Pfas - das Gift in Dir

Guten Tag liebes Lage-der-Nation-Team,

als Vater eines 10 Monate alten Sohnes mache ich mir – wie auch viele meiner Freunde – große Sorgen über das Thema der sogenannten „Ewigkeitsgifte“ (PFAS). Es gibt inzwischen sehr gute Podcastreihen dazu, und das Thema wurde ja auch bei euch schon vereinzelt vorgeschlagen. Trotzdem scheint die Lobbyarbeit der Chemieindustrie nach wie vor wirksame und nachhaltige Verbote zu verhindern – insbesondere durch zahlreiche Ausnahmeregelungen.

Wäre es vielleicht möglich, das Thema bei euch noch einmal aufzugreifen, vielleicht sogar mit einem Interview, das politische Entscheidungsträger direkt erreicht?

Gerade jetzt, wo Ulf selbst Nachwuchs bekommt, wäre das doch auch ein guter Anlass, über die gesundheitlichen Risiken für Kinder zu sprechen. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich verunsichert – was ist eigentlich alles im Leitungswasser, und was kann ich meinem Sohn überhaupt noch zumuten?

Vielen Dank für eure großartige Arbeit und euer Engagement!

Viele Grüße

Jens

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Als jemand, der aktuell beruflich mit dem Wasser/Abwassersystem zu tun hat: Ein wichtiges Thema!

Üblicherweise erfüllt das Leitungswasser größtmögliche Qualitätskriterien und sollte grundsätzlich gefahrlos genießbar sein. Einschränkungen würde ich hier eher dort sehen, wo Beeinträchtigungen im Haus/Haushalt selbst liegen durch bspw. veraltete Rohre. Wie es mit der PFAS-Entfernung im Trinkwasser selbst aussieht weiß ich ad-hoc nicht.

Ansonsten gibt es durchaus Bestrebungen auf Ebene der EU PFAS stärker zu regulieren, was meiner Meinung nach unerlässlich ist. Trotzdem wird sich das Problem nicht unmittelbar dadurch in den Griff bekommen lassen. Zum einen sind PFAS in buchstäblich allen denkbaren Bereichen eingesetzt, sind persistent und mobil, d.h. in der Umwelt werden sie nicht von selbst abgebaut. Dadurch bestehen unzählige Quellen, die PFAS in die Umwelt abgeben können und das auch dann tun, wenn einzelne Stoffe an sich gar nicht mehr in neuen Produkten angewendet werden.
Zum anderen gibt es zahllose Vertreter der PFAS, immer weitere Neuentwicklungen und es ist (wie auch bei anderen Stoffgruppen) schwer da regulatorisch Schritt zu halten

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Aus meiner Sicht ist es gerade deswegen wichtig, dass das Thema PFAS stärker in die Öffentlichkeit rückt, es kann ja nicht sein, dass mittels Verwandter Stoffgruppen ein defacto Workaround zu Lasten der Umwelt und Gesundheit gibt.
Ich empfehle dazu den NDR Podcast 11KM – Stories mit der ARD - Panorama / NDR Investigation „Das Gift in Dir“. Die Recherchen bieten viel Hintergrund und stellen auch die derzeitige politische Reaktion dar. Wenn mir erlaubt sei, mache ich hier gern etwas Werbung für Arbeit der Kolleg:innen – es lohnt sich reinzuhören!

Um dem ganzen Thema mehr Plattform zu geben, wäre also ein Lage der Nation Beitrag mit vielleicht einem Interview / Stellungnahme aus den Verantwortlichen Ressorts der Politik relevant.

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*Philip ^^

Selbst grüne Politiker fallen auf die Nebelkerzen “PFAS of low concern” der PFAS Lobby rein. so etwas gibt es nicht! Von daher wäre hier weitere Aufklärung notwendig.

. Kampf um PFAS: Wie Habeck der Chemie-Lobby auf den Leim geht | tagesschau.de

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Hier noch ein Beitrag der Zeigt wie erfolgreich die Lobby Arbeitet gewesen ist und der Grüne Habeck die Lobby Floskeln übernommen hat:

PFAS ist im Grundwasser angekommen, es wird schwierig das wieder raus zu bekommen, wenn überhaupt möglich

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Hallo Anja,

Danke für deine Beitrag, in der Tat ist mir bei meiner Recherche das Narrativ der Lobby auch oft begegnet, auch im Jargon der Grünen. Deswegen wäre eine differenzierte Recherche mit Interviews aus der Politik a la Windrad Recherche von LdN ein großer Finger auf einer schwelenden Wunde. Klar gibt es wie immer viele Baustellen, dass man so gar nicht recht weiß wo anfangen und das aktuelle Tagesgeschehen überwältigt einen ja auch ständig.

Viele Grüße

Jens

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PFAS ist ähnlich wie Asbest, saurer Regen, FCKW, bleihaltiges Benzin…

Die Journalisten müssen die Wissenschaftlerinnen Erkenntnisse in die Öffentlichkeit tragen und so die politischen Diskussionen in Gang bringen, auch wenn manche Firmen das nicht wollen.,

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Auch andere Politiker ignorieren die Wissenschaft und machen sich zum Sprachrohr der der PFAS Lobby. Hier besonders aktiv: Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin Baden-Württemberg, CDU:

O-Ton Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin Baden-Württemberg, CDU: "Es gibt eben Gruppen, die Fluorpolymere, die in einem sicheren Kreislauf eingesetzt werden können, sodass die Gefahr gegen Null geht, dass diese in den Umweltkreislauf quasi eingebracht werden.

O-Ton Prof. Martin Scheringer, Chemiker ETH Zürich: "Ja, das stimmt nicht. Die Fluorpolymer-Herstellung hat die stärksten, größten und gravierendsten PFAS-Kontaminationen in der Umwelt überhaupt verursacht. Es gibt in Europa sechs Standorte für Fluorpolymer-Herstellung und dort ist der Boden, das Wasser so stark verseucht, dass es zum Teil heißt, man darf nichts aus dem Garten essen, das Wasser muss gefiltert werden. Also das ist gravierend. Das sind gravierende Einschränkungen der Lebensqualität und der Lebensmöglichkeit der Menschen an diesen Orten…..

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für die Menschen im Bad Wimpfen und Untereisesheim sind die Worte Ihrer Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut ein Hohn:

Sie wohnen in der Umgebung des Fluorprodukteherstellers Solvay bei Bad Wimpfen, einem der wenigen PFAS-Produzenten in Deutschland.

Seltsamer weise sind die PFAS Werte in Trinkwasser Quellen und Böden dort mit PFAS belastet…

was macht man wenn man in Deutschland feststellt dass die Grenzwerte im Trinkwasser wegen dem PFAS der Industrie nicht eingehalten werden können

man setzt den Grenzwert rauf…

In den Neckar werden zudem immer noch 1 kg TFA pro Stunde entsorgt

…so viel zu dem Märchen der sicheren Kreisläufe…

Das Trinkwasser in der o.g. Region konnte nur unter dem nach dem Vorfall erhöhten Grenzwert gebracht werden indem Wasser aus der Bodensee Wasser Versorgung zum verdünnen verwendet wurde. Die Bodensee Wasserversorgungversorgt große Teile Baden Württembergs…

Anbei noch eine Risiko Bewertung zu PFAS. Interessant für Leute mit Nachwuchs, Muttermilch ist auch stark mit PFAS belastet, hat aber sonst viele positive Auswirkungen daher wird in der Risikobewertung dies weiter empfohlen.

Für Kinder wird oft auch Fisch empfohlen. Fragen mich ob das heute noch gilt:

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Es ist mir schleierhaft, wo in Zeiten, wo Wasser eine immer knapper werdenden Ressource ist bedenkenlos Rückstände entsorgt werden, die ungleich von Atommüll, keine Halbwertszeit haben. Wenn mein Sohn mich irgendwann fragt, warum hast Du nichts dagegen getan, dass wir keine Tomaten mehr im Garten pflanzten können? das trinken von Leitungswasser nicht mehr möglich ist, weil die Belastung so hoch ist, dass wir mit erheblichen Folgeschäden rechnen müssen? Das es bereits auch Prominente Todesfälle, die im Zusammenhang mit PFAS stehen gibt ist wohl nicht ausreichend um ein vollkommenes Verbot der Herstellung, Verarbeitung aber insbesondere Einbringung in die Umwelt nachhaltig gesetzlich zu verankern. Was muss noch passieren? Fischsterben im Rhein / Neckar etc, Verseuchung ganzer Landstriche gibts ja eigentlich schon.. Da geht ein Kanzler zur COB25 und unsere Wirtschaftsministerin in BW Verkauft Flourpolymere als “Gefahr gegen Null”. Ich würde mich wundern, ob sie derselben Meinung wäre, wenn in Ihrem Balinger Garten eine Grundwasserverseuchung durch PFAS festgestellt würde?
Vergiftet: Die Macht der Chemielobby (Manuskript) Beitrag NDR

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Mir scheint die Industrie nutzt skrupellos mangelnde Vorgaben und lebt in einer PFAS Anarchie!

Bis 2021 leitete Solvay in Bad Wimpfen, ohne Wissen der Behörden enorme Mengen TFA in den Neckar ein – 12 Kilogramm pro Stunde. Da es keinen verbindlichen Grenzwert gab, blieb der Skandal für Solvay folgenlos, obwohl Behörden und Wasserversorger Alarm schlugen.​

Im April 2021 wurde die erlaubte TFA-Einleitung auf ein Kilogramm pro Stunde reduziert – eine Regelung, die bis 2044 gilt. Teil der Lösung bestand darin, die Produktion teilweise nach Salindres in Südfrankreich zu verlagern, wo Umweltauflagen lax gehandhabt wurden. In Salindres wurden anschließend extreme TFA-Werte gemessen, und es kam zu Häufungen von Gehirntumoren in der Region. Ein direkter Zusammenhang konnte nicht nachgewiesen werden, doch die französische Politik reagierte mit einer EU-Anfrage wegen der Rekordwerte im Wasser.

Solvay bestritt lange die Gefährlichkeit von TFA für die Gesundheit und verweigerte ein Biomonitoring der Arbeiter. Erst im September 2024 wurde überraschend die Schließung des Werks in Salindres angekündigt.

Die TFA-Werte im Heilbronner Land steigen weiterhin, und jede produzierte Menge der “Ewigkeitschemikalie” bedroht die Gesundheit auch künftiger Generationen. Das Problem ist nicht gelöst, sondern wird nur verlagert oder formal reguliert, ohne effektive Konsequenzen für die Verantwortlichen.

Das, was über PFAS berichtet wird, klingt so überzogen und absurd, dass jede Vorstellung, dass so etwas in Deutschland oder einem vergleichbaren Land möglich wäre, an der menschlichen Vernunft scheitert. PFAS rüttelt an unserer Wirtschaftsordnung, der Demokratie und den Check-and-Balance-Funktionen. Kann verstehen, dass man sich mit diesen Fragen nicht beschäftigen will und lieber in Kauf nimmt, weiter belogen zu werden.

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Quelle? Der Beitrag liest sich leider sehr emotional. Was soll der Verweis auf „Atommüll“? Wo gab es ein Fischsterben im Rhein / Neckar, das auf PFAS zurückzuführen ist? Wer sind diese prominenten Todesfälle?

Das hab ich nicht behauptet. Es geht hier um den Eintrag PFAS, von Stoffen, die sich nicht abbauen können und anreichern. Oben war eine Risiko Bewertung zu PFAS verlinkt (ganz sachlich Nix emotional…).

Fiche zeigen an was im Wasser Drin ist:

Deutsche Ministerien raten sachlich vom Wildfisch aus Flüssen ab

Ammis formulieren es etwas einprägsamer:

Studie zu einer italienischen Region Bezüglich PFAS Todesfälle :

PFAS reichert sich in der Plazenta an und dann wohl an als Kind weiter gegeben. Gut für die Mutter, schlecht fürs Kind.

dazu kommen noch Erhöhte PFAS Werte in der Muttermilch…

Ist das der Kreislauf? Die Ewigkeitschemikalie wird von einer Generation zur nächsten über Placenta und Muttermilch weiter gegeben

Für mich sind die Worte von Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin Baden-Württemberg, ein Zeichen dass Sie Todeslost invompetent ist oder ein Zeichen der Menschenverachtung, wir brauchen hier dringend mehr Aufklärung

Momentan laufen die politischen Diskussionen noch. Wichtig ist das die Öfftlichkeit hier informiert ist und mitreden kann und nicht die PFAS Lobby durch Nebelkerzen die Politik manipuliert. Erschreckend die o.g. Beispiele von, Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin Baden-Württemberg oder hier dem Antrag der CDU/ CSU

Mir scheint die Regierung ist sich der Sache auch noch nicht sicher, m.E. eher Richtung PFAS Lobby:

Alkohol ist auch hier keine Lösung, Mann kann hier niemanden reinen Wein einschenken - den gibt es gar nicht mehr-…da ist auch immer mehr PFAS drin

… anbei ein kleiner Faktencheck

PFAS-Belastung & Trinkwasserproblematik (Deutschland / EU)
– Umweltbundesamt (UBA): PFAS im Grundwasser und Oberflächenwasser deutschlandweit nachgewiesen, teils weit über empfohlenen Grenzwerten.
– EU-Kommission 2023: PFAS eines der „gravierendsten Umwelt- und Gesundheitsrisiken unserer Zeit“.
– Beispiele aus Deutschland: Altlasten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, NRW, Bayern – mit nachweislichen Verunreinigungen von Böden, Grundwasser und Nutzpflanzen.

  1. zu Fischsterben / aquatische Belastungen
    Es ging nicht darum zu behaupten, PFAS sei das einzige oder exklusive Fischsterben-Risiko. Es geht darum, dass PFAS nachweislich in Fischen, Sedimenten und Flüssen nachgewiesen wird.
    – Rhein: PFAS-Belastungen u. a. im Bereich Nordrhein-Westfalen dokumentiert (LANUV NRW).
    – Neckar: PFAS-Funde in Sedimenten und in Biota nachgewiesen (LUBW Baden-Württemberg).
    Dass aquatische Systeme PFAS nicht abbauen können, ist schlicht Grundwissen – und völlig ausreichend für eine aussage für langfristiges toxisches Risiko.

  2. Prominente Todesfälle / Erkrankungen
    Natürlich wird niemand offiziell „an PFAS“ als Todesursache geführt – toxikologische Kausalität funktioniert anders.
    Wohl aber gibt es zahlreiche epidemiologische Belege für erhöhte Risiken für:
    – Nierenkrebs
    – Hodenkrebs
    – Schilddrüsenerkrankungen
    – Immun- und Fruchtbarkeitsstörungen
    (Studien: C8-Studie, National Academies of Science 2022, EPA Review).
    „Prominente Todesfälle“ bezieht sich auf öffentlich bekannte Fälle von Krebsarten, die in PFAS-Expositionsgebieten überdurchschnittlich häufig auftreten – auch das wurde in mehreren Dokus thematisiert (auch hier sind Sie eingeladen meine Beiträge, als auch die anderer bresogter Mitbürger in diesem Forum aufmerksam zu lesen)

  3. Der Hinweis auf Atommüll
    Faktencheck Atommüll:
    – Atommüll hat eine Halbwertszeit.
    – PFAS sind chemisch praktisch nicht abbaubar (daher „forever chemicals“) also keine Halbwertszeit.
    – Die Folgen sind also irreversibel, flächenhaft schon nachgewiesen und gelangen direkt in Nahrungsketten.

  4. Politischer Kontext
    Wenn ein Bundesland vertretene Ministerin öffentlich von einer „Gefahr gegen Null“ spricht, während gleichzeitig EU-weit ein Komplettverbot von PFAS diskutiert wird, dann ist der Hinweis auf Lobbyeinfluss nicht „emotional“, sondern eine schlichte Beobachtung des politischen Tagesgeschehen auch hier möchte ich einladen LdN aufmerksam zu verfolgen, vielleicht noch die eine oder andere Tagesaktuelle Quelle wie den Deutschlandfunk oder gerade für Regionale Beiträge auch mal die Regionalsender, wie NDR, SWR auch die eine oder andere Tageszeitung im Format einer Süddeutschen oder auch mal eine TAZ können hier durchaus helfen sich einen überblick über die Gemengelage machen. Ausserdem erachte ich aus, dass ein kurzer Blick in die Berichte von UBA, EPA, EU-Umweltbehörde, Landesumweltämtern hier sehr hilfreich ist, um sich einen Überblick zu verschaffen. Alles besser als unsachlich zu zitieren. Ich möchte Sie gerne einladen in eine sachliche Faktenbasierte Diskussion einzusteigen. Anstatt mit dem verweis auf eine emotionale Diskussion Beiträge zu “relativieren”.

    apropos Quellenlage eigetnlich finde ich, dass Antje2 jede menge guter Quellen genannt hat, aber sollte dies zu einer sachlichen Diskussion beitragen möchte ich gerne zu meinen bisher schon genannten, diese hier anführen, da ich ja in meinem text darauf referenziere und mir nicht nachsagen lassen möchte es gäbe dafür keine Quellenlage:

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anbei die Quellenlage für meinen Beitrag:

Umweltbundesamt (UBA)

  • Grundwasser & Böden: UBA beschreibt, dass PFAS zunehmend in Böden und Grundwasser nachgewiesen werden. Umweltbundesamt

  • PFAS in Gewässern („Flüsse, Seen und Meere“): UBA-Messdaten zu PFOS in Wasser & Fischen. Umweltbundesamt

  • PFAS im Menschen: Human-Biomonitoring, Verteilung im Körper, Persistenz. Umweltbundesamt

  • Allgemeine FAQ / Info zu PFAS, auch zur Grundwasserbelastung und Hotspots. Umweltbundesamt

Bundesumweltministerium (Deutschland)

EU / Chemikalien-Regulierung

  • ECHA (Europäische Chemikalienagentur): Aktueller Vorschlag zur Beschränkung von über 10.000 PFAS-Stoffen. echa.europa.eu+1

  • Restriktionsvorschlag PDF (REACH): Detaillierte Einschätzung und Risikoanalyse zur Umweltschädlichkeit von PFAS. Bundesinstitut für Risikobewertung

  • Weitere Analyse zum Vorschlag / Lobbying: „New approach …“ mit Hintergrund zur EU-Politik. Passle

Gesundheitliche Risiken (Studien & Epidemiologie)

  • C8-Studien (PFOA): Erfahrungswerte aus stark exponierten Bevölkerungsgruppen, u. a. mit erhöhtem Risiko für Nieren- und Hoden-Krebs. PubMed+2ResearchGate+2

  • Spezifische Studie: PFAS-Blutwerte und Risiko für Nierenkrebs (renal cell carcinoma). PMC

  • Epidemiologische Meta-Analyse: Zusammenhang zwischen PFOA-Serumspiegeln und Nieren- sowie Hoden-Krebs. Tandfonline

  • Nationale Akademien-Studie: Empfehlung zum erweiterten PFAS-Biomonitoring bei exponierten Menschen („Guidance on PFAS testing“) nationalacademies.org+1

  • Weitere gesundheitliche Effekte laut ATSDR (US): z. B. Nieren, Immunsystem, Schilddrüse. atsdr.cdc.gov

  • KCE (Belgien) Konsensbericht: Verknüpfung von PFAS-Exposition mit Nierenkrebs in epidemiologischen Studien. kce.fgov.be

Lobbyismus / politische Debatte

  • Bericht über Chemie-Lobby gegen PFAS-Beschränkung. Guardian: „Chemical companies lobbying …“ Der Guardian

  • Medienanalyse zu Kampagne der Kunststoffindustrie, um PFAS-Verbot zu verhindern. Le Monde: „Kampagne de désinformation du lobby du plastique“ Le Monde.fr


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Gute Informationen für Verbraucher hat die Verbraucherzentrale Hamburg, beispielsweise was man selbst tun kann.

„… Dennoch können Sie ein paar Vorkehrungen treffen. Wir raten Ihnen zum Beispiel, auf mit Teflon beschichtetes Back- und Kochgeschirr zu verzichten. Nutzen Sie stattdessen lieber Pfannen aus Edelstahl oder Gusseisen; auch Töpfe mit einer Quarz-oder Keramik-Versiegelung sowie Emaille können Alternativen sein. Verzichten Sie bei Ihrer Schuhpflege auf Imprägniersprays oder fragen Sie zumindest explizit nach einem fluorfreien Mittel. Tragen Sie bei Ihren Outdooraktivitäten geölte oder gewachste Kleidung. Soll es doch Funktionskleidung sein, suchen Sie gezielt nach Ausrüstung ohne fluorierte Chemikalien. Meiden Sie Einwegverpackungen beim Verzehr von To-Go-Getränken und -Lebensmitteln, auch Pizzakartons…,“

Dort ist auch ein Musterbrief mit dem beim bei Unternehmen anfragen kann ob in einem Produkt PFAS enthalten ist:

„…. Sehr geehrte Damen und Herren,

im Moment wird viel über sogenannte PFAS und die gesundheitlichen Gefahren berichtet, die damit verbunden sein können. Die problematischen Stoffe gehören zu den fluorierten Kohlenwasserstoffen.

Bitte teilen Sie mir mit, ob bei der Herstellung Ihres Produkts … (Bezeichnung einfügen) … derartige Stoffe zum Einsatz kommen und falls ja, welche genau.

Können Sie gegebenenfalls ausschließen, dass in dem Produkt … (Bezeichnung einfügen) fluorierte Kohlenwasserstoffe in beliebiger Form enthalten sind?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

P.S Eine Kopie Ihres Antwortschreibens übersende ich der Verbraucherzentrale Hamburg….“

Anfragend können Unternehmen auch zum Umdenken bringen :wink:

PFAS ist mittlerweile in unerdenklich vielen Produkten. Verbraucher wissen es nicht! Wir brauchen dringend eine Kennzeichnungspflicht für PFAS.

Gut wäre wenn bis dahin Verbraucher andere Verbraucher auf einen PFAS haltiges Produkt in Rezessionen / Produktbewertungen darauf aufmerksam machen.

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Immerhin die EU reagiert zumindest beim Kinderspielzeug. Dort wird PFAS verboten

Leider bekommen die kleinen schon zuvor PFAS über die Mutter. Deswegen müssen auch die Erwachsenen vor PFAS geschützt werden

Die Jugend bekommt dann beim Fast Food mit PFAS in Kontakt. Die Quelle unten ist zwar schon ein paar Jahre alt aber zeigt wie Gesetze am Beispiel Dänemark wirken. Die Fast Food Industrie ist mit strengen Regeln nicht verschwunden, aber das PFAS war nicht quasi mehr da.

Und auch sonst geht Dänemark gegen die PFAS Belastungen vor. Beispiel TFA:

“… Im Juli 2025 widerrief Dänemark die Zulassung von 23 Pflanzenschutzmitteln mit folgenden PFAS-haltigen Wirkstoffen, weil diese im Boden und Grundwasser zu TFA abgebaut werden können, mit Fristen bis Ende 2025 bzw. September 2026: Fluazinam, Fluopyram, Diflufenican, Mefentrifluconazol, τ-Fluvalinat, Flonicamid.[24][25] Im September informierten die dänischen Behörden, dass weitere zehn Pflanzenschutzmittel mit diesen Wirkstoffen zurückgezogen werden, so dass die Gesamtzahl auf 33 Pflanzenschutzmittel steigt.[26]…”

Es ist NICHS faul im Staate Dänemark, sondern bei uns!

Das Zeigt auch der Greenpeace Artikel. Unsere PFAS Regelung für Trinkwasser in 2028 erlaubt 10 x mehr als in Dänemark aktuell.
“… In Dänemark und den Niederlanden warnen die Behörden vor PFAS im Meeresschaum und erklären, wie man sich nach einem Strandbesuch dekontaminiert. Sie raten, nach dem Kontakt mit Meeresschaum, die Haut mit klarem Wasser abzuspülen. Deutsche Behörden hingegen testen Meeresschaum nicht mal offiziell…”

Einfach nur unverantwortlich die Deutschen Behörden.

In Deutschland gibt es nämlich nicht einmal Grenzwerte für PFAS in Badegewässern.

PFOS-Grenzwerte im Rhein sechsfach überschritten - Greenpeace-Messungen. Ich nehme an der PFOS löschschaum wir bei der nächsten Feuerwehr Übung auf dem Parkplatz entsorgt? Die Niederlande beziehen Ihr Trinkwasser aus dem Rhein, die beschweren sich auch über den Dreck aus Deutschland…

Schon Krass: “… Für Oberflächengewässer gibt es keine nationalen Grenzwerte, mit Ausnahme des EU-regulierten PFOS, das für Deutschland gilt. Darüber hinaus gibt es auch keine allgemein verbindlichen Vorschriften für PFAS in industriellen Einleitungen, die Grenzwerte dafür werden von Fall zu Fall genehmigt. So kann es immer wieder – wie von Greenpeace 2024 im Rhein gemessen – zu hohen PFOS-Werten in Flüssen kommen…”

Für unsere Nachbarn wir Deutschland wohl als Schmuddelkind oder Umweltsau wahrgenommen.

Der Fall Rastatt zeigt, Mann kann sein PFAS Müll über die Kompostanlage entsorgen, damit eine Region verschmutzten, ohne das es große Konsequenzen hat.
Es wird vermutet dass der PFAS Eintrag durch Papierabfall verursacht wurde. Damit wären wir wider bei Fast Food Verpackung und Pappbecher,…

Auch Bundesstaaten in den USA kümmern sich mehr um die Umwelt als Deutschland. Politiker scheinen hier lakaien der Industrie zu sein.

Hier noch Info zu dem Verbotsverfahren, dauert wohl noch

Wie immer eine gute Info Quelle Wikipedia.

…auch Regenwasser sollte nicht mehr getrunken werden…

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