TilRq
5. Januar 2026 um 07:41
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Für die demokratischen Parteien ist die Herausforderung, diejenigen zu erreichen, deren Sorgen real sind, ohne dabei den ideologischen Kern der AfD-Wählerschaft zu verkennen – eine Gratwanderung, die nicht allen AfD-Wählern gerecht werden kann, aber die demokratisch erreichbaren Teile adressieren muss.
Frei nach dem Känguru (Marc-Uwe Kling)]
Ja, wir könnten jetzt gute Politik gegen die AfD einsetzen,
aber wenn wir dann in 10 Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben
und die AfD-Wähler einfach nur Rechtsextreme waren,
dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass dank
großer Staatsreform die parlamentarische Demokratie wieder willens und in der Lage ist, gute Ergebnisse hervorzubringen und daher
unsere Renter eine auskömmliche Rente bekommen, ohne die jüngere Generation zu überlasten,
die Vermögensverteilung von breiten Teilen der Bevölkerung als fair angesehen wird,
die meisten Menschen sich einen angemessenen Wohnraum, gute Krankenversorgung und eine sachgerechte Pflege leisten können,
unsere Kinder eine im internationalen Vergleich sehr gute Bildung bekommen,
die sinkende Bevölkerungszahlen durch eine gewinnende Integration von Migranten aufgefangen wurde,
wir über eine moderne öffentliche Infrastruktur in gutem Zustand verfügen,
Verbraucher und Unternehmen die meisten Geschäftsvorfälle komfortabel, effektiv und effizient digital abwickeln,
Wirtschaft, Verkehr, Gebäude u.v.m. klimaneutral operieren,
Lobbyismus weitgehend eingedämmt wurde, …
Da würden wir uns schön ärgern.
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