LDN 464 Welche Mehreinnahmen sind bei der Erbschaftssteuer möglich?

Beim Thema Erbschaftssteuer kommt mir die Rolle von Familienstiftungen, die u.a. zur Steuervermeidung genutzt werden, in der Diskussion zu kurz. Ist das nicht ein großes Missverständnis, dass mit einer Reform der Erbschaftssteuer die Einnahmen steigen werden, wenn die großen Vermögen (>>10Mio p.P.) ohnehin gerne in Familienstiftungen steuerfrei weitergegeben werden? Interessant wäre: Ist das tatsächlich ein relevantes Problem (im Sinne des Steuereinkommens) für eine solche Reform bzw. würde das eine Reform ohnehin unterminieren, weil das Steuereinkommen dadurch mit oder ohne die vorgeschlagene Reform gedeckelt ist?

1 „Gefällt mir“

Deine Rechnung scheint auf diesen 120 Mrd € zu basieren?

Aber hier wird das vererbte ja von der Steuer rückgerechnet. Und da liegt ja das Erfassungsproblem.

Wenn wir von den errechneten 400 Mrd ausgehen, bräuchte man eine Flat Tax von 10%.

Faszinierend ubd problematisch finde ich diese Statistik:

Die zeigt toll, dass die problematische Ungleichheit nicht bei den oberen. 10% liegt…

1 „Gefällt mir“

Habe ich nie so gesagt. Ich sagte, dass man das Geld aus Erbschaftsteuer nicht für einmalige Geldgeschenke, sondern zur Senkung der Abgaben im niedrigen Einkommensbereich nutzen sollte. Dadurch sinkt der Betrag, der Niedrigverdienern in Form dieser Abgaben weggenommen wird.

Warum kann man die nicht gleich mitreformieren? Wenn Familienstiftungen nur noch gemeinnützig agieren dürfen und ähnlich streng wie gemeinnützige Vereine geprüft werden, dürfte da einigen schnell die Lust an solchen Konstrukten vergehen. Wir müssen einfach lernen, dass das Hase-Igel-Rennen, das wir uns bei Tranferleistungsempfängern leisten, auch bei den Steuerpflichtigen anzuwenden ist.

3 „Gefällt mir“