wir haben uns bewusst für einen Waldkindergarten entschieden, da wir sehr viele Vorteile sehen und bei unseren Kindern auch sehen und spüren. Dabei sind wir allerdings auf den kuriosen Umstand gestoßen, dass man in Hamburg Kindern nicht zumuten möchte länger als 6 Stunden draußen zu verbringen. In Niedersachsen sind es sogar nur 5 Stunden. Man geht davon aus, dass es für die Kinder zu anstrengend ist und sich die Kinder nach ein paar Stunden draußen in einer festen Räumlichkeit erholen müssen. Ein Bauwagen zählt allerdings nicht als feste Räumlichkeit. Das für leider dazu, dass sich viele Eltern gegen einen Platz im Waldkindergarten entscheiden, obwohl sie das Konzept befürworten.
Die Kinder sind so viel ausgeglichener wenn sie aus dem Wald kommen, als wenn sie den ganzen Tag drinnen waren, ihr Bewegungsapparat hat viel mehr Möglichkeiten sich zu entwicklen, die Kreativität wird im Freien sehr viel mehr gefördert und auch die Selbstwirksamkeit kann viel mehr erfahren werden, um mal ein paar Vorteile zu nennen.
Es wäre wirklich schön, wenn es mehr Waldkindergartenplätze geben würde, mit der Stundenbegrenzung ist die Nachfrage allerdings kleiner als sie sein könnte. Wir würden vermutlich ein paar Stunden mehr arbeiten, wenn die Betreuungszeit länger wäre.
Ich würde mich freuen, wenn ihr bei euren politischen Kontakten mal die Sinnhaftigkeit dieser Regelung hinterfragen würdet.
Außerdem können die Waldkindergärten auch einen Vorteil haben, weil sie Grünflächen die tagsüber häufig kaum genutzt werden in Nutzung setzen und damit “flächeneffizient” werden, damit entsteht also sogar ein Vorteil gegenüber anderen KiGa
Wie jetzt? Darf es keine Waldkindergärten geben, weil bürokratische Regeln dagegenstehen, oder wollen Eltern, dass ihre Kinder sich auch auch mal drinnen aufhalten können und z.B. Essen nicht im Bauwagen zusich nehmen müssen?
Ehrlich gemeinte Frage, dein Text ist hierbei nicht eindeutig.
Für mich, als Elternteil, käme eine Kita, die keine festen Räumlichkeiten besitzt, nicht in Frage. Da könnte ich mich ja auf ununterbrochene Kita-Schließung einstellen. Regen, Sturm, Minus-8-Grad (wie aktuell), alles keine Situationen, in denen ich mein Kind 6+ Stunden im Wald wissen will.
Baurecht. Ich kenne Waldkindergärten am Waldrand mit festem Gebäude aber eben auch der Möglichkeit viel Zeit im Wald zu verbringen ebenso wie Kindergärten die quasi mitten im Wald liegen. Da gibt es dann eben doch einen gewaltigen Unterschied zwischen einem mobilen Bauwagen und einer gebauten Hütte.
In den Einrichtungen die ich kenne ist das kein Problem. Die Kinder dort sind aber natürlich auch Kleidungstechnisch ganz anders ausgestattet als die Kinder in normalen Kindergärten. Und neben Bauwägen oder teils auch festen Gebäuden gibt es oft auch noch Unterstände.
Und eine Einrichtung die ich Kenne hat die Möglichkeit an besonderen Tagen Gebäude zu nutzen (Glaube das lokale Gemeindehaus).
Edit:
Trotzdem haben viele Einrichtungen die ich kenne kürzere Öffnungszeiten und Teils nur bis 14 bis15 Uhr offen.