Dann schränke ich mal ein.
Das bereits von mir verlinkte WDR-Feature erklärt schon manches (recht pointiert):
Ansonsten verweise ich auf die KI-Zusammenfassungen, die einige zentrale Elemente des Techfaschismus skizzieren.
Das Problem bei der Darstellung ist aber ganz grundsätzlich, dass diese krude Ideologie nicht einfach in Traktat- oder Manifestform vorliegt, sondern als ‚Konvolut‘ von u.a. Online-Essays, die in keiner Weise systematisch sind, sondern eklektizistisch, ‚mythopolemisch‘, teilweise an Populärkultur (z.B. bestimmte dystopische Science-Fiction-Narrative) anknüpfend, mithin zunächst mal verworren usw. sind. Da werden von Yarvin und Land Versatzstücke verschiedener menschenfeindlicher Ideologien (einschließlich libertaristischer Elemente) amalgamiert. Das macht den Zugang nicht einfacher und Substrate bleiben immer unvollständig.
Aber der Vorschlag von @der_Matti, den Kern als demokratiefeindliche Übermenschen-Ideologie zu charakterisieren, ist schon recht gut, wie ich finde.
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Das ist nur deine Unterstellung.
Ich habe darauf verwiesen, dass es in der Forschung keine allgemeinverbindliche „Definition von Faschismus“ gibt. Daraus zu schließen, dass es deswegen auch keinen Faschismus gäbe, wäre absurd.
Die affirmative Bezugnahme auf Yarvin und Land ist belegt und keine Unterstellung.
Jetzt könnte ich den Ball zurückspielen und sagen: Definiere „streng religiös“!
Wenn Thiel z.B. Greta Thunberg als „Legionärin des Antichristen“ markiert, hat das mit Religiosität nichts zu tun, höchstens rhetorisch aufgrund des Nutzens einer religiös geprägten Begrifflichkeit.
Diese Leute greifen in alle möglichen mythologischen Kisten, das bedeutet noch längst nicht, dass fundamentale ideologische Differenzen bestünden.
Thiel rührt alles Mögliche zusammen:
Thiels Vorträge, die am 15. September begannen und am Montag endeten, waren lang und weitreichend; er vermischte darin Bibelstellen, Zeitgeschichte und Philosophie und schweifte gelegentlich in Verschwörungstheorien ab. Er würzte sie mit Anspielungen auf Videospiele und Fernsehsendungen sowie mit Betrachtungen zu J. R. R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“. Ebenso erinnerte er sich an Gespräche mit Elon Musk und Benjamin Netanjahu und sprach ausführlich darüber, warum er Bill Gates für „einen sehr, sehr schrecklichen Menschen“ hält.
Der Silicon-Valley-Schwergewichtler stützte sich auf eine breite Palette religiöser Denker, darunter den französisch-amerikanischen Theoretiker René Girard, den Thiel an der Stanford University kennengelernt hatte, und den Nazi-Juristen Carl Schmitt, dessen Werk seiner Aussage nach den Kern seiner eigenen Überzeugungen mitgeprägt habe.
(Übers. m. DeepL)
Von Tolkien über den Kronjuristen der Nazis bis zu Videospielen also.
Und Thiels Transhumanismus (s. z.B. hier) ist natürlich auch alles andere als „christlich“.