Massaker in Butcha: Interview mit dem ehem. russ. Oberkommandierenden

Hallo,

ich denke in der aktuellen Lage wird auf jedenfall auch das Massaker in Butcha angesprochen werden.

Hierzu möchte ich folgendes Interview mit dem ehemaligen Oberkommandierenden des Heers der Russländischen Streitkräfte Vladimir Čirkin in der Zeitung russischen Zeitung „Komsomol’skaja Pravda“ teilen: Zeitschrift OSTEUROPA | Antworten des russischen Generals Vladimir Čirkin (die Originalquelle ist am Ende des Artikels verlinkt).

Darin wird relativ deutlich die russische Ideologie bzgl. des Angriffkrieges und des möglichen Vorgehens genannt.

Besonders Interessant und Aufschlussreich (so makaber es auch ist) fand ich folgenden Abschnitt:

Ich denke, dass der Gegner nach der vollständigen Einkreisung von Kiew dann doch zunehmend seine Kampfmoral verliert und seinen Widerstand aufgibt. So scheint mir das.
Und dann?
Dann kommt unsere Nationalgarde dran. Die gesamte Kriegswissenschaft hat schon immer gelehrt, dass gleich nach den Truppen die Polizei, der FSB, die Staatsanwaltschaft und die Auszahlungsstellen für den Sold kommen müssen. Eine Volkszählung muss gemacht werden, Lebensmittel sind ein Thema und Renten.
Und wie machen wir die Entnazifizierung der Ukraine? Wie filtern wir diejenigen raus, die gegen Russland und den Donbass gekämpft haben? Die haben ja nicht alle Bandera-Tätowierungen.
Stimmt. Aber Tätowierungen sollten trotzdem überprüft werden. So eine Filtration, das ist eine mühsame, langwierige und unangenehme Arbeit, aber sie ist unbedingt notwendig für die Ukraine. Daran führt kein Weg vorbei.

Ich wage mich mal aus dem Fenster und sage, dass zu dem Begriff „Filtration“ durch den FSB wahrscheinlich auch Ermordungen und Folter gehören. Insofern kann das Massaker von Butcha kein „Versehen“, sondern auch Kriegstaktik sein.

Wurde doch schon mehrfach berichtet, dass solche Verbrechen gegen Zivilisten ganz normale Taktik der russischen Armee sind. Auch in der Lage wurde dazu berichtet.

Faschisten an hand von Tätowierungen zu identifizieren, finde ich allerdings sinnvoll. Mit ukrainischen Faschisten hab ich persönlich genauso wenig Mitleid wie mit russischen.