Tankrabatt

Wir sind eine 4 köpfige Familie, die auf dem Land wohnt.

Wir müssen alles mit dem Auto fahren. Da im 3km entfernten Ort nur noch eine Bäckereifiliale ist. Wir haben keinen Supermarkt, Apotheke, Ärzte, Bank, Schule, usw. Alles ist mind. 7-10 km entfernt. Auch Sportangebote oder, dass die Kinder ihre Freunde treffen können, müssen wir mind. 3-5km fahren.

Mich stört, die ständige Diskussion über die Pendler und Öffentlichen Verkehrsmittel Benutzer und deren Benachteiligung. Das Leben in der Stadt und auf dem Land ist diesbezüglich nicht vergleichbar.

Wir können unseren Alltag nicht ohne Auto bestreiten und sind an den Wohnort gebunden. Wir brauchen 2 Autos.

Bei einem Leben auf dem Land muss man i.d.R. Im Schnitt 5-7 km fahren, und das geht auch nicht mit dem Fahrrad.

Ich habe hier noch nicht einmal die Arbeit angesprochen, auch mein Mann und ich müssen in die Arbeit mit dem Auto fahren.

Ich finde die Familien auf dem Land gehören unterstützt, schließlich können wir nichts dafür, wenn Filialen, Praxen usw. schließen. Ein Pauschalbetrag bei der Steuererklärung wäre super um die zusätzlichen Fahrtkosten abzufedern. Das wäre eine Unterstützung die direkt dort ankommt wo sie benötigt wird.

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Das ist doch eigentlich eine super Strecke fürs Rad. Dauert ca. 15-20 Minuten. War in meiner Kindheit und Jugend auf dem Land total selbstverständlich, dass ich die selbst fahre. So ab Grundschulalter, sehe ich das Problem eigentlich nicht.

Das ist auch in der Stadt gelegentlich der Fall. Wobei ich in der Stadt „brauchen“ sehr kritisch sehe.

Was so alles „muss“ sehe ich gleichermaßen sehr kritisch. Früher sind wir mit dem Vereinsbulli alle zusammen zu Auswärtsspielen gefahren. Später mit 3 oder 4 Fahrgemeinschaften. Heute „müssen“ alle Spieler ihren eigenen Fahr- und Applauselternteil dabei haben. Ein bisschen andere Anspruchshaltung kann das „müssen“ ziemlich stark beeinflussen. Auch auf dem Land. Und für Strecken bis 20km mit Kindern zum Arzt zum Sport oder Einkaufen habe ich die letzten 5 Jahre sehr gute Erfahrungen mit einem E-Lastenrad gemacht. Kostet keinen Sprit, man ist auf den Distanzen, dank Motor fast unabhängig von der eigenen Fitness,nicht wesentlich länger unterwegs und bringt etwas Bewegung an der frischen Luft im Alltag zwischen Familie und Beruf unter. Zumindest fürs Grundlagentraining muss man dann selbst nicht mehr extra Sport einplanen.

Was ich auf dem Land für das gleiche Haus zahle, in dem wir in der Stadt wohnen, ist erheblich weniger (gilt ähnlich auch für Mieten). Die Differenz reicht so ca. Für 3-5 Autos und deren Betriebskosten. Von daher sehe ich jetzt nicht so richtig, dass es darüber hinaus Ausgleichszahlungen geben sollte.

Was sinnvoll wäre: Verbesserte Infrastruktur, besserer, schnellerer Anschluss an Städte. Könnte auf beiden Seiten helfen: Auf dem Land bessere Erreichbarkeit und für Städter mehr Möglichkeiten, den chronisch überlasteten Wohnungsmärkten auszuweichen. Dann lohnen sich auch wieder Praxen etc. In den entsprechend breiteren „Speckgürteln“.

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Bei den ganzen Diskussionen über Mobilität kann man halt auch nicht jedes Einzelschicksal miteinbeziehen. Wir wohnen hier auch extrem ländlich, wir brauchen ne Stunde in jede Richtung zur Autobahn und haben hier Käffer in denen es schneit, wenn 15 km entfernt im Tal 9°C sind. Es wird immer Fälle geben, die nicht abgefedert werden können. Diese Geschäftsschließungen gibt es bei uns im Kreis auch zu Hauf. Aber wir haben mit Rufbussen, Mobilitätsgarantien und (im Tal) ein gutes Radwegnetz. Ich kenne Familien die u’ffm Kaff wohnen, die können sich zwei Autos nicht leisten und fahren halt viel Bus oder bilden Fahrgemeinschaften. Lösungen gibt es immer irgendwie. Und wenn nicht, muss man halt mal an die Vertreter* innen im Kreis schreiben und denen mal die Leviten lesen. Klar ist nicht immer alles ideal, aber ich sehe nicht, das es in den ganzen Diskussionen nur um die Städte geht. Im Gegenteil. Wo in den Städten ein meist gut ausgebauter ÖPNV vorhanden ist, hapert es dort oft, soweit ich weiß, an Lademöglichkeiten für BEV, die auf dem Land unproblematischer sind, weil die meisten BEV-Besitzer*innen eine Wallbox haben. Problem hier, Problem da. Aber in den Podcasts und Diskussionen, die ich verfolge werden alle Problemkreisen zu unterschiedlichen Gewichtungen angesprochen.

Wir wohnen zwar in der „Kernstadt“ haben aber aktuell auch noch zwei Fahrzeuge (beide vollelektrisch), aber die gefahrenen Kilometer werden immer weniger. Die Monster werden älter, fahren viel Fahrrad, fahren inzwischen viel Bus, wir laufen sehr viel. Wir konnten uns früher nie ein Leben mit nur einem Auto vorstellen. Im Sommer hätten wir tatsächlich auf eines verzichten können, und die Ein-Auto-Lösung rückt mit älteren Kindern (aktuell 9 und 11) in greifbare Nähe. Aber das ist auch nur ein „Einzelschicksal“ :slight_smile:

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Ich finde Familien in der Stadt gehören unterstützt. Wegen der hohen Mietkosten.

So findet sich halt immer eine Gruppe, die mehr unterstützt gehört. Und damit will ich mitnichten ausdrücken, dass die dargestellte Situation nicht schwierig ist. Ich bin auch auf das Auto angewiesen, erkenne aber an, dass das eine recht besondere Situation bei mir ist.

Aber genau hier zeigt sich, dass das Gerechtigkeitsproblem, das mit Verteilungskonflikten einher geht, mit großer Macht nach vorne drängt. Und dass vor diesem Hintergrund halbgare Lösungen nicht mehr taugen. Direktzahlungen wären besser, MwSt auf Lebensmittel aussetzen wäre besser. Im Grunde wäre alles besser, als dieser Tankrabatt. Die Toleranz für schlechte Politik ist in Zeiten von niedrigem Wachstum, der Transformation zur klimagerechten Gesellschaft, KI und der Rückkehr des Krieges nach Europa halt deutlich gesunken. Und das merkt man.

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Ich finde wir sollten Leuten in der Stadt Mierzuschüsse zahlen. Wisst ihr wie hoch die Quadratmeterpreise in der Stadt sind, das kann man sich auf dem Land ja gar nicht vorstellen. Ich finde man sollte auch mal an die Leute in der Stadt denken und nicht nur die auf dem Land…

Ganz ehrlich ich will nicht die fetten SUV fahrer auf dem Land unterstützen, genauso wenig Singles in der Stadt, die kein Auto bräuchten, aber all diese unterstützt der Tankrabatt. Außerdem fahren glaub ich die meisten Deutschen komplett überdimensionierte Autos, selbst die, die keinen SUV haben.

Wir hatten auch neulich die Diskussion darüber, dass die aktuellen Spritpreise noch sehr weit von der Schmerzgrenze der Menschen entfernt sind. Also sollen wir jetzt alles fördern, wo der Preis unbequemer wird? iPhone ist auch nicht das was es mal war, ich denke wir brauchen da auch einen Rabatt.

Ah und dann während man jetzt Milliarden für einen Tankrabatt verballern kann wird das Deutschlandticket ab nächstes Jah noch teurer…

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Das scheint mir aber doch eher eine Frage von Kultur und Infrastruktur zu sein. Wenn man sich beispielsweise ländliche Regionen in den Niederlanden anschaut erledigen dort Menschen etwa ein Viertel aller Wege mit dem Rad, durchschnittlich etwas über 3 Kilometer in Länge. Kinder zwischen 6 und 12 fahren etwas weniger (2,8km), dafür fahren Kinder zwischen 12 und 18 etwa 60% ihrer Wege mit dem Rad, etwa 7km im Durchschnitt. Quelle

Natürlich braucht man dann immernoch für manche Sachen ein Auto und Infrastruktur und Kultur bauen sich nicht über Nacht. Aber hier pauschal Autofahren zu fördern halte ich nicht für sinnvoll.

Außerdem stellt sich da auch eine Gerechtigkeitsfrage. Provokativ gesprochen, warum sollten Menschen, die in der Stadt wohnen, Menschen auf dem Land subventionieren? Die haben schließlich auch Vorteile: geringere Wohnkosten und mehr Platz beispielsweise.

Genauso könnte ich umgekehrt Subventionen für die Wohnkosten in der Stadt fordern. Da würden Menschen vom Land auch entgegnen, dass man genauso gut aufs Land ziehen kann, wenn’s einem in der Stadt zu teuer ist.

Am Ende können doch alle selbst entscheiden, ob sie lieber teuer in der Stadt wohnen, wo alles leicht erreichbar ist oder günstig auf dem Land, wo die Wege weiter sind. Das entbindet den Staat nicht von der Aufgabe, auch auf dem Land eine gewisse Infrastruktur vorzuhalten und da ist sicherlich noch Luft nach oben. Aber am Ende ist höherer Transportaufwand immer einer der Nachteile, auf dem Land zu wohnen.

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Im Übrigen bringt der Trankrabatt doch auch nicht wirklich was. Er ist schließlich zeitlich begrenzt, weil sonst unbezahlbar. Anderweitige Unterstützung wäre 1000mal besser.

Und was sollen erst Menschen ohne Auto sagen? Viele können nicht fahren, manche wollen nicht, manche können sich kein Auto leisten. Aber die Bahn darf verkommen. Aber das Deutschlandticket wird teurer. Aber Radwege werden abgebaut. Aber Tempo 30 in Ortschaften ist nicht an der Tagesordnung, um Menschen zu Fuß/auf dem Rad und Anwohner vor Unfällen und Luftverschmutzung + Lärm zu schützen. Ganz zu schweigen vom Klimaschutz.

Fehler bemerkt?

Zwei Autos kommen einem auch nur deshalb notwendig vor, weil man sich daran gewöhnt hat. Hatte früher niemand. Mein Dorf hatte 100 Einwohner, nächste Stadt 10 km, meine Schule 20 km entfernt. Ich kenne die Probleme. Auch damals war es nicht einfacher auf dem Land. Aber niemand wäre auf die Idee gekommen, das Autofahren weiter zu subventionieren. Übrigens war während der Ölkrise die Ansage „autofreier Sonntag“ etc. und nicht „Tankrabatt“.

Ich finde es angesichts des Klimawandels, der Hitze (insbesondere in den Städten wegen der Versiegelung und wegen des ganzen Blechs), der Abhängigkeit von Autokratien und der höheren Kosten unerträglich, dass fossile Mobilität und fossile Energieträger allgemein weiter subventioniert werden, während die nachhaltige Mobilität mühsamst erkämpft werden muss.

Aktuell kürzt die Regierung (edit) bei vielen Bevölkerungsgruppen der Mittel- und Unterschicht. Es sind keine Reformen. Es sind Kürzungen. Bei Kindern, Familien, Behinderten, Demokratiebildung etc. etc. Wenn eine Entlastung stattfinden soll, dann doch bitte per Einmalzahlung an alle und nicht durch einen unsinnigen Tankrabatt an einige.

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Die gesellschaftliche Frage des Tankrabatts ist ja nicht, ob es Unterstützung in diesen Zeiten geben sollte. Der Tankrabatt steht so heftig in der Kritik, weil dieser so unglaublich schlecht ist. Die Ölkonzerne machen riesige Gewinne, es reduziert nicht den Verbrauch in Zeiten von drohender Knappheit, es fördert nicht diejenigen, die es mehr brauchen, es fördert diejenigen mehr, die verschwenderischer mit einer knappen Ressource umgehen, denn ein Überverbrauch wird durch den Gießkannenrabatt stärker gefördert.
Es gäbe so viele besser wirkende Möglichkeiten. ÖPNV Förderungen, Direktzahlungen, Elektroförderungen, MwSt Senkungen auf gewisse Produkte, etc.
Das haben wir auch schon ausreichend in vielen Details diskutiert.
Und gesellschaftlich ist es auch schädlich die Diskussion zwischen Stadt und Land wieder aufzumachen, denn der Tankrabatt schadet auf diese Weise unserem Zusammenleben, weil er einen Konflikt schafft, den wir nicht haben sollten.

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Bin auf dem Land aufgewachsen. 10km mit dem Rad waren vollkommen normal. Dieser Tage fahre ich bis 30km mit dem Rad - geht wunderbar. Und spart auch noch Geld für’s Fittie.

Ich weiß, es gibt ein paar Landstraßen, die als Radfahrer unangenehm sind, da es keine Radspur gibt und die Autofahrer keine Rücksicht nehmen. Allerdings gibt es idR z.B. Waldwege, auf die man ausweichen kann.

ÖPNV kann man ausbauen. Sowas kann man politisch einfordern. Wenn es mal ohne Auto gar nicht geht, kann man Fahrgemeinschaften bilden.

Wo ein Wille, da ist idR auch ein Weg. Ich sehe einfach keinen Willen.

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Es gibt auch Mitfahr-Initiativen wie
https://mitfahrverband.org/mitfahrbaenke/
Ähnliches kenne ich auch aus Hessen (nicht in der Tabelle erfasst).

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Wie viele KM fahrt ihr pro Monat?

Was ich in solchen Debatten immer vermisse ist eine Mischung aus Eigenverantwortung und Weitsicht:

Spritpreise sind nicht gottgegeben und folgen (überwiegend) den marktwirtschaftlichen Grundsätzen.

Auch Straßen und übrige Verkehrsinfrastruktur (z.B Parkplätze und Feuerwehren) wollen bezahlt werden und deshalb macht es schon Sinn das irgendwie auf die Nutzer umzulegen, wobei ein guter Indikator für „Vielnutzer“ ja „Vielverbraucher“ ist. In anderen Worten: Überraschung, Autofahren ist teuer! Nicht nur privat auch gesellschaftlich.

Ölkrisen gab es schon im letzten Jahrtausend und Diesel für Autos konkurriert mit Heizöl für Häuser. Viel Nachfrage lässt die Preise steigen. Im Umkehrschlus heißt dass, dass es für alle billiger wird, wenn weniger Leute fahren.

Da kommt jetzt die Eigenverantwortung und Weitsicht: das war alles bekannt und Optionen gibt es viel. Das fängt bei Rad, Öffis und Elektroaustos an, geht über sparsame Kleinwagen und endet dann irgendwo bei Wärmepumpe und PV.

Aber was lagen sich alle in den Armen als klar wurde, dass man doch wieder Ölheizungen einbauen darf. Was wurden Träume wahr als das erste Mal der Begriff „hocheffiziente Verbrenner“ in Gesetzen auftauchten. Ein „Weiter So!“ schien bis in alle Ewigkeit möglich.

Jetzt kann die Realtätswatsch in Gestalt von Putin und Trump. Ein Ende nicht absehbar und der Ölpreis ereifert sich in luftige Höhen zu steigen.

Jetzt kommen die Unkenrufe in Richtung der Politik. Bitte füllt meinen Tank, aber bitte zwingt mich nicht dazu mich mit zukunftsfähigen Alternativen beschäftigen zu müssen.

(Der sarkastische Tonfall sei mir bitte verziehen)

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Die Zeit ist aber auch nicht mit heute zu vergleichen. 6 Minuten Taktung in der U-Bahn hatte früher auch niemand und dennoch ist es heute Standard und die Nutzer fordern zumindest in Stoßzeiten noch kürzere Takte. Sowohl die Umstände als auch die Ansprüche haben sich in den letzten 30+x Jahren ja schon gewaltig verändert.

In meiner Kindheit kannte ich Leute die kamen außer Schule quasi nicht aus ihrem Dorf hinaus. Bäcker mit Lebensmittelladen, Metzger, Kindergarten, Sportverein, etc. war alles im Dorf oder Nachbardorf. Heute ist der nächste Laden für Lebensmittel in der nächsten Stadt, ebenso wie die Vereine und der Kindergarten. Und die Mutter ist nicht mehr bis die Kinder aus dem Haus sind daheim sondern arbeitet auch am Land meist nach wenigen Jahren wieder zumindest in Teilzeit.

Dennoch kommt mir der Ausgangspost etwas spanisch vor. Wenn es um so kurze Strecken geht wäre ja das Rad/Pedelec durchaus eine Alternative, zudem kommen gar nicht viele km zusammen und die Belastung ist daher niedriger als bei vielen Pendlern.

Trotzdemm halte ich die Aussage man könne Strecken bis 20 km mit dem Lasten-e-bike fahren für kaum verallgemeinbar. Bei 20 km Strecke reden wir über 40 km wenn man auch wieder zurück muss. Ich pendle gerade selbst 9,5 km einfach mit dem Rad und da geht durchaus Zeit für drauf. Weil innerorts noch immer schneller als ÖPNV und kaum langsamer als Auto, aber 20 km überland sind da doch ein anderes Delta.

Kurze Strecken mit dem Rad zu fahren wäre aber gut möglich. Kenne da z.B. jemanden die fahren als Gruppe mit dem Rad zum Fussballtraining ins Nachbardorf mit einem Elternteil als Begleiter im Wechsel. Auch bei Regen und Dunkelheit.

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Ich fahre ca. 1.000 km mit dem Auto und ca. 250 km mit dem Rad. Die durchschnittliche Fahrstrecke mit dem Auto beträgt ca. 100 km (Wochenendpendler) und ca. 5 km mit dem Fahrrad.

Das Büro ist 10,5km entfernt. Ich fahre das mit Rad. Ich habe kein Auto. Wenn ich eins brauche, leihe ich mir eins. Ich reise aber eigentlich immer mit der Bahn.

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Es ging hier teilweise um 7 km. Aber ja klar. Ich verstehe das alles.

Nur ist es keine Lösung, wenn alle alles machen wie immer. Die Politik muss sich ändern, die Menschen müssen sich bewegen.

Übrigens hat derjenige, der Rad fährt, schon seinen Sport gemacht :wink: Das spart dann wiederum Zeit.

Wenn viele ihr Möglichstes tun, ist es besser möglich, dass diejenigen, die darauf wirklich angewiesen sind, weiterhin Auto etc. nehmen.

Allerdings ist das alles für die Katz, wenn die Politiker nicht endlich einsehen, dass es so nicht weitergeht.

Die Tausende Hitzetote dieses Sommers werden einfach im wahrsten Sinne des Wortes totgeschwiegen. Der stille Tod. Wie viele abgestürzte Flugzeuge wären das? Wo bleibt der Aufschrei?

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Ich merke, es fehlen noch ein paar Infos.

Land ist nicht gleich Land. In unserem Fall wohnen wir an einer gefährlichen und viel befahrenen Kreisstraße ohne Aussicht auf Fahrradwege. Trotz häufiger Nachfrage und Drängen bei der Gemeinde und Landkreis. Grundstückseigentümer wollen z.T. keine Flächen dafür bereitstellen. Zudem ist unsere Gegend hügelig und nicht flach wie in den Niederlanden.

Die Kids können frühestens mit dem Roller selbständig zum Sport/ zu Freunden o.Ä. fahren.

Durch gute Freundschaften sind Logo Fahrgemeinschaften in gewissen Situationen möglich und werden praktiziert doch der Umfang ist überschaubar.

Die Gemeinde ist pleite und schlecht organisiert, sodass es z.B. teure Ausgaben wie Feuerwehrhaus oder Kindergarten tiefe Löcher in die Haushaltskasse reißen, die auch durch kaum vorhandenes Gewerbe nicht wieder gestopft werden. Grundstücke von der Gemeinde können nicht verkauft werden, weil sich die niemand mehr leisten kann bei den aktuellen Zinsen und Baukosten.

Zudem gibt es bei uns keine Rufbusse oder Ruftaxis, keine Nachbarschaftshilfe oder ähnliches, was auch für ältere Menschen auf dem Land notwendig wäre.

Eine Bushaltestelle ist speziell nun bei uns nicht in erreichbarer Nähe. Generell ist das Buswegenetz schlecht ausgebaut bzw. wird wenig von den Bürgern der Gemeinde genutzt weil man auf dem Land immer ein Auto braucht.

Logisch sind Mieten in der Stadt teuer, aber auf dem Land ebenso wenig zu unterschätzen, je nach Region und Nähe zur Großstadt. Auf dem Land gibt es mehr Eigenheimbewohner, doch diese kämpfen mit den Schulden.

Ich habe letztens eine Behandlung in der Stadt abgesagt, weil mir der Weg für 5 Min zu weit/teuer ist. Logisch verbindet man mit jeder Fahrt so viele Erledigungen wie nur möglich, doch ständig muss man auch nicht zum Bäcker, dort wo z.B. eine Käsebreze 2,50 € kostet. …

Wir fahren täglich ca. 120km. Mit dem Glück, dass unsere Arbeitsstätten nicht extrem weit entfernt liegen. Andere fahren da auf dem Land viel weiter zur Arbeit.

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Daher bin ich ja zusätzlich auch auf den Ausgangspost eingegangen.

Bewegung. Als ich noch in meiner Sportart richtig aktiv war ging es viel um Stabilität und Explosivität. Ich war damals auch viel mit dem Rad unterwegs, eine Trainingseinheit konnte das aber nie ersetzen.

Heute ist das ein Stück weit anders, aber dennoch brauche ich mich nach einer Fahrt auf dem Rad in einer Intensität bei der man von Sport redet nicht mehr in die Schule oder ins Büro hocken. Aber natürlich gibt es auch Leute die fahren mit dem Rennrad in die Arbeit und duschen dort einfach. Wenn man das kann natürlich optimal.

Insgesamt als Familie?

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Danke. Wir reden hier also von einer Mehrbelastung von ca. 50€ durch den Krieg.

(7l/100km x 1000km x 0,70€/l = 49€; wobei die 70 cent der Abstand zwischen Vorkriegspreis und Maximum ist.)

Warum machen wir das alles? Der Tankrabatt kostet circa das, was der Bund pro Jahr für Kitas dazu gibt (wobei das Geld natürlich nicht genutzt werden darf um die Elternbeiträge zu senken…)

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Vielleicht will ich mal der Advocatus diaboli sein.
Können und werden wir unseren Lebensstandard mit allem Errungenschaften und Annehmlichkeiten aber den auch wie ich finde oft Stress (für mich ist Autofahren Stress) noch halten?
Und das für den aktuellen Preis?
Haben wir nicht über Jahre unseren Teil des Verbrauchs an Rohstoffen in Deutschland überschritten.
Und kann das so weiter gehen? Und sollte das dann subventioniert werden?
Jetzt gibt es schon jährlich über 60 Milliarden Euro an klimaschädlichen Subventionen?
Und sollte man nicht alles unter 10 km mit dem Rad / E-Fahrrad/ Pedelec fahren als 2 Tonnen durch die Gegend zu fahren?

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