Der Elon Musk Effekt auf Tesla scheint in Europa ja angekommen zu sein. Nachdem Elon komplett durchgedreht ist sind die Verkaufszahlen von Tesla rückläufig.
Müssen wir dies nicht auch in Deutschland viel mehr mit den Firmen/Menschen „vor unserer Haustür“ tun, die in offensichtlicher Verbindung zur AFD stehen, vorausgesetzt, wir wollen die AFD nicht?
Auch die AFD scheint immer mehr Unterstützung aus der Wirtschaft zu bekommen. Was sie nach außen hin legitimer/seriöser erscheinen lässt.
Ob die Unterstützung jetzt rechts-ideologisch oder wirtschaftlich motiviert ist, ist mir egal.
Der Unternehmer Theo Müller hat seinen Geburtstag mit Rechtsextremen gefeiert. Nach „Spiegel“-Informationen richtete Müller am 31. Mai eine Party auf dem Gelände seiner Weihenstephan-Molkerei im bayerischen Freising aus, um seinen 85. Geburtstag nachzufeiern. Unter den gut 250 Gästen des Molkerei-Unternehmers waren nach Recherchen der Zeitung neben Wirtschaftsleuten auch die Bestsellerautorin Gaby Hauptmann sowie Vertreter von CSU und FDP als auch Akteure der extremen Rechten. So war Alice Weidel, Chefin der rechtsextremen AfD, mit Familie und Personenschützern vor Ort. …Neben Weidel war auch Hans Christian Limmer dort, saß am selben Tisch. Er ist nicht nur Mitgründer der Bäckereikette „Backwerk“, sondern hatte auch mit zu jenem „Remigration“-Treffen im Potsdamer Landhotel eingeladen, das die Rechercheplattform Correctiv vor gut anderthalb Jahren öffentlich machte.
…Auch Roger Köppel, Chef der Schweizer „Weltwoche“, war bei Müllers Feier, saß mit an seinem Tisch. Die „Weltwoche“ berichtet seit Jahren immer positiver über Rechtsextreme, Weidel ist dort Kolumnistin.
Die mit Abstand höchsten Spenden in diesem Jahr erhielt dabei innerhalb weniger Tage die in weiten Teilen rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD). Bereits nach einer mysteriösen Großspende am 23. Januar zeigte sich die NGO Lobbycontrol besorgt: „Dass die AfD insgesamt 2,5 Millionen Euro von zwei Spendern innerhalb von einer Woche erhält, ist ein beunruhigendes Zeichen dafür, wie sehr die extrem rechte Partei inzwischen normalisiert ist…Werbeagentur Goal AG… 999.990 Euro von Horst Jan Winter, Aufsichtsratsmitglied der Böttcher AG… 1.500.000 Euro von Winfried Stöcker, Gründer von Euroimmun und umstrittener Arzt… 265.050 Euro von Hartmut Issmer, Bauingenieur und Unternehmer… 100.000 Euro von Christian Krawinkel, Vermögensverwalter
Diese Frage muss letztlich jeder für sich beantworten.
Ich für meinen Teil habe z.B. Müller Produkte schon lange gemieden, und versuche sowas auch bei anderen Firmen zu berücksichtigen, gehe aber z.B. nicht so weit bei jedem Discounterprodukt einzeln nachzuvollziehen aus welchem Konzern das stammt.
Bei großen Markenprodukten kaufe ich aber natürlich auch nach Sympathie zur Marke und da gehört auch die politische und gesellschaftliche Positionierung sowie sonstiges Engagement dazu.
Vielen Dank für weitere Posten auf meiner Boykottliste. Amazon, Weihenstephan et al stehen da schon länger drauf.
Bei Backwerk habe ich bisher nicht gekauft, weil solche Lebensmittelpreise eigentlich nur über Ausbeitung von Menschen und/oder Umweltsauerei zustandekommen können und das Zeug idR schlicht unappetitlich aussieht.
Nun sitzt die Kette allerdings auch fest auf meiner „da nicht kaufen“-Liste. Merci.
Der nachgesagte Kontakt zur NPD konnte ja nie belegt werden so weit ich weiß, jetzt ist es aber offensichtlich.
Finde die Zivilgesellschaft sollte sich durch Boykott bemerkbar machen. Aber mir ist das zu wenig präsent. Welche Firmen/Leute sind da wie in welcher Forme verwickelt. Die Netzwerke sollten aufgedeckt werden, damit man entsprechend handeln kann. Daher fände ich einen Abschnitt in einer Folge der Lage dazu gut. Von mir aus eingebettet in einen größeren Block wie Rechtspopulisten netzwerken und unterstützt werden.
Vlt hats auch den gegenteiligen Effekt, wenn jetzt 20-30% AFD Wähler nur noch Weihenstephan trinken.
Ja, ich denke auch, dass wir der sollten. Aber das hat natürlich auch Seiteneffekte.
So kaufen Rechte gezielt bei lokalen Händlern ein, die von anderen aufgrund ihrer Einstellung gemieden werden. Man fördert damit also die Lagerbildung und stärkt den Opfermythos. Und Listen mit Unternehmern, die rechte Parteien unterstützen könnten dazu führen, dass diese Unterstützung dann versteckt abläuft.
Soll doch jeder kaufen wo er oder sie möchte. Sehe da kein „wir“, denn Kaufentscheidung ist individuell. Es gibt unzählige weitere Entscheidungen, die gleichsam gut oder schlecht für das große Ganze sind, daher soll einfach jeder für sich entscheiden.
Nur die Molkerei, oder auch die Brauerei? Das sind zwei getrennte Firmen, die nicht viel miteinander zu tun haben (sind halt beides Nachfolgefirmen des selben säkularisierten Klosters)
Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan ist als Regiebetrieb des Freistaates Bayern ein nach privatwirtschaftlichen Maßstäben geführtes Unternehmen und zudem Bestandteil des Zentralbereichs der TU München.
Nicht, wenn man als politisches Subjekt die Kaufentscheidung politisiert.
Ist eine die politische Gemeinschaft oder eben die Abgrenzung von einer solchen betreffende Angelegenheit. Sprich, auch wer bewusst nicht politisch einkauft, trifft eine politische Entscheidung.