“Kommt drauf an”. Für “klassische” Gebotszonen stimmt das.
hat erst kürzlich eine, drei, neun und 22 Zonen verglichen und Kleinteiligkeit als vorteilhaft identifiziert. Ähnlich urteilten Agora und FhG IEE vor einem Jahr: Niedrigere Stromkosten, hohe Versorgungssicherheit: Wie lokale Preise den Strommarkt effizienter machen und hat eine Simulation dafür zum “Rumspielen” ins Netz gestellt.
Hinderlich sind Regularien des EU-Strommarktdesigns. z.B. gibt es m.W. keinen Intraday-Handel über Zonengrenzen hinweg, das würde den Ausgleich von Wetterprognosefehlern erschweren. Daher nimmt Agora das 22-”Zonen”-Modell auch nur als vereinfachtes Muster für lokale/nodale Preise. Für diese hat sich auch schon früher eine Studie der TUM ausgesprochen: https://www.cs.cit.tum.de/fileadmin/w00cfj/dss/files_bichler/20240709_Lokale_Preise_final.pdf
Mit nodalen Preisen hat sich am Beispiel Kalifornien neulich der Geladen Podcast beschäftigt: https://geladen.podigee.io/232-kalifornien oder youtube 8z9RNR9pmz0 mit Gästen Ines Hauer und Tim Meyer, dort ist ein deutlich anderes Marktdesign, insbesondere haben die Stromversorger/Verteilnetzbetreiber eine “technologieoffene” Lieferpflicht, statt zentral Kraftwerkskapazitäten auszuschreiben, die dann fürs Rumstehen bezahlt werden. Sie erfüllen diese durch geschickt aufgestellte Batterien. Meyer weist aber auch darauf hin, dass Kalifornien ein Sonnenland ist und sich damit sehr auf PV stützen kann, bei unserem notwendig höheren Windanteil führt neben der Tagesschwankung auch das im Wochenbereich schwankende Windangebot zu längerfristigen Schwankungen in der EE-Erzeugung. Diese zu puffern ist herausfordernder, da wird es auch drauf ankommen, Flexibilitäten nutzbar zu machen bzw. preislich anzureizen.
Am Ende spricht sich Tim Meyer dafür aus, das Konzept der dynamischen Netzentgelte zu verfolgen, weil die Umwälzung des Großhandels durch Aufbrechen der Zone momentan zu herausfordernd wäre. Dann hätte die BNetzA mit ihren Arbeiten an der Netzentgeltreform ja einiges richtig gemacht. Uff.
das sind wohl Großhandelspreise, und damit nur bedingt vergleichbar, weil national ganz unterschiedliche Preiskomponenten dazukommen. Die Annahme wird ferner durch die Studienergebnisse nicht gedeckt. Der ersparte Redispatch führt zu geringeren Gesamtkosten. Unser Netz hat genug Bandbreite, dass in den meisten Fällen Preisunterschiede durch das Übertragungsnetz ausgeglichen werden können, ein Mehrfaches im Vergleich zu den Anschlüssen in die Nachbarländer. Besonders die Schweiz würde unter unserem Zonensplit leiden. Die können heute dank der gedachten Kupferplatte den billigen Windstrom auch dann aus
kaufen, wenn wir ihn nur via ausländische Leitungen oder mittels Redispatch liefern können.
Zum Initialbeitrag von @Armin_Go ist anzumerken, dass Modul 3 nur Verbrauchern mit regelbaren Lasten und installiertem Smartmeter offen steht,