Der Kauf teurer Luxusmobile bedeutet vor allen Dingen den Erwerb eines Statussymbols. Ein Freund von mir fährt seit vielen Jahren Porsche. Für ihn zb ist dieses Auto ein Nachweis für seine erfolgreiche Arbeit und ein Statussymbol. Er wohnt mitten im Ruhrgebiet und hat dort herzlich selten Gelegenheit, sein Auto auszufahren.
So ist es auch oft im Ausland, wo es meist ein Tempolimit gibt. Luxuskarossen sind die Zeichen für Erfolg. Man schaue mal nach Monaco. Da cruisen Massen von superteuren Autos durch die Gegend. Und die stehen meist nur im Stau. All diese Menschen interessiert es eher wenig, womit ihr Auto angetrieben wird.
Was es sicherlich gibt ist die Tatsache, dass die PS-Leistung beim Kauf eine Rolle spielt. Und damit verdienen die Autohersteller viel Geld. Denn die Leistungssteigerung wird meist recht kostengünstig erreicht. Und dafür bezahlen Kunden gerne mehr. Vor ca 1 Woche gab es dazu einen Spiegelartikel. Leider fällt er unter die Bezahlschranke, so dass eine Verlinkung nicht sinnvoll ist.
Aber mal zum Thema Wasserstoff. Ich glaube, der Wasserstoff wird sehr überschätzt. Wenn wir schauen, wieviel Energie man in der Zukunft zusätzlich zum jetzigen Verbrauch schon verplant hat mit Strom, dann fragt man sich, wie diese Massen hergestellt werden sollen. Wasserstoff benötigt zur Herstellung sehr viel Energie und macht nur Sinn, wenn es sich um sog. grüne Energie handelt.
Wir wollen also neben dem normal verbrauchten Strom ( Stand heute ) zusätzlich riesige Flotten von E-Autos versorgen, wir wollen Wärmepuppen im Masseneinsatz sehen, die ebenfalls Strom brauchen, und wir wollen grünen Industriestrom haben, damit Deutschland weiter ein produzierendes Land bleibt. Soviel Sonnenenergie und Windstrom können wir garnicht erzeugen, dass da noch massenhaft Wasserstoff produziert wird.
Jetzt könnte man sagen, man produziert diesen Wasserstoff in Gegenden, in denen die Sonne länger scheint und wo dauerhaft mehr Wind ist. Es gibt ja viele ungenutzte Flächen weltweit, wo so etwas theoretisch gehen würde. Dann haben wir aber das Transportproblem. Um weiter grün zu bleiben, müsste also auch der Transport mit grüner Energie erfolgen. Pipelines wären auch eine Möglichkeit. Das würde allerdings erhebliche Anfangsinvestitionen erfordern und ob der Bau von Pipelines über große Strecken so umweltgerecht wäre, wage ich mal zu bezweifeln.
Von daher wird Wasserstoff eher ein Randprodukt für bestimmte Anwendungen bleiben. Das mag für gewisse Industrien evtl funktionieren. Für den Privatanwender mit der berühmten Gasheizung, die man dann laut FDP auf Wasserstoff umstellen kann, wird das kaum bezahlbar sein. Hier ein Link zum Frauenhofer Institut mit einer Studie über Wasserstoff für Gebäudewärme: Wasserstoff: Fokus Gebäudewärme
Bei all den Fragen zur Energiegewinnung frage ich mich immer wieder, wo eigentlich die Biogasanlagen bleiben. Diese können dezentral betrieben werden und damit immer genau dort, wo sie sinnvoll sind. Und es ist nicht so, dass man dafür immer noch viele Rohstoffe anbauen muss ( wie die Grünen so gerne behaupten ). Von Bioabfällen über Stroh bis hin zur Gülle sind die Rohstoffe vielfältig. Und sie können aus lokalem Abfall gewonnen werden. Es gab gerade erst eine sehr interessante Dokumentation aus der Reihe Planet E im ZDF. Hier ein Link zur Mediathek: Energiesicherheit mit Biogas? - ZDFmediathek
Ich fürchte, der politische Blick auf die Energiegewinnung der Zukunft ist viel zu einseitig und dogmatisch. Zwar wird es mit dem Ausbau erneuerbarer Energien langsam besser. Aber viele Probleme sind nach wie vor nicht gelöst. Für E-Autos gibt es nach wie vor kaum eine vernünftige Infrastruktur. Die Stromnetze würden eine größeren Ansturm von privaten Ladestationen garnicht bewältigen können. Dazu fehlen uns zusätzlich auch noch die Stromautobahnen quer durch Deutschland.