprodukte öffentliche Frameworks und Konzepte bereitgestellt werden, welche das Erreichen dieser Ziele auch für private Unternehmen vereinfachen.

Ich habe schon von etlichen meiner Kolleg*innen gehört, dass sie auf der Suche nach etwa datenschutzfreundlicheren Alternativen zu notwendigen Tools einfach nicht fündig werden. Und wenn dann mal in einer Krisensituation schnell eine Lösung für die Kontaktnachverfolgung im Zuge einer Pandemie entwickelt werden soll, gibt es nicht nur ein eingespieltes Team, das bereits mit öffentlicher Arbeit Erfahrung hat, sondern man zahlt auch nur einen Bruchteil des Preises.

Alleine mit dem, was für die Corona-App ausgegeben wurde, könnte man solch ein Institut ins Leben rufen. Liebend gern hätte ich mich nach meinem Studium dort beworben. Unmöglichkeiten wie die Ablehnung von Unterstützung durch Community-Beiträge wie durch die Leute von SAP am Anfang der Entwicklung der App hätten so auch vermieden werden können. Alleine, wie lange es gebraucht hat, sie von der Übersetzung in andere Sprachen zu überzeugen, das hat mich als aktiver GitHub-Contributor schon stark abgeschreckt.