Hallo,
euren Vorwurf der Lüge an unsere Bundeswirtschaftsministerin kann ich Angesicht der verdrehten Interpretation der Zahlen sehr gut nachvollziehen. Ich hörte den Abschnitt eurer aktuellen Lage direkt nachdem ich Folgenden Offenen Brief zur Kürzung der Honorare und der geplanten Budgetierung und Zugangssteuerung zur Psychotherapie mitgezeichnet habe, aus dem evidenzbasierten und nachprüfbar hervorgeht, dass dieses Vorgehen wohl gerade Schule macht. Der Brief argumentiert, dass die Vorhaben der GKV und der Politik eine gravierende Verschlechterung der psychotherapeutischen Versorgung zur Folge haben wird. Gleichzeitig ist der erschreckende Umstand präzise dargestellt, dass die SV-GKV ihre Entscheidung der Honorarkürzungen beruhend auf komplett verzerrten Schätzungen, sowohl zum Verdienst und der Arbeitszeit der Psychotherapeuten, als auch der Versorgungssituation begründet und damit öffentlichkeitswirksam die Unwahrheit verbreitet wird. Und das obwohl die Krankenkassen selbst über valide und genaue Daten verfügen würden, die sie nicht nutzen und teilweise auch nicht preisgeben. Am Ende betreibt der SV-GKV Lobbyarbeit auf hohem Niveau und mit manipulativen Zügen, der Bevölkerung wird verkauft das sei notwendig und angemessen, die Psychotherapeuten würden nicht genug arbeiten und zu viel verdienen. Damit wird eine Berufsgruppe richtiggehend verunglimpft, während ein Pfeiler unserer aller Gesundheitsversorgung ersatzlos und kurzsichtig wegrationalisiert wird. Die Bundesministerin für Gesundheit Nina Warken, muss ein solches Vorgehen korrigieren und die Entscheidung auf solide faktenbasierte Beine stellen! Wenn dann eine Kürzung dabei herauskommt, dann ist das eben in derart krisenhaften Zeiten so. Aber nicht basierend auf Lügen, sonst verfehlt die Politik auch in diesem Thema ihre Verantwortung und macht sich weiter unglaubwürdig, wie es auch bei Frau Reiche schon geschieht (die ich für unhaltbar halte)
Viele Grüße