Resiliente Kommunikation als Gemeinschaftsprojekt: Meshtastic

Hallo liebes Lage-Team!

Anfällige Infrastruktur ist immer mal wieder in den Nachrichten, aufsehenerregend zuletzt durch den Anschlag in Berlin auf das Stromnetz.

Angestoßen durch unsere Kinder, die in Zeiten des Ukraine-Krieges durch solche Nachrichten verunsichert werden und das Gefühl haben, nichts tun zu können als den Erwachenen zu vertrauen, habe ich ein Projekt gesucht, bei dem jeder etwas tun kann. Dabei bin ich auf “Meshtastic” (https://meshtastic.org/) gestoßen, das sowohl bei Stromausfällen als auch ganz generell auf dem Land mit schlechter Anbindung an das Mobilfunknetz zumindest eine Ergänzung für Rettungskräfte (https://www.youtube.com/watch?v=Ry5Fb-DYkOc) und Interessierte sein könnte.

Wir haben mit den Kindern gebastelt und relativ schnell Erfolg gehabt - sowohl technisch als auch - vor allem - emotional bei den Kindern, vielleicht doch etwas tun zu können. Ich kann mir vorstellen, dass einige Hörer hieran Interesse hätten und vielleicht auch in Schulen ein fachübergreifendes Projekt mit den Schülern daraus entstehen könnte - Gemeinschaftskunde (Gemeinwohlgedanke, Einwerben von Geldern), Weltkunde (Politische Situation, Resilienz) und Informatik (technische Umsetzung).

In der Folge würde das entsprechende Netz vor Ort deutlich engmaschiger und für den Fall der Fälle verlässlicher funktionieren - zum Wohle aller.

Vielleicht wäre das mal einen Hinweis in einer Folge wert.

Beste Grüße!

Hauke

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Prinzipiell zwar tolles Projekt, ich komme mit Hops teils 200km weit, direkt ~20km. Leider ist das Projekt wegen einigen Designentscheidungen (flood-routing) und rechtlichen Schranken (maximale Sendezeiten) ohne strikte Planung eher nur für Bereiche geeignet, in denen nicht viele Knoten unterwegs sind. Grade in Städten ist man schnell durch Weiterleitungen an den rechtlichen Grenzen und kann technisch selbst nicht mehr senden. Konkurrenzsysteme wie MeshCore sind da etwas sauberer, aber leider nicht so nutzerfreundlich und weniger verbreitet. Ein Versuch beide Systeme zu vereinen ist an den Befindlichkeiten einiger Entwickler*innen leider gescheitert.

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Ja, du hast sicherlich Recht. Als Geisteswissenschaftler lag mein Schwerpunkt auf der Möglichkeit, Kinder einzubeziehen und ihnen das Gefühl zu geben, in Zeiten von Klimawandel, Ukraine-Krieg und Grönland-Begehrlichkeiten auch ohne aktives Wahlrecht Einfluss zu nehmen und selbst etwas tun zu können, was der Allgemeinheit hilft. Da ist die Frage “Meshtastic” oder “MeshCore” zweitrangig.

Aber in der Tat: Ich habe mir nun auf deinen Hinweis hin einmal MeshCore angeschaut, und tatsächlich sind dort wohl einige Dinge besser gelöst. Das schöne ist, dass die Nodes einfach umgeflasht werden können. Aber wenn man dafür Werbung macht und vor Ort so eine Infrastuktur überhaupt erst einmal aus der Taufe heben will, sollte man das im Vorwege gegeneinander abwägen.

Wir fahren hier im Moment zweigleisig - weil wir auf dem Land wohnen und weder das eine noch das andere auch nur im Ansatz ausgebaut ist - und testen, was uns (ganz persönlich) besser gefällt. Ich tendiere zu MeshCore, wegen der von dir angesprochenen Probleme bei größeren Nutzungszahlen und dann stärkerem Traffic. Denn wenn man ein solches System schon propagiert, sollte es auch funktionieren, wenn viele auf den Zug aufsprigen. Außedem ist die Einteilung in nur 4 Rollen deutlich einfacher zu vermitteln.

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