LdN 481: Einführung in die Wirtschaftspolitik

Sehr spannend, vielen Dank für die Hinweise!

Das ist aber nur eine Seite der Medaille! Der private Sektor ist aber auf der anderen deutlich effizienter und schneller, so dass es am Ende in der Regel günstiger bzw. wirtschaftlicher ist. Sonst würde es ja nur Plan- bzw. Staatswirtschaft geben.

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Neoliberale Ideologie, die zwar verbreitet ist, aber trotzdem Unsinn.

Privatwirtschaft und öffentliche Unternehmen sind so vielfältig, dass sich nicht pauschal beantworten lässt, was „besser“ ist. Privatwirtschaftliche Unternehmen sind zwar oft in dem Sinne effizient, dass sie Kosten minimieren und Einnahmen maximieren - aber ob das im Sinne des Gemeinwohls ist, hängt sehr vom Anwendungsfall ab. Wenn zB ein Konzern bei einem Bahnnetz massiv spart, dann klingt das erst mal effizienter - aber wenn dafür das Netz verrottet, ist das gesellschaftlich eine Katastrophe. Oder nimm privatisierte Kliniken: „effizienter“, aber oftmals gruselige Arbeitgeber, und das spürt man dann auch als kranker Mensch. Die Beispiele lassen sich endlos fortführen.

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Die gewählten Beispiele fallen schon auf.

Bei Netzen wie das Schienennetz kann es von Vorteil sein, wenn man sie nicht nur betriebwirtschaftlich denkt, sondern auch volkswirtschaftlich, deswegen befinden sich Infrastrukturen oft in der öffentlichen Hand. Ich wünschte, das gilt auch fü digitale Infrastrukturen, ich bin sehr für ein ÖRR-Facebook. .

Gesundheit ist ebenfalls ein spezielles Thema. .

Private haben den Vorteil der kurzen Entscheidungswege und mehr Mut, etwas auszuprobieren, selbst wenn es schief läuft, sonst würde Lage der Nation beim Deutschlandfunk laufen..Den Vorteil der Schnelligkeit würde ich schon sehen..

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Ich überlege immer, ob der jeweilige Wirtschaftszweig pleite gehen kann. Dann mag er meinetwegen auch privatisiert werden, andernfalls eben nicht. Ja, man meint dann, dass bei genügend Konkurrenz das Risiko entfällt, aber wie die Erfahrung zeigt landet man dann doch nach Zeit X zumindest bei Oligopolen, die dann ob Martmacht jeglichen Preis bestimmen können.

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was nutzen Vergünstigungen für Unternehmen wenn die Nachfrage fehlt? Privat und fataler Weise auch staatlich.

Gilt allerdings für öffentliche Unternehmen/ Institutionen in ähnlicher Weise.

Beispielsweise ein öffentliches Vergaberecht, dass vor allem dazu führt, dass Mitarbeiter Stunden damit verbringen einen Prozess zu befriedigen, den die am Ende entweder geschickt umgehen oder auf einem Anbieter sitzen bleiben, der zwar der günstigste war, aber auch der schlechteste. Und eine Verwaltung der das völlig egal ist, solange der formalen Prozess bedient ist.

Beispielsweise das System von Förderanträgen, dass diejenigen, die es beherrschen und die entsprechende Reputation mitbringen dafür nutzen alles zu machen was sie wollen (sie müssen es nur im Antrag richtig framen) und die, die nicht zu diesem erwählten Kreis gehören, können noch so gute Ideen haben - eine Chance die zu finanzieren haben sie kaum.

Beispielsweise ein Defizitausgleichsmodell, dass massenweise Kitas aus der öffentlichen Förderung in den privaten Betrieb getrieben hat. Und als Elternbeirat in einer öffentlichen Kita versteht man schnell warum.

Beispielsweise ein Wissenschaftszeitgesetz, dass den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland nicht effizienter in die Industrie jagen könnte.

Beispielsweise eine RWTH Aachen, in der sich Professoren in der Breite wie Halbgötter aufführen, ihre Institute für private Zwecke missbrauchen und Mitarbeiter nach Strich und Faden ausnutzen.

Die Beispiele lassen sich endlos fortführen.

Für sehr viele Menschen, die ich im öffentlichen Dienst kenne, sind diese Verhältnisse neben der Bezahlung der Hauptgrund, warum sie auf Dauer da weg möchten.

Wenn wir möchten, dass die - in der Tat deutlich günstigeren - Investitionsmöglichkeiten des Staates auch ihre Wirkung entfalten, muss sich da nach meinem Verständnis einiges tun, damit so eine Investitionsoffensive nicht in einem Fiasko endet.

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