Ich selbst habe Jahrelang in der IT-Sicherheits-Branche gearbeitet und kenne mich IMHO sehr gut mit dem Dilemma UX vs Sicherheit aus. Wenn etwas einfach ist, ist es gleichzeitig nicht sicher - mir Grundsatz gilt nahezu immer.
Hauptkritik von mir ist die sehr persönliche und nicht gut abgewogene Sicht von Ulf und Phillipp.
Wir müssen uns darüber einig sein wie sicherheitskritisch die Daten in einer Patientenakte sind. Wenn sie so schützenswert sind so wie sie auch gesetzlich eingestuft werden, dann ist für mich durchaus nachvollziebar dass
- Widerherstellung von einem Backup ausgeschlossen werden muss - denn sonst könnte Apple/Google/CIS etc. sich diese Daten auch holen. Disclaimer: Ein Backup kann auch verschlüsselt werden und somit voll vertrauenswürdig sein. Dies ist jedoch nicht in der Kontrolle der EPa Entwickler.
- der (Erst-)Zugriff erheblichen/notwendigen Sicherheits-Hürden unterliegt, denn sonst könnte ja jeder einfach auf die Daten zugreifen. (wie ja auch vom CCC hinlänglich gezeigt)
Phillip hat in der Hinsicht Recht, dass sie wohl für die meisten jungen, gesunden, männlichen, hetero-sexuell normativen Menschen nicht zur Diskrimierung/Erpressung genutzt werden können.
An phantasievollen Ideen mangelt es mir nicht: zB könnte ein Datenleck direkt in eine Art Gesundheits-Schufa fließen (Versicherungen haben finanzielles Interesse daran zu wissen, ob sie mit jemandem Geld verdienen oder verlieren werden) oder in eine Kartei aller LGBPTQ Personen.