R1234yf ist für neuere Fahrzeuge in der EU Pflicht, da es gegenüber dem Vorgänger R134a einen erheblich geringeren Treibhauseffekt hat (GWP 4 zu 1430). CO2 (R744) ist da noch besser mit einem GWP von 1, benötigt aber sehr hohe Betriebsdrücke um zu funktionieren.
Kurzfristig ist R1234yf nahezu alternativlos, langfristig kann CO2 dies ablösen.
Daher sehe ich den Hinweis, doch bitte Klimaanlagen ohne R1234yf zu nutzen, als problematisch. Alte Klimaanlagen nutzen das starke Treibhausgas R134a. Das ist keine gute Lösung.
Volkswagen plant zwar, bis 2030 alle BEV-Modelle auf CO2 umzustellen, hat aber bisher nur die von Dir aufgezählten Fahrzeuge im Programm mit CO2-Klimaanlagen.
Das stimmt so einfach nicht. Im Herstellprozess von Akkukomponenten kann PFAS freigesetzt werden, ja. Die Größenordnung dabei liegt aber um Welten unter der Menge, die im Akku eingebaut wird. Um eine Zulassung für eine derartige Produktionsanlage zu bekommen, sind weitreichende Vorschriften einzuhalten. Diese hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Alle diese Anlagen haben geschlossene Kreisläufe, Abwasser wird nachbehandelt und geprüft etc.
Und nur um mal eine Einordnung zu geben: Haupt-Emittent von PFAS in die freie Natur sind die Chemie- und Textilbranche. Natürlich heißt das nicht, dass man da nicht auch bei Akkus draufschauen sollte.
Der Unterschied ist aber extrem: In Textilien verwendetes PFAS ist hoch problematisch, da es an der Oberfläche liegt und dort ausgewaschen, abgerieben und eingeatmet werden kann.
In Fahrzeugakkus ist es fest verbaut.
Allen aufgrund der PFAS-Verwendung zu einem kleinen Fahrzeugakku zu raten ist aus meiner Sicht zu kurz gegriffen.
Der EU-REACH-Beschränkungsvorschlag für PFAS zielt daher zuerst auf große Emittenten wie Textilien, Kosmetika, Verpackungen und Konsumprodukte mit direkter Freisetzung.
Produkte, in denen PFAS fest eingebunden ist (wie Akkus), haben Übergangszeiten, um diese zu ersetzen.
Ob man die nun hinzugenommenen Anpassungen und Übergangszeiten als „aufweichen“ bezeichnen will oder der Erstvorschlag mit sehr kurzen Übergangszeiten und einem kompletten Verbot für besser hält, ist jedem selbst überlassen. Schlussendlich ist es ein demokratischer Prozess und der Vorschlag muss Ende 2026 erst einmal in ein Gesetz gegossen werden.
Und da hoffe ich dass dies etwas wird, denn ja, PFAS hat in unserer Umwelt nichts zu suchen.