Vorab: habe nicht alle 110 Beiträge gelesen, nur vereinzelt überflogen.
was oft nur so halbrichtig vorkommt. Die Viertagewoche geht oft mit einer verkürzung der Arbeitszeit einher.
Was aber nicht zwingend richtig ist.
Vor einigen Jahren habe ich mit einem Gastronom zusammengearbeitet und wir sind dabei auf den, bis heute funktionierenden, Ansatz gekommen.
wir verkürzen die Arbeitswoche auf vier Tage a 10 Stunden.
Das Personal war nicht nur einverstanden sondern positiv begeistert.
Wer in der Gastro arbeitet weiß, dass 8h Arbeitszeit eh nie in der Praxis eingehalten werden . verkürzte Pausen und zum Schichtende „macht man aber den Tisch noch“, schließlich möchte man ja auch das Tipp dafür. Je nach Betrieb ist das natürlich unterschiedlich geregelt… Zusätzlich haben wir noch ein paar andere Anpassungen vorgenommen, was die zugesicherten Sonntage angeht. Also lieber die Zeit offiziell Arbeiten, die man eh oft länger im.Betrieb ist und dafür 3 freie Tage in der Woche. Dabei wurde zugesichert,dass mindestens zwei davon immer am Stück sind, wie bisher. Für alle drei könnten wir nicht garantieren, weil für Hochzeiten und Co ein hoher Bedarf auf Sams- und Freitage fällt und es dann nicht mehr möglich gewesen wäre,da immer drum herum zu planen.
Insgesamt könnte so aber das Personal über Corona gehalten werden und sogar die Leistung verbessert werden. Weniger Ausfälle wegen krank, z.B. und sogar Initiativbewerbungen gab es vereinzelt, von Kellnern aus anderen Häusern.
Das sind durchaus Konzepte, die mitunter mehr planerischen Aufwand erfordern, aber auch für Pflege und andere Personalintensive Arbeiten, die vor Ort stattfinden müssen denkbar sind und trotzdem einen erheblichen Teil zur Work-Life-Balance und Erholung beitragen können, ohne die Nettoarbeitszeit in diesen Berufsständen zu kurzen.
Natürlich lässt sich verargumentieren, dass dadurch eine dauerhafte Abdeckung wo Schließtage nicht möglich sind, wie in der Pflege noch schwerer zu halten ist, aber inwieweit ist das die Verantwortung des einzelnen Pflegers als Arbeitnehmer und in wie weit darf man erwarten, dass diese Personen, diese Lücken im Personal ausbaden müssen, teils mit noch mehr Arbeitszeit zu deren persönlichen körperlichen und mentalen Lasten.
Zweitens:
Auch wären im Handwerk Möglichkeiten da, dass die Arbeitszeit beispielsweise beim Polier im Sommer bei 40 Stunden bleibt, aber im Winter bei 30 Stunden liegt.
In der Zeit wo die Arbeit verbracht werden muss und in diesem Fall oft auch nur kann, wir die Verkürzung später ausgeglichen durch 3 oder 4 Tagewochen im Winter. Auch das sind Ansätze, die es vereinzelt schon gibt, aber in Diskussionen und Politsendungen quasi nie stattfinden…