Sind Männer für unsere Krisen verantwortlich?

Das ist schwer zu sagen.

Persönlich glaube ich, dass Macht korrumpiert. Eine Welt, in der Frauen regieren würden, wäre nicht zwangsläufig besser. Die These, dass steinzeitliche, matriarchale Kulturen gewaltfreier gewesen seien, wird heute zumindest bestritten. Unter weiblichen Anführern wie Katarina der Großen, Elisabeth der I., Queen Victoria oder auch den diversen Kleopatras gab es historisch auch ähnlich viele Kriege wie unter männlichen Anführern.

Grundsätzlich würde ich hinterfragen, ob Geschlechterzuschreibungen wirklich hilfreich sind. Eine allgemeine Verurteilung von Männern ist m.E. wenig hilfreich, ebenso wie eine allgemeine positive Zuschreibung von Frauen (dh. die Annahme, sie würden es besser machen, weil sie Frauen sind) problematisch ist.

Dass Männer für die Gesellschaft teurer sind als Frauen gilt wohl als hinreichend bewiesen, aber das Problem liegt hier eben tatsächlich in einer Mischung von „robusterer“ Erziehung und Biologie (das gute, alte Testosteron…). Dagegen kann man leider wenig tun, so blöd das auch klingen mag. Dazu gab es auch schon einen Thread im Forum, der leider nicht sehr lang wurde:

Das soll natürlich kein Plädoyer gegen Gleichberechtigung sein, ganz im Gegenteil, ich bin absolut dafür, dass Frauen auch 50% der Machtpositionen in der Gesellschaft bekleiden sollten. Aber eher aus Gründen der Fairness und dem Gedanken heraus, dass mehr verschiedene Zugänge und Problemlösungsansätze hilfreich sind (dh. bin ich auch für diverse Führungsetagen, dh. unter Einschluss von Menschen anderer Abstammung, sexueller Orientierung usw.).

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