In der Zeit erschien kürzlich ein Artikel in dem die Umstände des gewaltsamen Todes von Mahdi Ben Nasr geschildert werden.
Weil der Artikel hinter der PayWall ist, hier eine kurze Zusammenfassung:
Der aus Tunesien stammende Schutzsuchende wurde Anfang des Jahres im Schwarzwald erschossen und die Polizei ermittelte trotz eindeutiger Hinweise erst dann in Richtung Gewaltverbrechen, als man Teile der Leiche fand. Vor Gericht landete der Fall schließlich, nachdem sich der Täter selbst stellte und dort wurde dieser vom vorsitzenden Richter und Staatsanwaltschaft erstaunlich milde und verständnisvoll behandelt. Letzlich muss er für knapp 7 Jahre hinter Gitter. Dass die Tat mit einer illegal erworbenen Pistole durchgeführt wurde und der Täter rechtem Gedankengut zumindest nahestand veranlasste das Gericht auch nicht eine rechtsextreme Motivation zu sehen.
Leider finde ich keine Vergleichsquellen. Offenbar hat nur die Zeit als einziges größeres Medienhaus über den Fall berichtet. Nur nd-aktuell berichtet hier über den Fall:
Die Berichterstattung v.a. im Zeit-Artikel macht mich ehrlich gesagt fassungslos. V.a. die Arbeit der Polizei und des Gerichts will man kaum glauben. Ich würde mir wünschen, dass hier zumindest die juristischen Hintergründe näher beleuchtet werden. Wie viel Strafmilderung ist in so einem Fall möglich und wie kann es sein, dass die Staatsanwaltschaft offenbar ein Plädoyer für den Beschuldigten hält?