LdN 459 Mastodon (bzw. Fediverse)

Sehr gut, dass ihr so klar für Mastodon und das Fediverse Stellung bezieht und darüber informiert. folgende Anmerkungen:

  • Die Bemerkung „Drum prüfe wer sich ewig bindet …“ erweckt den falschen Eindruck, dass ein Instanzwechsel problematisch wäre. Aber es ist gerade ein Kern-Feature des Fediverse, dass man die Instanz einfach wechseln kann. Und ganz wichtig: die Follower werden automatisch mit umgezogen.
  • Die Rolle der Journalist:innen habt ihr nicht angesprochen. Politiker:innen, Behörden etc. bleiben auf X weil sie denken, dass ihre Äußerungen hauptsächlich dort von Journalist:innen aufgenommen werden. D.h. neben eurem Appell an die öffentlichen Stellen sollte es auch einen Appell an Journalist:innen geben, im Fediverse aktiv zu sein und Mastodon etc. auch als Quelle zu zitieren.
  • Das grundsätzliche Problem, dass die SocialMedia-Konzerne X, Meta und TikTok über ihre Plattformen quasi direkten „Schreibzugriff“ auf den demokratischen Diskurs haben (in dem Sie beeinflussen, welche Themen, Perspektiven und Akteure sichtbar werden und welche nicht) wäre es ggf. Wert es in einem eigenen Themenblock zu behandeln. Möglicher Partner für ein Interview oder Hintergrundgespräch: Gavin Karlmeier, Host des Haken-Dran-Podcasts.
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Ich habe ein paar Verbesserungsvorschläge zu diesem Bereich.

Zum einen wird hier leider eine Anwendungssoftware mit dem Fediverse gleichgesetzt, wenn auch nur unterschwellig.

Das ganze Netzwerk nennt sich Fediverse und Mastodon ist nur ein Dienst in diesem von über 150 anderen.

Der Unterschied zu anderen Netzwerken ist, das man mit der Auswahl der Anwendungssoftware (in eurem Fall Mastodon), bestimmt, wie dieses Netzwerk nur für euch aussieht, nicht aber für euer Gegenüber.

Zudem vermisse ich den Hinweis darauf, das es noch sehr viele andere Dienste in diesem Netzwerk gibt. Nicht jeder möchte ein Notizzettel Tool wie Mastodon benutzen und in der letzten Insta Fluchtwelle, haben sich eben sehr sehr viele, für Pixelfed als Zugang ins Netzwerk entschieden.

Es ist ja schön, dass euch Mastodon gefällt, das schränkt aber zum einen auch das “Wachstum” ein, weil nicht jeder der was anderes sucht, ein Twitterflüchtling ist und da was Ähnliches sucht. Es wäre dem Netzwerk sehr viel mehr geholfen, wenn ihr die breite Palette an Möglichkeiten erwähnen würdet, daran Teilzuhaben. Das würde eben auch die Aufklärung über das Fediverse nicht unterminieren, wenn immer wieder nur Teilwahrheiten erzählt werden.

Und nein, Mastodon hat das Fediverse auch nicht erfunden. Es ist erst viele Jahre später dazugestoßen.

Als Lesestoff kann ich euch Die unvollständige Geschichte des Fediverse - GNU/Linux.ch

Serie – Fediverse-Dienste: Die Idee - GNU/Linux.ch und Fediverse: Ihr Start ins wirklich soziale Medium da lassen.

Entscheidet erst einmal selber, was ihr machen wollt und was ihr dafür benötigt und sucht euch dann dafür die passende Software/Dienst dafür aus und erst danach aus den über 40.000 Servern, eine neue Heimat.

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Wäre Euer Appell an die öffentlichen Institutionen, zumindest eine unabhängige Plattform zu nutzen, nicht auch perfekt an das neue Digitalministerium adressiert. Die bemühen sich u.a. ja auch um eine Vereinheitlichung der Anwendungen und “Best Practice”. Zudem scheinen das Ministerium dankbar für Anregungen. Hatte gerade gestern auf linkedIn einen Aufruf an Bürger gesehen, Feedback zu geben, was in Behörden nicht gut funktioniert (Hashtag#EinfachMachen-Portal).

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kam um diesen Kommentar zu schreiben, danke dass du das eloquenter getan hast als ich es geschafft hätte :blush:

um das nochmal hervor zu heben: mit Pixelfest gibt es es eine Insta-Alternative. Klar, die hat dieselben Probleme wie Masto: Klein und UX ist ausbaufähig. Aber: funktioniert! Meine Urlaubsbilder kamen da auf jeden Fall immer gut an, als ich es noch aktiv genutzt habe :blush:

(Dass ich weniger aktiv bin hängt aber damit zusammen, dass ich insgesamt einfach Social Media immer weniger nutze. Ich vermute da allerdings einen größeren Zusammenhang: Menschen, die potentiell dem Fediverse zugeneigt sind überlappen vielleicht auch mit Menschen, die ihren SM-Konsum runterfahren. Beißt sich ein wenig die :cat_face: in den Schwanz)

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Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass diese Wahlfreiheit fast schon mehr Fluch als Segen des Fediverses ist.

Kaum jemand, der nicht schon vorher Informatiker oder Datenschützer ist, wird von der abstrakten Idee Fediverse so überzeugt, dass er dann einen von zig Diensten und dort dann einen von zig Servern aussucht. Der Fokus auf die Anwendungssoftware (in diesem Fall Mastodon) ist deshalb genau richtig, weil das die Komponente ist, mit der die Menschen interagieren. In diesem Fall ging es eben um Mastodon und nicht um Pixelfed. Wer dann einmal im System drin ist, kann sich immer noch nach weiteren Diensten umschauen.

Das sind sonst alles Hürden, die zwischen der Person und dem Ziel Bilder Posten/Social-Media nutzen etc stehen und abschreckend wirken. Das System dahinter (Fediverse, Instanzen, Umzug zwischen Servern, etc) interessiert die weit überwiegende Mehrheit einfach nicht! Im Gegenteil, die Komplexität wirkt abschreckend. Das müssen wir Nerds einfach akzeptieren…
Ich glaube auch, dass das der Grund ist, warum BlueSky Mastodon überholt hat, obwohl es Mastodon schon deutlich länger gibt.

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Liebe Leute, ich finde es toll, dass ihr euch über Datensicherheit Gedanken macht. Mastodon geht schon sehr in die richtige Richtung, aber warum dann nicht gleich den ganzen Weg gehen und Nostr verwenden?

Nostr macht alles richtig, was Mastodon richtig macht, d.h.

  • es ist Open Source Software.
  • jeder kann eine Instanz selber laufen lassen.
  • es läuft dezentral, kommt also ohne zentrale Instanz aus.
  • es „gehört“ niemandem.
  • die „Instanzen“ (bei Nostr „Relays“ genannt) tauschen untereinander die Nachrichten aus.
  • man bekommt nur seine Timeline, kein Algorithmus entscheidet, was man sieht.
  • es gibt nicht nur die eine App, sondern beliebig viele (Dienste).

… aber eben noch mehr (und ich finde, das sind entscheidende Punkte):

  • Nostr will keine E-Mail von mir haben. Ernsthaft, wozu soll ich mein E-Mail angeben? Als Journalist, Oppositioneller o.ä. ist das vielleicht sogar ein Sicherheitsrisiko für mich.
  • ein „Account“ besteht nur aus privatem und öffentlichen Schlüssel.
  • man kann (und ist in der Regel auch) zu beliebig vielen Relays verbunden, nicht nur zu einer Instanz. Wenn die eine Mastodon-Instanz „hostile“ wird, offline ist etc. dann muss man im günstigsten Fall seinen Account auf eine neue Instanz migrieren, im ungünstigen Fall sich einen neuen Account erstellen. Signierte Nachrichten bei Nostr hingegen werden zu allen Relays geschickt, die man in seiner Liste eingetragen hat. Relays können jederzeit hinzugefügt oder entfernt werden. Solange noch mindestens ein Relay aus seiner Liste nicht „hostile“ oder offline ist, werden die Nachrichten darüber verbreitet.
  • ein „Account“ bei Nostr gilt für’s gesamte Netzwerk und ist nicht an eine Instanz gebunden. Man muss also weder einen neuen Account anlegen oder einen bestehenden migrieren, wenn man die Instanz wechseln will.

Ich kann nur sagen, guckt euch’s mal an. Es gibt zig Podcasts, Blogs und andere Quellen, um sich mal darüber schlau zu machen.

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Erstmal danke für den guten und wichtigen Beitrag mit klaren Handlungsempfehlungen im SOME Bereich zum Thema Digitale Souveränität.

Ich habe noch ein Feedback was mich nach fast einem Jahr Lage hören jetzt motiviert hat mich hier anzumelden und zu kommentieren:

Die nach wie vor für die allermeisten Menschen die online sind nach wie vor primäre Methode an Informationen zu gelangen, das was vor dem Internet mal öffentliche Bibilotheken waren, ist eine Suchmaschine. Auch dieser, meiner Meinung nach vielleicht wichtigsten digitale Dienst ist weitgehend im Monopol eines gewinnorientierten US-Konzerns. Deswegen fande ich es etwas schade, das hier kein Hinweis zu alternativen kam. Im Gegenteil, als es um die deutschen staatlichen Mastodon Instanzen ging kam der Satz “Wie ich mal eben gegoogelt hab,” was bei dem Thema schon eine gewisse Ironie hat. Ich weiß wie schwer es ist diese Gewohnheit abzulegen. Mein Vorschlag wäre: 1. Konsequent das wording “Im Internet gesucht / recherchiert” und 2. Hinweis auf die Gefahr und mögliche Alternativen dieser neben der Server Infrastruktur (AWS etc.) wohl grundlegendsten und wichtigsten Bereich digitaler Sourveränität und öffentlicher Meinungsbildung: Der Suchmaschine.

Als langjähriger Mitarbeiter von Ecosia liegt mir dieses Thema sehr am Herzen. Ich weis auch aus erster Hand wie schwierig ist, unter anderem auf Grund von rechtlichen und technischen Hürden und sehr hohen Anfangsinvestitionen, eine echte Alternative aufzubauen. Meine Meinung nach wäre die optimale Lösung eine gute, aus steuergeldern finanzierte und unabhänige (äquivalent zu öffentlich rechtlichen Medien) Suchmaschine auf europäischer Ebene. So lange es das nicht gibt, geben wir unser bestes mit EUSP ( We’re teaming up with Qwant to build a European search index ).

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bin ziemlich sicher dass das ein Bug und kein Feature ist :sweat_smile:

Ich meine damit: einer meiner Hauptkritikpunkte n Masto und auch ein wenig an Bluesky ist eben genau das Fehlen eines „Worüber redet die Welt heute?“-Algorithmus und/oder eines „Das könnte was für dich sein“-Algo.

Ja, ich verstehe aus Datensparsamkeits- und Privacy- und Meinungsgestaltungsperspektive durchaus die Kritik an eben diesen Algorithmen. Ändert nichts daran, dass ich das aus User-Perspektive gerne hätte. Ich will wissen, was trendet. Ob ich mich damit beschäftige bleibt dann ja mir überlassen.

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Hallo,

mit dem Thema habt ihr bei mir einen Nerv getroffen. Daher habe ich mich gleich angemeldet, um über die Dinge zu sprechen, die so hinter den Kulissen laufen.

Kurz zu mir

Ich bin seit 2018 Betreiber einer Mastodon-Instanz und seit 2024 Vorstand eines Vereins, der diese Instanz übernommen hat und weiterbetreibt.

Kapazitäten der Social-Media-Abteilungen

Das, was die Stadt Mainz als Grund beschrieben hat, kenne ich bereits sehr gut: „Noch eine Plattform zu betreiben, wäre viel zu anstrengend und ob es sich überhaupt lohnt, weiß man ja nicht.“ Das klassische Henne-Ei-Problem, kombiniert mit Ausweichen. Wie ihr schon richtig gesagt habt, ist das oft eine Nebelkerze. Der Content ist schließlich schon geschrieben und meist so generisch, dass er überall anders gepostet werden könnte.

Was allerdings mehr Arbeit macht, ist die generelle Diskussionsfreudigkeit im Fediverse. Wie Martin Holland feststellte: Martin Holland: „So, is it getting quieter here in the #Fediverse;…“ - Heise Medien on Mastodon

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Dem stimme ich komplett zu. Die Kommentare vor mir betonen zwar immer wieder, wie einfach es sei, seinen Account umzuziehen. Ich habe jedoch oft das Gegenteil erlebt: Instanzen schließen ohne Vorwarnung ihre Tore. Besonders die „frühen“ Mastodon-Instanzen um 2020 wurden von Einzelpersonen gestartet, die schnell überfordert waren. Ein einzelner Mensch kann eine große Instanz weder moderieren noch warten. Die Folgen: Entweder wurden diese Instanzen zu unmoderierten, toxischen Orten, oder die Betreiber:innen erlitten Burnout und gerieten in finanzielle Schwierigkeiten.

In Deutschland entsteht ab dem Moment, wo sich mehrere Leute eine Instanz teilen, automatisch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oft unbewusst und mit unbekannten rechtlichen Konsequenzen.

Daher mein Rat: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte nicht einfach einer Instanz beitreten, sondern prüfen, wie sie aufgestellt ist. Wer zahlt die Rechnungen? Wird die Instanz professionell betrieben oder von einer Person im Schlafzimmer?

Alles so kompliziert…

Und damit sind wir beim Knackpunkt: Ich bin Fan des Fediverse, kann aber gut verstehen, wenn es vielen zu kompliziert ist. Die meisten wollen sich einfach irgendwo anmelden und fertig. Das ist wahrscheinlich auch mein Fazit: Wer wirklich digital souverän sein möchte, muss viel mehr Zeit investieren.

Danke auf jeden Fall für das Thema. Ich werde jetzt hier mehr Kommentieren :+1:

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Mich als stumpfen User, der einfach nur eine Plattform will, hängt man schon bei dem Wort „Instanzen“ ab. Ich will den ganzen komplizierten Kram nicht. Es wird sich durchsetzen, wenn es einfach ist. Deswegen habe ich Bluesky gewählt. Das ist stumpf und einfach.

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Instanzwechsel ist weiterhin problematisch. Follower gehen verloren, und vor allem werden Inhalte/Toots nicht migriert. Das ist erstmal ein Dämpfer in der Erwartung wenn man suggeriert dass man “umziehen” kann. Die meisten Leute verstehen etwas anderes unter einem Umzug.

Noch ein Hinweis: Übrigens könnte auch dieses Discourse-Forum hier mit dem offiziellen ActivityPub-Plugin am Fediverse teilnehmen. Vielleicht mal eine Überlegung wert.

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Ja, verstehe. Ich wollte da nicht zu sehr ins Detail gehen, aber für dich tue ich es doch. Die Antwort ist: Beides geht bei Nostr. Du kannst dir auch einen Client raussuchen, der dir sagt, was “trendet”.

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Meines Wissens betrifft das nur bei Follower-Accounts die ohnehin nicht mehr aktiv sind. Ich habe jedenfalls in der Vergangenheit viele reibungslose Instanzwechsel beobachtet.

Das ist richtig, aus meiner Sicht aber verschmerzbar, insbesondere wenn man es mit der Lock-In-Situation bei X oder Insta vergleicht.

Das fände ich auch sinnvoll! :+1:

Klar kann es zu Problemen kommen, beim Umzug. Der Unterschied ist nur, du hast diese Wahl.

Das Follower verloren gehen können, hängt mit deren Sicherheitseinstellungen zusammen und ist kein Fehler. Wenn user ihr Konto schützen, wollen sie nicht das jeder ihrem Konto folgen kann und bei einem Umzug wechselt du die Instanz.

und vor allem werden Inhalte/Toots nicht migriert.

Das stimmt so auch nicht. Und zwar wenn man es aus der Sicht des Fediverse betrachtet.

Ja, du kannst deine Inhalte nicht auf eine andere Mastodon Instanz übertragen. Wechselst du aber die Software, so kannst du alle deien posts mitnehmen. Die Antworten gehen trotzdem verloren, weil sie eben auf die alte Instanz verweisen.

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Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich wild, dass so getan wird, als sei es ein signifikanter Mehraufwand, auf Mastodon zu posten. Nutzen wirklich so viele kein Social-Media-Tool, mit dem man crossposten kann?

Es gibt ja sogar für Privatanwender einfach zu bedienende Tools die Crossposting erlauben.

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Bei Nostr gibt es all diese Probleme gar nicht, denn man ist nie an eine Instanz gebunden. Ein “Umzug” ist vollkommen trivial. Deine Beiträge leben nicht “auf einer Instanz” sondern im Netzwerk. So etwas wie “Follower mitnehmen” oder “Content mitnehmen” existiert gar nicht. Jemand, der dir folgt, der folgt einfach deinem öffentlichen Schlüssel. Ich fänd’s cool, wenn die Lage auf Nostr wäre, gebt euch einen Ruck.

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In diesem Mastodon-Post hat @bruhein@muenchen.social zurecht darauf hingewiesen, dass in den LdN-Shownotes unter Hausmitteilungen immer noch „X (ehemals Twitter)“ verlinkt ist, Mastodon aber nicht. Screenshot:

Das ist vermutlich nicht so beabsichtigt sondern wohl eher ein klassisches Artefakt von Copy-Paste bzw. Automatisierung bei der Erstellung der Shownotes. Wenn jemand aus dem Foren-Mod-Team das an die Hosts bzw. das Produktionsteam weiterleiten könnte, wäre das sicher sinnvoll.

Auf der Website ist Mastodon immerhin prominent verlinkt, allerdings ist das X-Logo genauso prominent dort:

Das steht ziemlich im Widerspruch zur (absolut richtigen!) Ansage aus der Folge bei 01:35:10:

… und idealerweise geht jedenfalls von Twitter weg. Das ist jedenfalls das toxischste von allen Netzwerken

Das passt nicht zu einem prominent platzierten X-Logo im Header von lagedernation.org.

Das Optimierungspotenzial geht aber noch weiter. In der Folge heißt es direkt im Anschluss:

und da kann man einfach auf Twitter schreiben: „Wir sind jetzt auf Mastodon!“, packt da einen Link hin. Man kann das auch in den Twitter-Namen z.B. schreiben […] dass man das in sein eigenes Profil aufnimmt, wo man jetzt zu finden ist. Und das wäre glaube ich ein ganz wichtiger Appell, damit wir auch gerade bei Social Media wieder digital souverän werden.

Absolute Zustimmung! Am besten das Lage-Team fängt gleich mit dem Eigenen X-Account an. Dort fehlt bisher jeder Spur von einem Fediverse-Verweis oder X-Kritik (Screenshot):

Das soll kein Bashing sein, sondern eine Anregung, die als richtig erkannten Maßnahmen im eigenen Einflussbereich umzusetzen! Menschliches Verhalten wird schließlich nicht nur durch Appelle sondern auch durch Vorbildwirkung geprägt :wink:.

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Danke für das Bewerben des Fediverse bzw. Mastodon. So langsam kommen die Themen ja aus der Nerdecke durch Euch in die Breite der Gesellschaft (erst Signal, dann Mastodon).

Aber zwei Hinweise habe ich auch noch: Wie andere schon gesagt haben, scheint Ihr Fediverse und Mastodon durcheinander geworfen zu haben oder gleichzusetzen. Das Fediverse basiert auf dem Protokoll ActivityPub-Protokoll und beschränkt sich auf keine konkrete Anwendung. Mastodon ist eine der bekanntesten, aber es gibt unzählige andere. Beispielsweise ist auch Nextcloud über activityPub föderierbar.

Und damit zeigt sich auch gleich, dass Euer nächster Punkt klar falsch war: Ihr vermisst eine Alternative für Instagram - und die gibt es selbstverständlich im Fediverse: Es gibt z.B. Pixelfed für Bilder oder PeerTube für Videos.

Ich behaupte, Ihr werdet kaum eine Anwendung finden, die es nicht auch in einer Fediverse-Variante gibt.

Und dann habe ich noch einen Gedanken zu Eurer Reichweiten - Kritik: Ihr habt mangelnde Aktivität angedeutet, und mit Anzahl Followers begründet. Das ist mir zu sehr Twitter-Denke. Aktivität ist nicht das gleiche wie Anzahl Follower-Bots :wink:
Habt Ihr stattdessen mal verglichen, wie viel ECHTE Aktivität es im Netzwerk gibt? Wie viel Euch geantwortet, geboostet und gefavt wird?

Es gibt Kollegen, die das ausgewertet haben, und (in ihrem Fall) auf deutliche höhere Aktivitätswerte kommen. Z.B. Heise: heise online auf Mastodon: Bilanz nach dem ersten Jahr im Fediverse | heise online

Follower sind halt nicht alles.

Edit: Noch mal ergänzend ein grafischer Überblick, was das Fediverse alles enthält: Kuketz-Blog 🛡: „Anbei die neue Version des Fediverse-Schaubilds! …“ - Mastodon - und die Grafik ist schon 2 1/2 Jahre alt - heute dürfte es eher noch mehr sein.

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Vielleicht mögt ihr eure X-Verlinkung auf eurer Homepage mal entfernen und durch Bluesky ersetzen?

Unter uns: Man merkt es an der Diskussion hier, an den Themen, die auf Mastodon Resonanz finden, und auch oft an der Wahl des Profilbildes: Die Nutzerbasis auf Mastodon ist weder die jüngste noch die verspieltesten, sondern eher etwas älter und ernst. Das kann ein Vorteil sein, weil man nicht jedem Trend hinterherläuft, aber frischer Wind kommt auch nicht so oft herein.

Es gibt auch keine sonderlich ausgeprägte Memekultur, wodurch ein Ventil fehlt, um sich selbst durch den Kakao zu ziehen.

Das empfinde ich als Nachteil, weil Humor als Korrektiv oft fehlt. Wenn ihr euch an das alte Twitter erinnert, gab es dort sehr viele Humor- und Parodie-Accounts, die wir geliebt und gebraucht haben.

Durch die Dezentralisierung, den fehlenden Humor und die fehlenden Memes ist Mastodon dann auch nicht kampagnenfähig. So etwas wie #metoo könnte Mastodon nicht hervorbringen. Eine Icebucket-Challenge allerdings auch nicht.

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