Der Irankrieg könnte eine Wende weg vom Öl und hin zu erneuerbaren Energien bedeuten, höre ich aus der Folge als Optimismus-Funken heraus. Es wird aber folgender Zusammenhang nicht gesehen (nicht nur von euch, sondern ich sehe ihn in der gesamten Berichterstattung nirgends): Der gigantische Energiehunger der Serverfarmen der Tech-Industrie konsumiert gigantische Mengen an Strom aus erneuerbaren Quellen - und wächst ungebremst. (200 Mrd Dollar Investitionen bei Amazon, 700 Mrd bei Meta & Co allein in diesem Jahr geplant). Selbst wenn der Irankrieg zu einer stärkeren Hinwendung zur E-Mobilität führen sollte, würde der globale Energiehunger mittelfristig nicht durch Erneuerbare zu stemmen sein. Ich sehe eine Flut von Mini-Atomkraftwerken auf uns zukommen, und damit zum einen Abhängigkeiten vom Rohstoff Uran (und den Ländern, wo es zu finden ist), sowie einem gigantischen Entsorgungsproblem.
Im Grunde würde nur eines helfen: Energie sparen. Politisch wäre das nur dadurch zu bewirken, dass das Energieverbrauchen unattraktiver gestaltet würde - denn alle “schmerzfreien” Sparmaßnahmen (z.B. Effizienzsteigerung) werden durch den wachsenden Hunger amortisiert - unter dem Strich steigt der Bedarf. Das wäre aber weder gegenüber den Konsumenten/Wählern, noch gegenüber der Wirtschaft durchsetzbar. Und selbst wenn, würden
Trump-Land und Jinping-Land nicht mitziehen, sondern die Gelegenheit nutzen, gnadenlos an allen, die sich auf den Pfad der Vernunft begeben, vorbeizuziehen
Gibt es irgendein realistisches positives Szenario, das ich meinen zutiefst um ihre Zukunft besorgten Kindern erzählen kann? Dann her damit!

