Ich finde es ziemlich frech, dass die Bahnen zunächst wegen des Schneechaos nicht fahren, dann ein Warnstreik folgt und ich danach an einem einzigen Tag in Frankfurt drei Mal kontrolliert werde – obwohl ich immer ein gültiges Ticket habe.
Das wirkt auf mich nicht nur überzogen, sondern auch ungerecht und willkürlich, als würde gezielt Druck auf die Fahrgäste ausgeübt, während zuvor das System selbst massiv versagt hat.
Ich würde mir wünschen, dass die Lage der Nation einmal genauer beleuchtet, ob solche Häufungen von Kontrollen nach Streiks und Wetter‑Ausfällen tatsächlich einem sinnvollen Sicherheits‑ oder Ermittlungskonzept folgen – oder ob sie eher wie ein Ventil wirken, an dem sich die Frust der Fahrgäste entlädt, die ohnehin schon mit Chaos im Nahverkehr leben müssen.
Zusätzlich würde ich mir gerne wünschen, dass ihr das Thema Europaticket, sprich Deutschlandticket auf EU-Ebene nochmal aufleuchtet, damit die Politik das vielleicht nochmal debattiert.
Da braucht es dann aber doch etwas mehr Einordnung. Dreimal kontrolliert im selben Fahrzeug? Mit Personalwechsel oder ohne? Eine übliche Route? (Die Unternehmen scheinen bei der Überprüfung der Tickets sehr unterschiedliche Philosophien zu verfolgen - manche nur sporadisch, andere zu festgelegten Zeiträumen stark gehäuft (das würde dann vermutlich nicht als spontanreaktion auf einen Streik passieren, da dafür wohl aufwendige schichtplanung, möglicherweise gar zeitlich begrenztes Zusatzpersonal nötig ist), andere Unternehmen setzen auf jeder Fahrt Personal zur Ticketkontrolle ab und wechseln dieses dann an einem bestimmten Haltepunkt, wodurch mehrere Kontrollen pro Fahrt regelmäßig stattfinden. Das dient dann normalerweise zur Einhaltung der Pausenzeichen, oder tagesarbeitszeit (letzte Fahrt auf anderer Linie weil kürzer oder näher am heimatbahnhof o.ä.), kann für die kontrollierten Gäste aber natürlich auf Unverständnis stoßen.
Ich arbeite nicht für diese Unternehmen, nutze aber häufig viele verschiedene Routen im ÖPNV und das wären so die Möglichkeiten, die ich mit meinen aufgeschnappten Informationen anbieten kann.
Ich lese aus dem Kommentar ein unerwartetes Verhalten, daher schätze ich mal, dass in dem Bereich gerade ein paar Tage mit verstärkter Kontrolle stattfinden, was aber wie beschrieben, bestimmt nicht als spontanreaktion auf einen Streik gedacht ist, sondern vermutlich weit im voraus geplant (und möglicherweise sogar angekündigt) wurde.
Kann mich natürlich immer irren, finde aber wenige Anhaltspunkte im Ausgangspost um das weiter einzugrenzen
Ich wurde dreimal bei jeweils anderen Routen kontrolliert mit Personalwechsel. Das kann natürlich auch ein extremer Zufall sein, aber das habe ich noch nie erlebt und komischerweise war gestern der Streik.
ja das kann natürlich auch sein, dass es gar nicht gezielt geplant war, dass direkt nach dem Streik vermehrt Kontrollen auftauchen sondern es lange im voraus festgelegt wurde.
Im Berliner Nahverkehr wird schon seit Jahren immer zu Monatsanfang verstärkt kontrolliert. Ich könnte mir vorstellen, dass das andernorts genau so ist. Im Regionalverkehr wird grundsätzlich jeder Fahrgast kontrolliert. So sehr ich verstehen kann, dass so eine Häufung von Kontrollen nervig sein kann, würde ich doch nicht von einem persönlichen Erlebnis an einem Tag auf einen generellen Trend schließen (anekdotische Evidenz). Zudem verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, was das grundsätzliche Problem ist. Wir haben ein System, das zwar Tickets erfordert, aber anders als etwa in Paris oder London keinen automatischen Check-In per Karte. Daher sind ja Kontrollen durchaus sinnvoll, auch wenn man sich grundsätzlich ein anderes System wünscht.