Liebes Lageteam,
seit einigen Jahren bin ich „begieriger Lage Hörer“ und habe euch gerade eine Sprachnachricht zu meiner persönlichen Erfahrung zur Einflussnahme auf Politik gesendet. Da ihr „Selbstwirksamkeitserfahrungen“ als Massnahme zur Stärkung der persönlichen Resilienz ja schon öfter zum Thema gemacht habt und auch dem Thema Klimaschutz immer wieder den notwendigen Raum einräumt, wollte ich kurz die Organisation vorstellen in der ich mich engagiere, da ich das Gefühl habe das könnte euch und/oder auch Lagehörer interessieren.
Unsere Organisation heißt Bürgerlobby Klimaschutz, das Motto auf der website (www.ccl-d.org) lautet: „Unsere Antwort auf die Klimakrise? Demokratie.“
Wir sehen uns als ganz normale Bürger die sich organisieren um Lobbyarbeit für Klimaschutz zu machen. Unsere Zielgruppe sind dabei v.a. MdB’s, die wir treffen um mit ihnen über Klimaschutz zu sprechen. In meinem Wahlkreis ist z.B. Alexander Dobrindt der MdB mit dem Direktmandat. Und so hatten wir die letzten Jahre immer wieder Gespräche mit ihm. Man bekommt dabei ganz konkret das Gefühl nahe an der Politik und den Abgeordneten dranzusein und mehr bewirken zu können als nur durch Unterschriften Aktionen oder Demos, so wichtig diese auch sind. Bei mir persönlich hat sich durch diese Art des Engagements interessanterweise auch das Verhältnis zu unserem Staat und seinen VertreterInnen stark verändert. Empfand ich den Staat früher als etwas abstraktes vor dem man sich eher schützen muss, fühle ich mich seither vielmehr als Teil davon. Die Bürgerlobby Arbeit hat mich sozusagen ermächtigt und mich ein Stück weit „integriert“. Wir haben dafür einen Verein gegründet, dessen Ziel es ist interessierte Bürger zu ermächtigen das Gemeinwohlinteresse „Klimaschutz“ bei den Abgeordneten zu vertreten. Als Unterstützung bieten wir den „Aktiven“ Organisationsstrukturen an, z.B. Möglichkeiten des Onboarding, der persönlichen Weiterentwicklung durch workshops wie z.B. zur „Gewaltfreien Kommunikation“ aber auch zu vielen inhaltlichen Themen und vielfältige Möglichkeiten selbst Aufgaben in unserer Organisation zu übernehmen.
Für die Abgeordneten organisieren wir mit unseren Aktiven neben den „Bürgerlobby Treffen“ z.B. auch immer wieder Info-Veranstaltungen als „parlamentarisches Frühstück“ in den Räumen des Bundestags z.B. zum Thema „Klimageld“ mit einschlägigen Fachreferenten. Neben dem inhaltlichen Aspekt ist es dabei auch Ziel eine Möglichkeit der parteiübergreifenden Vernetzung der MdB’s untereinander zu schaffen.
Der „Höhepunkt“ unseres „Vereinslebens“ ist unser „Jahrestreffen“ das in Berlin stattfindet. Das ist deshalb ganz besonders für uns, da wir über ganz Deutschland verteilt sind und uns untereinander meist nur in Videokonferenzen treffen. Die persönliche Begegnung ist deshalb ein ganz wesentlicher Aspekt. Das Treffen besteht aus einem Workshop Tag (Sonntag), bei dem wir uns BürgerlobbyistInnen (meist um die 25-30) für die Gespräche inhaltlich und methodisch trainieren. An dem darauffolgenden Montag und Dienstag „schwärmen“ wir dann in die Gebäude des Bundestages aus um MdB’s zu treffen. So hat jeder von uns die Gelegenheit jeweils 4-5 MdB’s unterschiedlicher Parteien in Präsenz zu treffen und ihnen dabei unser „Herzensanliegen“ nahe zu bringen, in der Summe finden an den beiden Tagen meist so um die 20-30 MdB Gespräche statt.
Falls ich euer Interesse geweckt habe und falls ihr euch ein konkreteres Bild von uns machen wollt, gäbe es dazu demnächst eine gute Gelegenheit, denn wir sind vom 16.- 19. Mai in Berlin um unser diesjähriges Treffen abzuhalten, da würde sich unsererseits sicher ein Zeitslot für einen Austausch or whatever finden lassen. Gebt einfach Bescheid falls ihr interessiert seit eine kleine aber besondere NGO etwas näher kennenzulernen.
Herzliche Grüße aus dem sonnigen Süden
Michael