Weil Autos ein seit Jahren in Massen produziertes Produkt sind, das gerade nicht dringend benötigt wird.
Auch Software-Entwicklung ist kein ganz neuer Zweig, aber die Entwicklung eines digitalen Impfpasses ist eben keine Fließbandarbeit. Das wesentliche Argument hier ist die Geschwindigkeit.

Die Notärzte in meiner Stadt fahren übrigens auch alle SUVs (also die Einsatzfahrzeuge :wink: ); und damit hat niemand ein Problem, zumindest nicht aus Umwelt-Aspekten.

Die Probleme 2. und 3. der CWA sind inzwischen sehr viel besser geworden. Es hängt im Wesentlichen nur noch an 1.

Das Argument hinkt meines Erachtens nach ziemlich. Die Fließbandarbeit ist das Zusammensetzen des Autos, nicht die Entwicklung. Bei Software entspricht die Fließbandarbeit dem Kompilieren und Verpacken. Und sicherlich ist die Fahrzeugentwicklung deutlich komplexer als ein digitaler Impfpass.

Und wenn das wesentliche Argument die Geschwindigkeit ist (was ich teile), dann stellt sich doch die Frage, warum man eine komplexere, wenig passendere Lösung mit mehr Overhead verwendet.

Ich persönlich habe damit auch kein Problem. Aber die beiden Lage-Moderatoren haben schon mehrmals ihre Meinung zum Thema „Stadtpanzer“ klar gemacht :wink:

Kleiner Hinweis, es kam im Beitrag den Kommentar von Euch, dass die Medien bisher drüber nicht berichten. Sehr viele Themen spricht (und hat es auch) das DLF Magazin ## Computer und Kommunikation angesprochen. Sehr hörenswert.

z.B.
Das Thema (gerade für Grundrechtsfreunde ;)) KI und wie KI unsere „männlichen/gesellschaftlichen“ Vorurteile lernt

Fazit: KI übernimmt unsere Gesellschaftlichen Vorurteil z.B. gegenüber Frauen. Da ist ein wirklich spannendes Beispiel dabei min 5:34

Offenbar soll die deutsche Impfausweis-Lösung jetzt doch ganz ohne Blockchains auskommen:

Entgegen den ursprünglich diskutierten Konzepten soll bei der Lösung nicht auf die Verschlüsselungstechnik von so genannten Blockchains gesetzt werden, sondern auf traditionelle Verschlüsselungstechnik. – Badische Zeitung

Und noch ein paar weitere Details aus dem Digitalausschuss bei Anke Domscheit-Berg:

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Die Behauptung, durch die Blockchains würde irgendein Vertrauensproblem gelöst, war natürlich Quatsch. Denn es geht ja bei einer Impfbestätigung darum, dass man der ursprünglichen Aussage („Person X ist am Tag Y mit Z geimpft worden“) traut und das kann man nicht tun, nur weil es viele andere tun. Irgendwo muss am Anfang der Kette jemand stehen, der diese Aussage tätigen darf. Und diese Person hätte auch bei einer Blockchain ein Zertifikat oder etwas ähnliches gebraucht.

Der Grenzer lässt ja auch niemanden rein, wenn er nur genug Freunde mitbringt die (nur mit ihrem Wort) bestätigen, dass ich der Thomas bin und einen gültigen Pass besitze.

Und jetzt erfahren wir nie, warum es fünf sein mussten???

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Du hast Recht, das spielt für das eigentliche Thema keine Rolle. Damit wollte ich den generalisierenden maskulinen Plural rechtfertigen, den ich an dieser Stelle verwendet habe. Aber vielmehr ist mir an der Stelle die Polemik mit durch gegangen aus einer Frustration heraus über einen bestimmten Typus von Politikern. Das tut aber an dieser Stelle nichts zur Sache und trägt nicht zur Diskussion bei. Danke für den Hinweis.