Auch hier kann man sich ansehen, wie solche Dinge in anderen Ländern gelöst werden:
Großbritannien: Dort werden oberflächenbündige, fest im Gehweg eingelassene Kabelrinnen eingesetzt. So entsteht kein Hindernis für andere.
Niederlande: Regional sehr unterschiedlich, grundsätzlich sind dort sogenannte Kabelgottegels genehmigt, die eine Anwohner ohne eigene Einfahrt beantragen kann. Das sind von der Gemeinde genehmigte und ausgegebene und verlegte Gehwegplatten. Dabei bleibt der Parkplatz öffentlich.
https://www.enschede.nl/kabelgoottegels-elektrische-auto
Belgien: In großen Städten wird hauptsächlich in Richtung Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur gearbeitet. In Mechelen gibt es Pilotprojekte mit am Haus befestigten Auslegern, die in über 2m Höhe das Kabel über den Gehweg leiten.
Frankreich: Bisher keine offizielle Lösung
Norwegen: Ziel ist, das Laden an eigenen Stellplätzen zu ermöglichen, parallel dazu ist die öffentliche Ladeinfrastruktur stark ausgebaut. Zusätzlich setzt man auf das Laden am Arbeitsplatz.
Es gibt viele sinnvolle Lösungen für diesen Bereich. Kann man an der Firma laden, und das möglichst zu einem günstigen Preis, dann brauche ich nicht zwingend zu Hause eine Lademöglichkeit,
Andererseits kann man auch auf Kommunenseite auf Antrag Gehwegplatten fest installieren oder wie in Großbritannien eine Kabelrinne verlegen.
In den Niederlanden kann man z.B. die Installation eines öffentlichen Ladepunktes beantragen, wenn man selbst zu Hause keine Möglichkeit hat zu laden (keine Einfahrt etc.) und es in angemessener Nähe keine Lademöglichkeit gibt.
Wer sich dafür interessiert, kann sich das einmal live ansehen, indem man mal z.B. nach Amsterdam fährt. Dort sind sogar an den Grachten direkt am Wasser 11-22kW AC Lademöglichkeiten.
Mein Fazit: Wir müssen in Deutschland nicht immer das Rad neu erfinden und sind schon lange kein Vorreiter mehr. Daher können wir doch einfach mal bei den Nachbarn schauen, was die so machen und was davon auch bei uns funktionieren könnte.
